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In Patsch treffen Kulturgeschichte und Bergthemen aufeinander. Das Patscher Ostergrab, die Deckenfresken der Pfarrkirche und ein Fasnachtsbrauch bieten unterschiedliche Einblicke in die Ortsgeschichte. Für Naturinteressierte stehen der Alpengarten Patscherkofel und Wege zum Wandern oder Radfahren im Mittelpunkt. Bei der Planung lohnt es sich, die verschiedenen Ausgangspunkte im Blick zu behalten: Eine Wanderung beginnt im Ortszentrum, andere Wege an der Römerstraße oder bei der Bergstation.

Alpengarten und Ausblicke am Patscherkofel

Das Landschaftsschutzgebiet Patscherkofel-Zirmberg ist von Patsch aus zu Fuß erreichbar. Der Alpengarten Patscherkofel liegt auf 2.000 Metern neben der Bergstation der Patscherkofelbahn. Mit einer Fläche von 1,5 Hektar ist er Österreichs höchstgelegener Alpengarten. Ein Rundwanderweg erschließt alpine Pflanzenarten aus aller Welt und setzt damit einen botanischen Schwerpunkt. Von Patsch reichen die weiten Ausblicke über Innsbruck, die Nordkette und große Teile des Inntals. Garten und Aussicht sprechen unterschiedliche Interessen an: Hier stehen Pflanzen im Vordergrund, dort der Blick auf Stadt, Gebirge und Tal.

Wanderwege mit verschiedenen Startpunkten

Eine leichte Familienwanderung beginnt im Ortszentrum von Patsch und führt über gut angelegte Wege zum Wallfahrtsort Heiligwasser. Die Bedingungen können saisonal variieren. Der Zugang zum Goldbichl-Archäologiepfad erfolgt dagegen von der Römerstraße über einen breiten, sanft ansteigenden Waldweg. Eine Almwanderung startet bei der Bergstation der Patscherkofelbahn und führt über die Hochmahdalm und die Patscher Alm auf einem Forstweg nach Patsch. Die Ausgangspunkte und Ziele unterscheiden sich also deutlich: Sie können sich danach richten, ob Sie im Ortszentrum starten, von der Römerstraße zum Archäologiepfad gehen oder von der Bergstation aus nach Patsch wandern möchten.

Auch der Zirbenweg hat ein eigenes Streckenprofil: Er führt durch einen geschlossenen, jahrhundertealten Zirbenbestand. Eine Rückfahrt führt nach der Talfahrt zur Glungezerbahn über Tulfes mit den VVT-Buslinien 540/530 zurück zur Patscherkofelbahn; die Route ist auch in Gegenrichtung möglich. Bus- und Seilbahnbetrieb sind saisonal, prüfen Sie die Verbindungen daher vor der Tour. Für Radfahrer führt die Tour auf der alten Römerstraße von Igls über Patsch in Richtung Matrei am Brenner. Sie ist damit als Streckenverlauf in Richtung Matrei beschrieben, während der Zirbenweg eine Rückfahrt zwischen den Bahnen und Tulfes einschließt.

Kirche, Ostergrab und Fasnachtsbrauch

Die Deckenfresken der Pfarrkirche Patsch zum heiligen Donatus und heiligen Stephanus sind das letzte Werk von Anton Zoller (1695–1768). Ein anderer historischer Akzent ist das Patscher Ostergrab aus der Zeit um 1767, das jedes Jahr aufgestellt wird. Wann es zu sehen ist, richtet sich nach dem Osterkalender und den Regelungen der Pfarre; beziehen Sie diese variable Ausstellungszeit in Ihre Planung ein.

Auch die weitere Geschichte der Gegend lässt sich zeitlich einordnen: Archäologische Funde aus der Bronzezeit im Umfeld von Patsch weisen darauf hin, dass die Gegend vor rund 4.000 Jahren bewohnt war. Beim Patscher Schellenschlagen gestalten Frauen den Fasnachtsbrauch in Patsch. 2022 wurde das Schellenschlagen von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Damit reicht das Kulturprogramm von archäologischen Spuren über sakrale Kunst bis zu einem gelebten Fasnachtsbrauch.

Hotelwahl nach dem geplanten Programm

Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft auf die konkreten Ausgangspunkte Ihrer geplanten Unternehmungen. Ortszentrum, Römerstraße und Bergstation sind unterschiedliche Startorte; beim Zirbenweg kommen saisonale Bus- und Seilbahnverbindungen hinzu.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.

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