Schloss Landeck liegt auf einem hochragenden Felsen über dem Inn und direkt an der historischen Römerstraße Via Claudia Augusta. Wahrscheinlich wurde es in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von den Grafen von Ulten erbaut. Heute ist das Schloss Wahrzeichen von Landeck sowie Veranstaltungs- und Kulturzentrum. Seine Lage und Geschichte geben einen markanten Auftakt für Entdeckungen in der Region.
Schloss Landeck und seine Ausstellungen
Die Dauerausstellung vermittelt Geschichte in fünfzehn thematischen Räumen anhand von Originalobjekten und Originaldokumenten. Daneben zeigt die Galerie im Schloss Ausstellungen zeitgenössischer Künstler aus dem regionalen und internationalen Umfeld sowie Präsentationen zu aktuellen und historischen Themen. Einzelne Ausstellungen variieren; so stehen eine dauerhafte Geschichtspräsentation und wechselnde künstlerische Perspektiven nebeneinander.
Das Museum Schloss Landeck bietet spezielle Schwabenkinderführungen für Gruppen ab zehn Personen nach vorheriger Anmeldung zur Terminabsprache an. Für eine weitere Führungserfahrung sind in Altfinstermünz Besuche während der Öffnungszeiten nach vorheriger Anmeldung für Gruppen ab acht Personen möglich. Sie beginnen im Besucherzentrum.
Burgenweg und Römerstraße
Der Tiroler Burgenweg führt von einem einzelnen Bauwerk zu mehreren Kulturstätten: Der 65 Kilometer lange Wanderweg kann in fünf Tagesetappen erwandert werden. Direkt am Weg liegen Schloss Landeck, Schloss Biedenegg, Schloss Wiesberg, die Burgruine Schrofenstein und die Ruine Kronburg. Länge und Etappenzahl geben Ihnen konkrete Größen für die Planung, ohne einen festen Ablauf vorzugeben. An den Points of Interest bietet die Burgenweg-App Audio-, Video- und Textinformationen und dient zugleich als Navigationssystem.
Auch die Via Claudia Augusta lässt sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Im Raum Landeck verlief die Römerstraße zwischen der Innsbrücke bei Starkenbach und Landeck weitgehend am Hang und führte anschließend über die „Platte“ nach Fließ. Dort sind Wagenspuren aus verschiedenen Epochen im Fels sichtbar. Eine Etappe des Innradwegs von Martina in der Schweiz nach Landeck verläuft vollständig auf der historischen Via Claudia Augusta. Das Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta zeigt eine Kopie der Tabula Peutingeriana sowie römische Fundstücke, die entlang der Via Claudia Augusta entdeckt wurden.
Archäologische Spuren
Am Brandopferplatz auf der Pillerhöhe begannen Brandopfer in der mittleren Bronzezeit, etwa zwischen 1600 und 1200 v. Chr.; sie dauerten mehr als 1.000 Jahre an. Das Depot vom Moosbruckschrofen umfasst 350 Bronzeobjekte aus der mittleren Bronzezeit. Zusammen eröffnen diese Befunde zwei verschiedene Zugänge zu einer Epoche: über die lange Dauer eines Rituals und über die Zahl der überlieferten Gegenstände.
Weitere Einblicke in die Bau- und Kunstgeschichte bietet die Burg Berneck. Ihre Burgkapelle ist dem Heiligen Bartholomäus geweiht und enthält bedeutende spätgotische Fresken, darunter ein Altarfresko mit dem Heiligen Johannes. Entlang der Südseite führt eine Galerie über eine 130 Meter hohe Felswand und bietet einen Blick in die Tiefe.
Naturwege im Kaunergrat
Der Naturpark Kaunergrat umfasst 590 Quadratkilometer Natur- und Kulturlandschaften. Er erstreckt sich vom Oberen Inntal bis in die Ötztaler Alpen und umfasst das Pitztal, das Kaunertal sowie die Gemeinde Fließ. Themenwege und geführte Wanderungen eröffnen verschiedene Zugänge zu diesem größeren Naturraum.
Der Moor-Lehrpfad Piller Moor ist eine leichte, barrierefreie Rundwanderung von etwa drei Kilometern mit sieben Informationsstationen und einem elf Meter hohen Moorturm. Da sich Routendetails ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Weginformation. Bei den geführten Nature-Watch-Ausflügen im Naturpark Kaunergrat können Sie Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere beobachten. Ein anderer Schwerpunkt erwartet Sie am Gletscherlehrpfad: Er führt von einer Moräne aus der Zeit um 1850 bis zum Gletschertor des Gepatschferners und vermittelt Wissen über Gletscherspuren sowie die Tier- und Pflanzenwelt.
Anreise zum Skigebiet Venet
Für das Skigebiet Venet ist der nächstgelegene Bahnhof Landeck-Zams. Von dort sind es 15 Gehminuten zur Talstation; alternativ verkehren die Buslinien 1, 240 und 250. Da sich Angaben zum öffentlichen Verkehr ändern können, lohnt sich vor der Fahrt ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Flirsch, Pettneu Am Arlberg, Fendels, Fliess, Landeck, Nauders, Pfunds, Prutz, Ried Im Oberinntal, Serfaus, Zams, Ischgl, Galtür, Grins, Kaunerberg, Kaunertal, Pians, See, Spiss, Strengen, Tobadill, Fiss, Ladis, Tösens, Kauns, Kappl, Sankt Anton Am Arlberg, Sankt Christoph Am Arlberg, Langesthei, Piller, Feichten Im Kaunertal, Vergötschen, Sankt Jakob Am Arlberg, Kappl-Bach, Faggen und Schönwies.
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