Die Wildschönauer Ache durchquert Kundl und das Hauptsiedlungsgebiet, fließt durch die markante Kundler Klamm und mündet in den Inn. Daneben prägen ein geschütztes Feuchtgebiet, Kirchen und Zeugnisse des Bergbaus die Ortsgeschichte. Das macht Kundl für eine Reise interessant, bei der Landschaft und Kulturgeschichte nebeneinander Platz haben; auch die Aktivitäten setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von der Wanderung bis zum sommerlichen Bummelzug.
Flusslauf und geschütztes Feuchtgebiet
Die Ache verleiht Kundls Landschaft eine klare Linie: Ihr Verlauf führt durch das Hauptsiedlungsgebiet und die Klamm weiter bis zum Inn. Im Osten des Marktgemeindegebiets liegen die Söller Wiesen. Das Feuchtgebiet umfasst 44 Hektar und ist als geschützter Landschaftsteil mit Kern- und Pufferzone ausgewiesen. Während die Ache Kundl mit der Klamm verbindet, stehen bei den Wiesen Feuchtgebiet und Schutzstatus im Mittelpunkt. Informieren Sie sich vor einem Besuch vor Ort über etwaige Zugangsbeschränkungen.
Wanderung, Bummelzug und Schwimmbad
Die Wanderung durch die Kundler Klamm führt über einen breiten, nur leicht ansteigenden und kinderwagentauglichen Weg. Saisonale Sperren können gelten; prüfen Sie daher vor der Wanderung die aktuelle Situation.
Im Sommer verkehrt mehrmals täglich ein Bummelzug durch die Klamm, vom Bahnhof Schlucht nach Mühltal und zurück. Er bietet eine andere Art, die Klamm als Ausflugsziel einzuplanen als die Wanderung. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie den aktuellen Stand vor Ihrer Reise.
Für einen anderen Schwerpunkt sorgt das Freischwimmbad Kundl mit Sportbecken, Kinderbecken und Wasserrutsche. Es ist saisonal in Betrieb. Prüfen Sie für Ihren Aufenthalt, ob die vorgesehene Badesaison gilt.
Kirchen, Denkmäler und Bergbaugeschichte
Am westlichen Ortseingang steht die spätgotische Wallfahrtskirche St. Leonhard, eine kulturelle Sehenswürdigkeit in Kundl. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt entstand von 1734 bis 1736 als barocker Neubau anstelle einer gotischen Kirche. Zusammen veranschaulichen die beiden Kirchen unterschiedliche Bauphasen: spätgotische Wallfahrtsarchitektur und einen barocken Neubau des 18. Jahrhunderts.
Ein weiterer Anlaufpunkt für Kulturinteressierte ist die Burgruine Kundlburg, die am Eingang zur Kundler Klamm liegt und als Denkmal geschützt ist. Auch Gasthof Post, Widum samt Ummauerung und Kundler Klamm-Brücke sind geschützte Denkmäler. Das Tiroler Denkmalregister des Bundesdenkmalamts vom 23. Juni 2026 führt diese drei Bauwerke.
Kundls Geschichte ist auch mit dem Bergbau verbunden: Im 15. und 16. Jahrhundert gewann der Abbau von Silber, Kupfer und Kobalt an Bedeutung. Im Ort entstand damals das Hütten- und Schmelzwerk „Kundler Ofen“. Damit reicht die Ortsgeschichte über kirchliche Bauwerke und Denkmäler hinaus bis zu einer wirtschaftlichen Entwicklung, die Kundl in dieser Zeit prägte.
Zum Gedenken an den heiligen Leonhard findet in Kundl alljährlich am ersten Sonntag im November der Leonhardiritt statt. Wenn Sie Ihre Reise mit der Prozession verbinden möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Veranstaltungsdetails.
Steine und Mineralien im Haus der Steine
Das Haus der Steine dient als Ausstellungs- und Verkaufsraum für Steine und Mineralien. Zu sehen sind tiefgrüner Malachit, Azurit, Serpentin, fossile Versteinerungen und seltenes buntes Konglomerat. Die Präsentation kann sich ändern. Im Haus können Konglomerate und andere Gesteine außerdem geschliffen oder zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet werden. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Öffnungsdetails.
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