Das Siedlungsgebiet von Schlaiten liegt nahezu vollständig auf einer Terrasse südwestlich der Isel, etwa 150 Meter über der Talsohle des Iseltals. Damit beginnt die Orientierung am Ort mit einer klaren Landschaftslage. Zugleich stehen mehrere unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt nebeneinander: ein benannter Panoramaweg, die Geschichte der Pfarrkirche, ein markanter Berg und ein Weg in der Nähe der Isel. Welche davon Sie in den Mittelpunkt stellen, macht den Charakter Ihrer Planung aus.
Panoramaweg zwischen Wasserfall und Kulturorten
Der Schlaitner Panorama- und Erlebnisweg führt vom Dorfplatz zum Daberer Wasserfall. An der Hofstelle vlg. Gridling führt er vorbei; sie gilt als altes Knappenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Außerdem führt der Weg zur Waldkapelle „Zum guten Hirten“. So stehen auf der Route ein landschaftliches Ziel, eine Hofstelle mit historischer Einordnung und ein religiöser Ort nebeneinander.
Wer den Weg nach seinen Themen auswählt, kann die unterschiedlichen Schwerpunkte abwägen: den Wasserfall als benanntes Ziel, Gridling mit seiner Beschreibung als Knappenhaus oder die Waldkapelle. Diese Kombination unterscheidet den Panorama- und Erlebnisweg von einer einzelnen Sehenswürdigkeit und gibt der Planung mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.
Wallfahrtsgeschichte und Kirchenkunst
Die Pfarrkirche Schlaiten wurde nach ihrer Vergrößerung 1658 dem heiligen Paulus geweiht. Danach war Schlaiten ein viel besuchter Wallfahrtsort, besonders für Menschen aus Oberkärnten. Der barocke Hochaltar stammt aus dem Jahr 1735 und wurde von Johann Paterer erbaut. Damit lassen sich die Weihe- und Wallfahrtsgeschichte des 17. Jahrhunderts und das später entstandene Altarwerk zeitlich unterscheiden.
An der Westseite der Pfarrkirche befindet sich am Abschluss des Friedhofs der Arkadengang „Nothelfergang“. Er umfasst 15 Nischen sowie Statuen des heiligen Paulus und der 14 Nothelfer. Der Hochaltar und der Gang setzen unterschiedliche Akzente an derselben Kirche: hier ein barockes Werk, dort eine Reihe von Nischen und Heiligenfiguren.
Eine weitere zeitliche und stilistische Gegenüberstellung bietet die Kapelle hl. Chrysanth und Daria. Ihr Hochaltar ist neuromanisch und stammt aus dem Jahr 1888. Gegenüber dem barocken Altar der Pfarrkirche ist dies ein späteres Werk in einem anderen Stil. Wer sich für Sakralbauten interessiert, kann so zwei konkrete Altarbeispiele anhand ihrer Datierung und Stilrichtung unterscheiden.
Landschaft zwischen Bockstein und Isel
Der Bockstein ist mit 2.805 Metern der höchste Punkt des Gemeindegebiets von Schlaiten und gilt als beliebter Aussichtsberg. Einen anderen Landschaftsbezug setzt der Iseltrail: Zwischen Schlaiten und St. Johann im Walde verläuft er in unmittelbarer Nähe zur Isel, meist auf dem Begleitdamm. Die Angaben stehen für unterschiedliche Interessen: beim Bockstein der hohe, als Aussichtspunkt charakterisierte Berg, beim Iseltrail der Weg nahe dem Fluss. Diese Unterscheidung hilft, die Reiseplanung an dem Landschaftsthema auszurichten, das Sie besonders interessiert.
Dorfplatz und Veranstaltungen
Am Dorfplatz finden im Jahresverlauf Feste, Feiern und Veranstaltungen statt; dazu gehört das Schlipfkrapfenfest. Der Dorfplatz ist zugleich der Startpunkt des Panorama- und Erlebniswegs. Derselbe Ort hat damit zwei verschiedene Rollen: Er ist Bezugspunkt für den Weg und Schauplatz örtlicher Veranstaltungen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt gezielt nach dem Schlipfkrapfenfest planen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.
Weitere Reiseziele entdecken: St. Veit In Defereggen, Iselsberg-Stronach, St. Johann Im Walde, Assling, Tristach, Ainet, Sillian, Nikolsdorf.
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