Zwischen dem türkisfarbenen Lech und den sanften Berghängen des Hahnenkamms entfaltet Höfen einen klaren Wechsel zwischen Tal und Berg. Der Ort erstreckt sich bis zum 1.938 Meter hohen Gipfel des Hahnenkamms. Der Lechradweg verläuft direkt durch Höfen; die moderne Hahnenkammbahn, eine 8er-Umlaufgondelbahn, fährt auf den Hahnenkamm bei Reutte auf 1.700 Meter Seehöhe und bringt Besucher in die Bergwelt. Damit stehen der Radweg durch den Ort und das Berggebiet als unterschiedliche Bezugspunkte nebeneinander. Wenn Sie Höfen als Übernachtungsort in Betracht ziehen, können Sie zuerst überlegen, ob Radfahren, Bergaktivitäten oder Kultur Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Höhenwege, Alpengarten und Bergsee
Das weitläufige Wandergebiet bei Höfen bietet gut ausgebaute Höhenwege. Am Hahnenkamm lässt sich im barrierefreien Alpengarten alpine Flora unmittelbar erleben; der Bergsee bietet Panoramablick. Diese Angebote setzen verschiedene Akzente: Höhenwege stehen für Bewegung, der Garten für alpine Flora und der Bergsee für die Aussicht. Wer einen Tag am Berg plant, kann entscheiden, ob eine Wanderung, die Pflanzenwelt oder der Panoramablick das Hauptinteresse bildet. So zeigen sich verschiedene Seiten des Hahnenkamms, vom Wandern bis zum Naturerlebnis im Garten.
Winter und saisonale Veranstaltungen
Im Winter rückt das mit Höfen verbundene Wintersportgebiet mit 16 Kilometern bestens präparierter Pisten in den Mittelpunkt. Das ist ein anderer Saison-Schwerpunkt als die Höhenwege und die alpine Flora am Hahnenkamm. Auch Veranstaltungen folgen eigenen Jahreszeiten: Im Sommer finden in der Hahnenkammhalle wöchentlich Tiroler Abende statt, während die Schafschied zu den traditionellen Herbstveranstaltungen in Höfen gehört. Sommerabende und Herbsttradition bieten damit eine zeitliche Orientierung neben den Wintersportmöglichkeiten. Wenn ein Veranstaltungstermin für Ihre Reise entscheidend ist, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungstage.
Kapellen, Kunst und Museum
Auch die Kulturgeschichte lässt sich anhand konkreter Jahreszahlen einordnen. Das gemauerte Maria-Hilf-Kirchlein wurde 1692 erbaut; sein Deckengemälde schuf 1801 der Kirchenmaler Josef Anton Köpfle. Zwischen Bau und Gemälde liegen 109 Jahre. Die Marienkapelle auf der Platten wurde 1876 erbaut, 75 Jahre nach dem Deckengemälde. So stehen Baugeschichte und künstlerische Ausgestaltung in einer zeitlichen Folge. Ein anderes Kulturangebot ist das Museum „Hangar SW“ in Höfen: Es zeigt wechselnde Ausstellungen und veranstaltet Events. Die Kapellen verankern Kultur in Bau- und Kunstgeschichte, während Hangar SW mit seinem wechselnden Programm einen anderen Akzent setzt.
Für die Auswahl des Reisezeitraums zählen damit unterschiedliche Interessen: Im Winter prägen die Pisten den sportlichen Schwerpunkt, im Sommer gibt es wöchentliche Tiroler Abende, und die Schafschied gehört zum traditionellen Herbstgeschehen. Wanderwege, Alpengarten und Bergsee bieten weitere Bergthemen. Wer Kultur und Natur verbinden möchte, kann sich außerdem zwischen den historischen Sakralbauten und den wechselnden Ausstellungen im Museum orientieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Stockach/Bach, Breitenwang, Holzgau, Untergiblen, Reutte, Zöblen, Pflach, Vils
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reutte.