Romblon lässt sich über mehrere starke Motive entdecken: die Wälder und Gipfel Sibuyans, eine von natürlichem Licht erhellte Meereshöhle auf Carabao Island und Marmor als kulturelles Kennzeichen der Provinz. Dazu kommen geschützte Küstengewässer in Calatrava und ein Wasserfall, der als höchster der Gemeinde gilt. Landschaft und Handwerk setzen hier unterschiedliche Akzente.
Mount Guiting-Guiting: Höhe und Bergnatur
Der Mount Guiting-Guiting Natural Park ist ein Schutzgebiet in den Gemeinden Cajidiocan, Magdiwang und San Fernando auf Sibuyan in der Provinz Romblon. Mount Guiting-Guiting ist mit 2.058 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Sibuyans. Dichte Wälder und zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten kennzeichnen den Berg. Die Höhenangabe ordnet den Gipfel ein; Wälder und endemische Arten lenken den Blick auf den Naturraum.
Mount Guiting-Guiting gehört außerdem zu den am schwierigsten zu besteigenden Bergen der Philippinen. Diese Einordnung ergänzt die Höhenzahl um einen anderen Maßstab: Sie beschreibt den Klettercharakter, nicht die Höhe. Wer sich für Berglandschaften interessiert, findet hier somit mehr als einen markanten Gipfel – auch die besonderen Pflanzen- und Tierarten gehören zu den prägenden Motiven Sibuyans.
Meereshöhle und Küstengewässer
Auf Carabao Island ist Cathedral Cave eine natürliche Meereshöhle. Markante Felsformationen und kristallklares Wasser prägen den Ort; natürliches Licht erhellt eine Kammer, deren Form an eine Kathedrale erinnert. Damit verbindet sich in der Höhle eine besondere Raumform mit dem Blick auf die Küstenlandschaft.
Nahe der Cathedral Cave bietet ein Gebiet Klippenspringen an Kalksteinklippen mit Blick auf das türkisfarbene Inselwasser. Höhle und Klippen stehen für unterschiedliche Perspektiven auf die Küste: In der Höhle richtet sich der Blick auf die Felsformationen und die lichtdurchflutete Kammer, beim Klippenspringen auf die Klippen und das Wasser vor ihnen.
In Calatrava ermöglichen Meeresschutzgebiete Schnorcheln und Tauchen in geschützten Küstengewässern. Die Aktivitäten sind mit Tauchgruppen verbunden, die von der Gemeindeverwaltung zugelassen sind. Dieser Schwerpunkt unterscheidet sich von den Höhlen- und Klippenmotiven auf Carabao: Hier prägen die geschützten Gewässer und die zugelassenen Gruppen den Rahmen für das Erleben der Küste.
Marmor und handgefertigte Arbeiten
Romblon ist als „Marble Capital of the Philippines“ bekannt. Wie sich das Marmorthema in handwerklichen Arbeiten zeigt, veranschaulichte das Marble Festival 2023 in der Gemeinde Romblon: Dort wurden handgefertigte Arbeiten aus Marmor präsentiert, darunter Miniaturen von Tieren und Menschen, Tische und Schmuck. Das Festival diente als Plattform zur Förderung lokaler Künstler und Marmorschnitzer aus Romblon.
Die gezeigten Arbeiten reichten von kleinen Miniaturen bis zu Tischen und Schmuck. Dieser Unterschied im Maßstab macht den Werkstoff auf verschiedene Weise sichtbar – als Material für filigrane Figuren ebenso wie für größere Gegenstände. Das Festival verband die bekannte Marmorkennung Romblons mit konkreten Arbeiten und den Künstlern und Schnitzern, die sie schufen.
Weitere Naturmotive in Calatrava
Tago Falls liegt in Barangay Pagsangahan in Calatrava und ist der höchste Wasserfall der Gemeinde. Zusammen mit Calatravas Meeresschutzgebieten ergibt sich ein klarer Gegensatz: Hier der Wasserfall, dort geschützte Küstengewässer, die mit Schnorcheln und Tauchen verbunden sind. So können Sie Natur in Romblon anhand unterschiedlicher Motive einordnen – vom Bergwald und Gipfel auf Sibuyan über die Meereshöhle auf Carabao bis zu Wasserfall und Küste in Calatrava.
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