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Bad Häring verbindet die Geschichte eines Tiroler Bäderkurorts mit Zeugnissen des Braunkohlebergbaus und Wegen durch Wiesen und Wälder. Über dem Inntal gelegen, bietet der Ort verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: von der Pfarrkirche und dem Bergbau-Themenweg bis zu einem Pfad zum Wasserfall.

Lage und Anreise

Bad Häring liegt auf einem Sonnenplateau über dem Inntal, umgeben von Wiesen und Wäldern. Kufstein und Wörgl sind von hier aus in 10 bis 15 Minuten mit dem Bus oder dem Auto erreichbar; die tatsächliche Fahrzeit kann variieren. Die Regionalbuslinie 4026 hat ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Wörgl und bedient die Haltestelle „Bad Häring Dorf“. Wenn Sie mit dem Bus anreisen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag.

Die Lage verbindet den Blick ins Inntal mit einem eigenständigen Ortsbild. Bad Häring ist der erste Bäderkurort in Tirol. Zu seiner Kurgeschichte gehört eine Schwefelquelle, die 1951 bei einer Tiefbohrung in 300 Metern Tiefe angetroffen und 1953 als Heilquelle anerkannt wurde. Diese Stationen geben dem Kurort-Thema einen konkreten historischen Bezug, ohne dass sich der Aufenthalt auf dieses Thema beschränken muss.

Kurort, Kirche und Bergbaugeschichte

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1506 im spätgotischen Stil erbaut und 1732 sowie 1877 verlängert. Auch die Hildegardkapelle gehört zum Kurzentrum; sie ist das jüngste Gotteshaus in Bad Häring. Beide Gotteshäuser setzen unterschiedliche zeitliche Akzente: Die Pfarrkirche reicht weit in die Ortsgeschichte zurück, während die Hildegardkapelle als jüngster Sakralbau genannt wird.

Ein weiterer prägender Teil der Geschichte ist der Braunkohlebergbau. Der Abbau des Kohleflözes in Häring begann 1760, der erste Stollen wurde 1769 angeschlagen. Der einstige Bergbau war mit Abstand der wichtigste Braunkohlebergbau in Westösterreich. Seit 1965 heißt der Ort Bad Häring. Der Themenweg „Bergbau“ widmet sich der Geschichte des früheren unterirdischen Kohleabbaus und greift damit ein Thema auf, das die Entwicklung des Ortes über lange Zeit bestimmte.

Das Bergbaumuseum Bad Häring ist derzeit wegen eines Umbaus nicht zugänglich. Für die Beschäftigung mit der Bergbaugeschichte ist der Themenweg eine weitere Möglichkeit, sich mit dem historischen Thema auseinanderzusetzen. Der Hinweis auf den Umbau ist für die Planung wichtig, wenn Sie einen Museumsbesuch vorgesehen hatten.

Wege und Naturerlebnisse

Der Themenweg „Erlebnis der Sinne“ umfasst sechs Stationen, an denen alle fünf Sinne angesprochen werden. Er setzt damit einen anderen Schwerpunkt als der Bergbauweg: Statt der Ortsgeschichte stehen Wahrnehmung und Sinneserfahrung im Mittelpunkt. Für einen Ausflug in die Landschaft bietet sich auch das Haslacher Moor an. Es ist vom Ortszentrum oder vom Kurpark aus über den Gesundheitsweg nach etwa zwei Kilometern erreichbar. Die Entfernung ist ungefähr angegeben; die Bedingungen auf den Wegen können saisonal variieren.

Der leichte Rück Dich Gesund Pfad ist 0,9 Kilometer lang und führt von der Fleckstraße zum Wasserfall Bad Häring. Der Häringer Wasserfall ist etwa 20 Meter hoch und liegt unweit des Ortszentrums mitten im Wald. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen. Für eine Wanderung zum Wasserfall liegt der Startbereich nahe der Pfarrkirche und der Volksschule; dort steht ein öffentlicher Parkplatz zur Verfügung.

Eine saisonale Ergänzung ist der Krippenspaziergang Bad Häring, ein traditioneller Adventsweg. Der leichte Rundweg ist 2,5 Kilometer lang und beginnt und endet an der Kirche St. Johannes der Täufer. So unterscheiden sich die beschriebenen Wege nicht nur durch ihre Themen, sondern auch durch ihre Streckenlänge und ihren zeitlichen Bezug: Der Krippenspaziergang gehört in die Adventszeit, während die anderen Wege eigene Landschafts- oder Geschichtsthemen aufgreifen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kufstein.

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