Der alpgeschichtliche Lehrweg, das Werkraumhaus und die Bezegg-Sul setzen in Andelsbuch unterschiedliche Akzente: Hier prägen Alpgebiet, Hochmoor und Alpenflora den Lehrweg, während das Werkraumhaus für regionale Handwerkskunst steht und die Bezegg-Sul an die „Wälder Republik“ erinnert. Ein Radweg führt durch ganz Andelsbuch, und mit den Doppelsesselliften erreichen Sie in zwei Sektionen die Niedere. Bei der Reiseplanung können Sie zwischen Naturwegen, Baukultur und einer Höhenfahrt einen Schwerpunkt setzen.
Alpgeschichte, Wege und Wasser
Der alpgeschichtliche Lehrweg ist ein Rundweg mit mehreren Routen zur Auswahl; Abkürzungsmöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden. Er führt Familien durch das Alpgebiet, über ein Hochmoor und über einen Höhenkamm. Informative Schautafeln bringen Familien die Alpenflora näher. So kommen auf dem Weg eine alpgeschichtliche Perspektive und die Pflanzenwelt des Alpgebiets zusammen.
Auch die Wasserlandschaft hat unterschiedliche Bezüge. Der Brühlbach, auch Andelsbucher Dorfbach genannt, hat sich zwischen Andelsbuch und Egg tief in das Schiefergestein eingegraben und dadurch die Wasserfälle geschaffen. Die Wanderung „Andelsbuch | Wege zum Wasser – Kraftwerk Andelsbuch mit Stauseen“ führt an zwei Stauseen vorbei. Der Unterschied ist konkret: Beim Brühlbach erklärt der Einschnitt ins Schiefergestein die Entstehung der Wasserfälle, während die Wanderung an den Stauseen vorbeiführt.
Handwerk, Bauwerke und Geschichte
Seit 2013 befindet sich der Werkraum Bregenzerwald in einem neuen Gebäude, dem Werkraumhaus. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor entwarf es, Werkraum-Mitglieder bauten es. Das Haus symbolisiert die regionale Handwerkskunst und dient als Ausstellungs- und Versammlungsort. Ein Besuch des Werkraum Bregenzerwaldes in Andelsbuch ist barrierefrei möglich.
Die Bezegg-Sul steht vor der Passhöhe der Bezegg auf rund 800 Metern Höhe. Sie ist eine neugotische, denkmalgeschützte Säule; als Bezeggsul erinnert sie an die historische „Wälder Republik“. Die Kirche in Andelsbuch gilt im Zusammenhang mit den Jahren 1086 bis 1092 als älteste Pfarrei und damit als Mutterkirche des Innerbregenzerwaldes.
Auf dem Rundgang „Umgang Andelsbuch“ gelangen Sie zu dem sehenswerten Haus „Hof Nr. 626“. Das Kraftwerk Andelsbuch ist ein Jugendstilgebäude. Damit zeigen sich unterschiedliche bauliche und historische Themen: vom einzelnen Haus auf einem Rundgang bis zum architektonischen Charakter des Kraftwerks und zur Geschichte der Kirche.
Unterwegs im Tal und zur Niedere
Der Radweg führt durch ganz Andelsbuch und weiter taleinwärts bis nach Schoppernau oder talauswärts bis nach Doren. Die Richtung ist damit klar benannt: Sie können sich am Verlauf durchs Tal orientieren und zwischen den beiden Fortsetzungen wählen.
Mit den Doppelsesselliften Tal–Gerach und Gerach–Niedere erreichen Sie in zwei Sektionen die 1.540 Meter hohe Niedere, den Hausberg von Andelsbuch. Der Liftbetrieb ist saisonal; prüfen Sie vor dem Besuch den Betrieb und den Zugang.
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