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In Piller stehen zwei Arten des Entdeckens im Vordergrund: das Hochmoor mit Lehrpfad und Moorturm sowie die sakralen und archäologischen Themen rund um Kirche, Kapellen und das Alpine Heiligtum. Das gibt Ihnen bei der Reiseplanung unterschiedliche Schwerpunkte: Naturbildung, religiöse Kunst und Geschichte lassen sich einzeln oder als verschiedene Blickwinkel auf den Ort berücksichtigen.

Das Piller Moor: Lehrpfad und Aussicht

Das Pillermoor ist ein Latschen-Hochmoor; 1970 wurde es zum Naturdenkmal erklärt. Der Moor-Lehrpfad ist ein drei Kilometer langer Rundweg mit sieben Stationen. Sie behandeln die Entstehung der Moore, die Moorvegetation und den Torfabbau. So verbindet der Weg Naturthemen mit der Geschichte der Nutzung. Der 11 m hohe Moorturm bietet einen Ausblick über das Hochmoor. Der Lehrpfad bündelt Wissen zu Moor und Nutzung, während der Turm den Blick über das Hochmoor eröffnet. Eine Kartierung der Piller Moore wies 1999 insgesamt 150 Blütenpflanzen und Moose nach. Dieser zeitlich verortete botanische Befund ergänzt die Themen des Lehrpfads um eine konkrete Bestandsaufnahme. Schautafeln ergänzen den Lehrpfad.

Kirche, Kapellen und religiöse Kunst

Die Kaplaneikirche Maria Schnee steht mitten in Piller. Bei den Kapellen treten unterschiedliche Epochen und Gestaltungsdetails hervor. Die Fuchsmooskapelle (Maria Hilf) wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zu Ehren der Mutter Gottes von der immerwährenden Hilfe erbaut. Die Taschekapelle (Maria Hilf) stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde Ende des 19. Jahrhunderts historisch umgestaltet. Entstehungszeit und späterer Umbau sind zwei getrennte Etappen. Bei der Wenns-Piller-Wallfahrt führt eine Prozession zur Kirche Maria Schnee; anschließend findet eine heilige Messe statt. Für eine Reiseplanung rund um die Wallfahrt prüfen Sie die Abläufe für Ihren Besuch vorab.

Die Moosangerkapelle ist ein rechteckiger Bau mit zwei Jochen aus dem 19. Jahrhundert. Sie birgt eine Nachbildung der Lourdesgrotte mit Madonna und Bernadette aus dem frühen 20. Jahrhundert. In der Friedhofkapelle befindet sich ein Pestkreuz aus dem späten 17. Jahrhundert. Bauform, Grotte und Pestkreuz setzen verschiedene Maßstäbe: vom Aufbau eines Sakralbaus über eine gestaltete Andachtsdarstellung bis zum einzelnen religiösen Kunstwerk.

Alpines Heiligtum und archäologische Funde

Das Freilichtmuseum des Alpinen Heiligtums auf der Pillerhöhe gehört zum Museum Fließ. Das Alpine Heiligtum am Piller Sattel liegt in unmittelbarer Nähe zum Naturparkhaus. Wertvolle Opfergaben vom Brandopferplatz wurden 1991 entdeckt und befinden sich heute im Archäologischen Museum in Fließ. Kirche und Kapellen erzählen sich über Bauformen und Ausstattung; die archäologische Perspektive ergänzt diese mit Fundgeschichte und dem heutigen Aufbewahrungsort.

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