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Die Brandenberger Ache ist ein markanter Ausgangspunkt, um Brandenberg kennenzulernen: Der 22 Kilometer lange linke Nebenfluss des Inn durchzieht das Tal wie ein mächtiger Canyon. Daneben gehören Winterwege auf dem Brandenberger Hochplateau, Klammen und eine regionale Süßspeise zu den Themen, die den Ort für einen Aufenthalt interessant machen. Bei der Zielwahl können Sie daher abwägen, ob Natur, Bewegung im Winter oder die Geschichte der Holztrift im Vordergrund stehen soll.

Flusslandschaft und Artenvielfalt

Die Schluchten der Brandenberger Ache sind ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Ache wurde 1988 zum Naturdenkmal erklärt. Im Brandenbergtal wurden 800 Schmetterlingsarten nachgewiesen; darunter befinden sich einzelne Arten, die erstmals in Österreich oder erstmals in Tirol gefunden wurden. Die Zahl der Arten geht auf eine Studie der Österreichischen Bundesforste aus dem Jahr 2016 zurück. Die Fluss- und Schluchtenlandschaft ist an der Ache verortet; die Schmetterlingsfunde beziehen sich auf das Brandenbergtal. Die 800 Arten beschreiben die Vielfalt im Tal insgesamt, während die Erstnachweise einzelne Arten betreffen.

Winterrouten auf dem Hochplateau

Im Winter beginnen die Langlaufloipen neben der Kirche, sind miteinander verbunden und führen über die freien Felder des Brandenberger Hochplateaus zu verschiedenen Ortsteilen. Sie weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf. Als Winterangebot hängt ihre Verfügbarkeit von Schnee und Betriebsbedingungen ab.

Der Dorfwanderweg Brandenberg beginnt ebenfalls neben der Kirche am Einstieg der Loipe und folgt der ausgeschilderten Winterwanderroute. Beide Wege starten damit im selben Bereich, unterscheiden sich aber in ihrer Form: Hier steht ein verbundenes Loipennetz im Mittelpunkt, dort eine ausgeschilderte Winterwanderroute. Als weitere Option ist die Brandenberger Schmetterling Rundtour als leichte Rundtour ausgewiesen.

Klammen und die Geschichte der Holztrift

An der Kaiserklamm verbindet sich die Felslandschaft mit der Geschichte der Holztrift. Die heute noch begehbaren Steige wurden eigens aus dem Fels geschlagen. Bis 1966 wurden Holzstämme durch das Wasser der Ache zu Tal getriftet. Vom Parkplatz der Kaiserklamm führt ein circa 300 Meter langer Forstweg bis zum Eingang der Klamm. Für die Tiefenbachklamm beträgt die Gehzeit vom Anfang bis zum Ende rund eineinhalb Stunden; nach etwa vier Kilometern öffnet sich das Tal. Im Vergleich betrifft die 300-Meter-Angabe den Zugang zum Kaiserklamm-Eingang, während sich die rund eineinhalb Stunden auf den Weg durch die Tiefenbachklamm beziehen.

Eine regionale Spezialität

Die Brandenberger Prügeltorte wird seit Generationen über offenem Holzfeuer zubereitet. Damit steht neben Natur und Wegen auch eine lokale Esskultur als eigener Reiseanlass zur Wahl. Wenn regionale Küche zu Ihren Interessen gehört, ergänzt diese Tradition die Landschafts- und Routenthemen um einen kulinarischen Aspekt.

Weitere Reiseziele entdecken: Ellmau, Walchsee, Oberau, Wörgl, Mariastein, Auffach, Rattenberg, Embach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kufstein.

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