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Schoppernau lässt sich über verschiedene Zugänge zu Kultur und Landschaft entdecken: Die Pfarrkirche verbindet zwei klar datierte Stationen ihrer Geschichte, Franz Michael Felder begegnet Ihnen im Museum und auf einem nach ihm benannten Weg. Für Naturthemen gibt es eine interaktive Ausstellung an der Bergstation des Diedamskopf und einen leichten Wanderweg ab einer Seilbahn-Mittelstation. So können Sie Kultur und Natur danach auswählen, ob Sie sich eher mit historischen Details, Ausstellungsmedien, Zitaten oder einem konkreten Wegverlauf beschäftigen möchten.

Pfarrkirche und Franz Michael Felder

Die Pfarrkirche von Schoppernau wurde 1710 erbaut. Ihren reichen Stuck an der Umrahmung von Gemälden und Fenstern erhielt sie 1796; er schmückt die Kirche noch heute. Zwischen Baujahr und Stuckarbeit liegen damit 86 Jahre. Diese zeitliche Folge bietet zwei konkrete Anknüpfungspunkte für die Beschäftigung mit der Kirche: das Baujahr und eine deutlich spätere Gestaltungsergänzung. So lassen sich Kirchenbau und Stuckarbeit als unterschiedliche Stationen betrachten. Der Stuck ist dabei genau verortet: Er rahmt Gemälde und Fenster.

Das Franz Michael Felder Museum setzt einen anderen Schwerpunkt. Es zeigt Reproduktionen von Manuskripten, Fotografien und anderen wichtigen Originaldokumenten mit einführenden und erläuternden Texten auf einer 25 Meter langen und drei Meter hohen Stoffbahn. Text, Bild und Erklärung finden hier auf einer zusammenhängenden Fläche Platz. Hinzu kommen eine Videoprojektion und Hörstationen. Zu hören sind historische Felder-Lesungen, vertonte Felder-Gedichte und Felder-Features. Wer sich gern auf unterschiedliche Vermittlungsformen einlässt, findet hier gedruckte Erläuterungen, Reproduktionen und Audioangebote nebeneinander.

Franz Michael Felder ist auch der Bezugspunkt eines Weges: Der Franz-Michael-Felder-Weg führt von Hinterhopfreben nach Schoppernau. Entlang der Strecke weisen Tafeln mit Zitaten aus seinem Werk auf wichtige Aspekte seines Lebens hin. Während im Museum Reproduktionen und Hörformate im Mittelpunkt stehen, erschließen die Tafeln den Schriftsteller über sein Werk entlang des Weges. Der Unterschied liegt damit nicht nur im Ort, sondern auch in der Form der Beschäftigung: Ausstellung und Hörstationen auf der einen, Zitate an Wegtafeln auf der anderen Seite.

Naturthemen am Diedamskopf und auf dem Wanderweg

Die interaktive Ausstellung „Bergwelt zum Sehen und Staunen“ befindet sich an der Bergstation des Diedamskopf. Sie behandelt die abenteuerliche Welt der Tiere, die Geschichten der Urgesteine und die Wunder der Natur. Ihr Besuch ist an den Betrieb der Seilbahn gebunden. Wenn Sie diese Ausstellung einplanen, berücksichtigen Sie daher den Seilbahnbetrieb.

Eine andere Möglichkeit, den Schwerpunkt auf die Landschaft zu legen, bietet der leichte Wanderweg von der Seilbahn-Mittelstation zur Breitenalpe. Er führt an einem kleinen Moorsee vorbei zur Falzalpe. Hier sind der Wegverlauf und die genannten Punkte die Orientierung; bei der Ausstellung stehen dagegen die Themen Tiere, Urgesteine und Natur im Mittelpunkt. Damit unterscheiden sich die beiden Naturangebote sowohl nach ihrer Form als auch danach, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet ist.

Für die Kulturthemen können Sie zwischen einer Präsentation mit Dokumentreproduktionen und Hörstationen sowie dem Felder-Weg mit seinen Zitaten wählen. Bei den Naturthemen stehen eine an den Seilbahnbetrieb gebundene Ausstellung und ein als leicht beschriebener Wanderweg zur Auswahl. Diese Gegenüberstellung hilft, den eigenen Schwerpunkt für einen Aufenthalt in Schoppernau zu setzen: historische Gestaltung, Felder, Naturthemen an der Bergstation oder ein Weg mit Moorsee und Almen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bregenz.

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