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In Stans treffen frühe Siedlungsspuren, Kirchenbauten aus verschiedenen Jahrhunderten und die wassergeprägte Wolfsklamm aufeinander. Die Datierungen reichen von prähistorischen Siedlungsphasen bis ins späte 19. Jahrhundert. Dazu kommt ein Adventbrauch, der nicht jedes Jahr stattfindet, sondern einem Zehnjahresrhythmus folgt.

Siedlungsgeschichte und Kirchenbau

Die ältesten dauerhaften archäologischen Spuren einer Besiedlung im Bereich von Stans reichen bis in das erste Jahrtausend vor Christus zurück. Auf dem bewaldeten Hügel oberhalb von Stans, der Burg genannt wird, befand sich eine prähistorische Siedlung aus verschiedenen Perioden. Damit gehören die Siedlungsspuren zu einer deutlich früheren Zeitebene als die urkundlich erwähnten Kirchen.

Die alte, den Heiligen Laurentius und Ulrich geweihte Kirche wird erstmals 1337 urkundlich erwähnt; ihr heutiger gotischer Bau stammt aus der Zeit um 1510. Die Herz-Jesu-Kirche entstand dagegen zwischen 1884 und 1896 im neugotischen Stil. Die Datierungen unterscheiden also die erste schriftliche Erwähnung der alten Kirche von der Entstehungszeit ihres heutigen Baus und stellen ihr einen neugotischen Bau des späten 19. Jahrhunderts gegenüber.

Maria Tax und ein besonderer Adventbrauch

Oberhalb von Stans steht die kleine Wallfahrtskirche Maria Tax. Sie wurde 1667 erbaut und besitzt Fresken des Malers Christoph Anton Mayr. Als Wallfahrtskirche ergänzt Maria Tax die sakralen Bauten um einen ausdrücklich benannten Pilgerbezug.

Auch das Anklöpfeln gehört zur kulturellen Eigenart von Stans: Eine besondere Form dieses Brauchs hat sich für die Adventzeit erhalten und wird nur alle zehn Jahre durchgeführt. Für die Reiseplanung ist dieser Rhythmus wichtig, denn der Adventbezug bedeutet nicht, dass das Anklöpfeln jährlich stattfindet.

Wasser, Fels und Naturraum in der Wolfsklamm

Die Wolfsklamm weist tosende Wasserfälle und smaragdgrüne Tümpel auf. Über Jahrmillionen schnitten sich die Wasser des Stallenbachs, des Gamsbachs und des Georgenbergerbachs in das Kalkgestein des Karwendels ein und formten die Klamm. So lässt sich ihre Entstehung mit drei benannten Wasserläufen und dem Kalkgestein des Karwendels verbinden. Die Wolfsklamm ist außerdem ein Biotop mit eigenem Mikroklima und Lebensraum einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt.

Auch die Geschichte menschlicher Nutzung ist an der Klamm verankert: Am Beginn befindet sich ein alter Bergwerksstollen, der zwischen 1400 und 1440 von Hand angelegt wurde. Der erste Steig in die Wolfsklamm wurde 1901 angelegt. Stollen und Steig markieren dabei andere Zeitabschnitte als die geologische Entstehung über Jahrmillionen.

Wegverlauf und Zeitplanung

Rund 350 Stufen, Holzstege und in den Fels geschlagene Galerien prägen die Wolfsklamm. Der Fußweg führt hinauf zum Wallfahrtskloster St. Georgenberg. Der Fußweg von Stans nach St. Georgenberg dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Für den Wegabschnitt durch enge Schluchten, vorbei an Wasserfällen und Stromschnellen, sind etwa 45 Minuten angegeben. Die Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Umfänge; die tatsächliche Gehzeit kann je nach Bedingungen abweichen.

Eine Wanderung talwärts durch die Wolfsklamm ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Planen Sie den Weg daher nicht als Abstieg durch die Klamm und prüfen Sie vor der Wanderung die Bedingungen. So bleiben die ungefähre Dauer, der Aufstieg zum Wallfahrtskloster und die geltende Einschränkung bei der Planung klar voneinander getrennt.

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