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In Stams lassen sich Kulturgeschichte und Naturthemen über unterschiedliche Orte und Traditionen erschließen. Das Stift Stams, die Pfarrkirche, der Stamser Eichenwald und die Stamser Alm stehen jeweils für einen eigenen Zugang; dazu kommen der Tiroler Jakobsweg, eine Brennereitradition und die Geschichte der Brunnentalschanzen. Für einen Aufenthalt können Sie deshalb zwischen kirchlichem Erbe, Naturwissen und weiteren lokalen Themen gewichten.

Stift Stams: Kirche, Museum und Führung

Die Stiftskirche ist seit September 1984 eine Basilica minor. Im Museum Stift Stams zeigt eine Dauerausstellung einen Querschnitt aus den Sammlungen des Stiftes und dokumentiert die Verbindung des Klosters mit der Tiroler Landesgeschichte. Damit begegnen sich in Stams ein religiöses Bauwerk, die Sammlungen des Stiftes und ein Thema der Tiroler Geschichte.

Bei einer Führung durch das Stift Stams können Sie die Basilika, den Kreuzgang, den Bernardisaal und das Museum besichtigen. Die Führung umfasst damit sowohl die Basilika als auch weitere ausdrücklich benannte Räume. Da sich Tourarrangements ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besichtigungsmöglichkeiten.

Kirchliche Geschichte in Stams

Seit dem Jahr 700 gibt es in Stams eine dem heiligen Johannes dem Täufer geweihte Kirche. Die Pfarrkirche Stams ist demselben Heiligen geweiht und war im 11. Jahrhundert eine bedeutende Wallfahrtskirche. Wer sich für die religiöse Geschichte des Ortes interessiert, findet hier zwei unterschiedliche zeitliche Akzente: die lange zurückreichende Kirchentradition und die Rolle der Pfarrkirche als Wallfahrtsort im Mittelalter.

Naturthemen am Stamser Eichenwald

Der Stamser Eichenwald ist seit 1929 ein Naturdenkmal. Durch den Wald führt entlang des Bachs ein Naturlehrpfad, der Wissenswertes über Vögel, Kräuter, Gräser und Feuchtgebiete vermittelt. Sein Schwerpunkt liegt damit auf Natur und Lebensräumen; das unterscheidet ihn thematisch von der Kirchen- und Museumsgeschichte. Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach Interessen planen, können Sie diese Naturthemen als eigenen Schwerpunkt betrachten.

Jakobsweg und Geschichte des Skispringens

Der Tiroler Jakobsweg führt durch Stams. Auf dem Abschnitt von Pfaffenhofen nach Roppen erwartet Wanderer dort das Stift Stams. Wer diesen Weg einplant, sollte die Routenbedingungen vor dem Aufbruch prüfen. Die Brunnentalschanzen bieten einen weiteren, sportgeschichtlichen Blick auf den Ort: Der Bau der beiden Schanzen K105 und K60 begann 1988; 1990 wurde die Anlage mit Beschneiungsanlage und Lift fertiggestellt. Sie wurde als wichtiges Sommertrainingszentrum für österreichische Skispringer errichtet. Der Jakobsweg und die Schanzen stehen so für zwei ganz verschiedene Themen: eine Wanderroute und die Entwicklung einer Sportanlage.

Stamser Alm und Brennereitradition

Die Stamser Alm umfasst ein bedeutendes barockes Gebäudeensemble. Wohnhaus und Kirche wurden dort Mitte des 18. Jahrhunderts als Sommerfrische für die Ordensbrüder des Stiftes Stams erbaut. Das gibt den Gebäuden einen klaren historischen Zusammenhang mit dem Kloster und seiner damaligen Nutzung. Eine andere Tradition zeigt die Schnapsbrennerei des Stiftes Stams: Dort werden seit dem 16. Jahrhundert Schnäpse, Brände und Liköre hergestellt. An der Alm stehen Baugeschichte und frühere Nutzung im Vordergrund, bei der Brennerei die Herstellung verschiedener Getränke über eine lange Zeit.

Weitere Reiseziele entdecken: Obsteig, Karres, Thannrain, Roppen, Köfles, Imsterberg, Sankt Leonhard Im Pitztal, Obergurgl.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imst.

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