Das Naturschutzgebiet Kaisergebirge liegt östlich von Kufstein und steht in direktem geografischem Bezug zur Stadt. Hier stehen Naturerlebnisse neben Festungsgeschichte, Altstadt und Glasproduktion. So können Sie Kufstein aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen: auf Wegen am Wasser und im Gebirge, anhand historischer Orte oder bei einem Einblick in die Arbeit der Glasbläser.
Wanderwege zwischen Wasser und Gebirge
Der Rundweg um den Hechtsee ist eine klar umrissene Möglichkeit für eine Wanderung: Die leichte Strecke ist 2,7 Kilometer lang und beginnt und endet am Parkplatz Hechtsee. Der Weg führt unmittelbar am Wasser entlang und bietet Ausblicke auf das Kaisergebirge. Streckenlänge und Start-Ziel-Punkt sind damit ebenso konkret wie der besondere Wechsel zwischen Wasserlinie und Bergblick.
Eine andere Wegidee ist der Naturerlebnisweg Kufstein. Er führt über 14 interaktive Stationen von der Mittelstation Duxer Alm zur Marienkapelle am Duxer Köpfl. Die beiden Endpunkte geben dem Themenweg eine klare Richtung; die Stationen machen seinen interaktiven Charakter aus.
Für weitere Wanderungen umfasst das Naturerlebnis Kaisergebirge mehr als 1.000 Wanderkilometer. Dazu zählen alpine Steige, genussvolle Wege, anspruchsvolle Touren und gemütliche Familienwanderungen. Das ist ein anderer Maßstab als die konkrete Runde am Hechtsee: Dort ist eine leichte Strecke mit Länge und Startpunkt beschrieben, hier eröffnet ein Wegenetz Auswahl zwischen unterschiedlichen Tourtypen. Zusätzlich werden im Kaisergebirge kostenlose Erlebnistouren mit fachkundigen Guides angeboten. Das Programm ist saisonal; prüfen Sie die Termine vor Ihrer Reise.
Festungsgeschichte und Altstadt
Die Festung Kufstein wurde 1205 erstmals urkundlich erwähnt. 1504 eroberte Kaiser Maximilian I. die Festung von den Bayern. Die beiden Jahreszahlen erzählen von unterschiedlichen Stationen: 1205 steht für die erste urkundliche Erwähnung, 1504 für ein konkretes Ereignis in der Geschichte der Festung.
Das Museum im Staatsgefängnis der Festung zeigt im vierten Stock des Kaiserturms einen Zellentrakt mit 13 Zellen. Das Staatsgefängnis bestand während der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und beherbergte größtenteils politische Häftlinge. Der Blick auf die Zellen und die Geschichte des Gefängnisses ergänzt die militärische Vergangenheit um ein weiteres Kapitel.
Die Heldenorgel spielt täglich um 12:00 Uhr und verfügt über 4.948 Pfeifen. Die Uhrzeit kann bei der Tagesplanung eine Rolle spielen; prüfen Sie die Spielzeit, bevor Sie Ihren Besuch darauf abstimmen. Zur Altstadt gehört auch die Römerhofgasse, die als Sehenswürdigkeit ausgewiesen ist.
Auf Voranmeldung bietet die Festung Kufstein ein Burgherrenessen als kulinarisches und erlebnisreiches Angebot an. Wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen möchten, bestätigen Sie das Angebot vor der Buchung.
Glasproduktion in Kufstein
Eine andere Entdeckung führt in die RIEDEL Glas Manufaktur. Bei einer geführten Werksführung durch die Produktion erleben Sie handgefertigte Herstellung und die Präzision der Meisterglasbläser. Öffentliche Führungen finden montags bis freitags um 11:00 Uhr und 13:30 Uhr statt; eine vorherige Anmeldung ist dafür nicht nötig. Da Führungszeiten und Besucherhinweise für den Besuch wichtig sind, prüfen Sie sie bitte vorab. Anders als bei einer Wanderung oder dem Gang durch die Festung richtet sich die Aufmerksamkeit hier auf den Herstellungsprozess und das Können der Glasbläser.
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