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In Lavant stehen archäologische Spuren und Kirchenbau im Mittelpunkt der Ortsgeschichte. Ein markanter Bezugspunkt ist der Lavanter Kirchbichl: Er erreicht 810 Meter Höhe, ist an drei Seiten von tiefen Schluchten umgeben und nur von Nordosten zugänglich. Auf dem Kirchbichl lassen sich verschiedene Zeitschichten betrachten – von römischen Wohnhäusern über frühchristliche Überreste bis zu Kirchen und Museumsstücken aus späteren Epochen.

Römische und frühchristliche Spuren

Unter einem Schutzdach sind auf dem Lavanter Kirchbichl zwei große römische Wohnhäuser erhalten. Zur archäologischen Geschichte des Hügels gehört auch die Toranlage, die frühestens im Zeitraum vom 4. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurde. Die Wohnhäuser und die Toranlage geben unterschiedliche Einblicke in die Nutzung des Kirchbichls; ihre Datierungen sollten dabei nicht zu einer einzigen Epoche zusammengezogen werden.

Auch die frühchristliche Geschichte ist an mehreren Punkten greifbar. Archäologische Untersuchungen unter der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Ulrich ergaben eine frühchristliche Vorgängerkirche, die ins 5. Jahrhundert datiert werden kann. Westlich der Pfarr- und Wallfahrtskirche liegen außerdem die Überreste einer frühchristlichen Bischofskirche. Wer Lavants Geschichte zeitlich einordnet, findet hier neben den römischen Zeugnissen einen eigenen frühchristlichen Schwerpunkt.

Kirchenbau und Museumsblicke

Die St.-Ulrich-Kirche erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild durch eine umfassende barocke Erneuerung um etwa 1770. An der Peter-und-Paul-Kirche fällt ein anderer architektonischer Aspekt ins Auge: Ihre Außenwände bestehen teilweise aus römischen Marmorsteinen. Damit begegnet römisches Material nicht nur bei den Wohnhäusern, sondern auch an einer Kirche.

Die Exponate des Lavanter Museums geben einen Querschnitt durch die Geschichte des Kirchbichls. Sie reichen von der Bronzezeit – darunter Keramik aus der Zeit um 1600 v. Chr. – bis zur Gotik. Zu den Beispielen aus dem 15. Jahrhundert zählen Fresken und Bauteile der Pfarrkirche St. Ulrich. Der Archäologische Schauraum Lavant liegt am Fuß des Kirchbichls im Unterbau der Aufbahrungshalle. So stehen für die Beschäftigung mit der Ortsgeschichte sowohl Zeugnisse am Kirchbichl als auch Museumsorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Blick.

Waldpfad, Langlauf und Radweg

Für eine Route zum Frauenbach-Wasserfall beginnt der Waldpfad Lavant im Ortsteil Wacht. Zunächst führt er über einen breiten Schotterweg, anschließend über einen schmaleren, leicht begehbaren Steig zum Wasserfall. Bei der Planung ist eine mögliche Einschränkung wichtig: Wegen Militärübungen kann der Zugang auf bestimmte Zeiten beschränkt sein. Informieren Sie sich vorab, ob der Weg zu Ihrem geplanten Zeitpunkt zugänglich ist.

Eine andere Bewegungsform bietet die fünf Kilometer lange Langlaufloipe „Lavant-Runde“. Sie verfügt auf ihrer gesamten Länge über eine Kunstschneeauflage und eine Beleuchtungsanlage. Waldpfad und Loipe unterscheiden sich damit nicht nur im Ziel, sondern auch in der Planung: Beim Waldpfad ist die mögliche zeitliche Zugangsbeschränkung zu beachten; die Loipe ist eine Langlaufstrecke mit durchgehender Beleuchtung. In der näheren Umgebung von Lavant führt außerdem der Drauradweg entlang der Ufer der Drau in Richtung Kärnten.

Weitere Reiseziele entdecken: Bichl, Assling, Iselsberg-Stronach, Erlsbach, Gaimberg, Bruggen, Thurn, Arnbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lienz.

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