Reisterrassen als lebendige Kulturlandschaft
Die Reisterrassen der Philippinischen Kordilleren sind eine lebendige Kulturlandschaft, deren Ursprung bis zu zwei Jahrtausende in die vorkoloniale Zeit der Philippinen zurückreicht. Die eingeschriebenen Terrassencluster werden weiterhin traditionell bewirtschaftet und instand gehalten. Wer sich für die Geschichte eines Ortes interessiert, begegnet hier deshalb nicht nur einem historischen Landschaftsbild, sondern einer bis heute gepflegten Kulturlandschaft.
Am Batad-Terrassencluster zeigt sich eine besondere Form: Halbkreisförmige, amphitheaterartige Terrassen umgeben ein Dorf an ihrer Basis. Auch die Bewässerung gehört zu diesem kulturellen Erbe. Der Ifugao-Komplex nutzt ausgefeilte Systeme, die Wasser aus den Wäldern auf den Berggipfeln sammeln. Die Terrassenform und die Wasserversorgung erzählen so von unterschiedlichen Seiten der Landschaftsgestaltung.
Architektur und Stadtgeschichte
Die vier römisch-katholischen Barockkirchen der Philippinen wurden während der spanischen Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet. Ihre Architektur verbindet europäische Kirchenplanung und Bautechnik mit lokalen Materialien und dekorativen Motiven. Die Kirchen befinden sich in Manila, Santa Maria, Paoay und Miag-ao. Besonders an der Paoay Church fallen pyramidenförmige Bekrönungen an den Wandfassaden auf.
Vigan rückt statt einzelner Bauwerke ein ganzes historisches Stadtbild in den Blick. Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert gegründet und gilt als das am besten erhaltene Beispiel einer geplanten spanischen Kolonialstadt in Asien. Ihre Architektur verbindet kulturelle Elemente aus den Philippinen und China mit solchen aus Europa und Mexiko. Der traditionelle hispanische Schachbrettgrundriss öffnet sich zur Plaza Salcedo und zur Plaza Burgos; der historische Stadtkern umfasst 233 historische Gebäude entlang eines Rasters aus 25 Straßen.
Auch Fort Santiago ist mit einer konkreten Auszeichnung verbunden: Das National Museum of the Philippines erklärte es 2014 zum National Cultural Treasure. Einen anderen Zugang zu Geschichte bietet das iMake History Fortress LEGO Education Center. Dort sind LEGO-Modelle verlorener Sehenswürdigkeiten von Intramuros sowie Miniaturen weiterer sehenswerter Orte auf den Philippinen zu sehen.
Artenvielfalt und Riffe
Das Mount Hamiguitan Range Wildlife Sanctuary bietet bedrohten und endemischen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum, darunter dem Philippinenadler und dem Philippinenkakadu. Es beherbergt 1.380 Arten, von denen 341 auf den Philippinen endemisch sind. Das Mount Hamiguitan Range Wildlife Sanctuary ist zugleich der weltweit einzige bekannte Lebensraum der Kannenpflanze Nepenthes hamiguitanensis und des Schmetterlings Delias magsadana.
Der Tubbataha Reefs Natural Park liegt im Zentrum der Sulusee und umfasst die Tubbataha- und Jessie-Beazley-Riffe. Er liegt innerhalb des Korallendreiecks. Das Gebiet ist außerdem ein wichtiges Nist-, Rast- und Aufzuchtgebiet für junge Grüne Meeresschildkröten und Echte Karettschildkröten. Hier stehen damit Riffe und die Lebensräume zweier Meeresschildkrötenarten im Mittelpunkt.
Erlebnisse zwischen Fluss, Wald und Museum
Im Puerto-Princesa Subterranean River National Park können Besucher den unterirdischen Fluss mit einem Auslegerboot erleben und dabei Felsformationen sowie Wildtiere beobachten. Erkundigen Sie sich vor der Planung nach den aktuellen Möglichkeiten für die Bootsfahrt. Der Mt. Napulawan setzt einen anderen Schwerpunkt: Er ist für anspruchsvolle Wege und Ausblicke auf moosbewachsene Wälder, abwechslungsreiche Landschaften und ein Wolkenmeer bekannt.
Nach einer Wanderung durch die Reisterrassen können Besucher im Bogyah Hot Spring in warmem, flachem Wasser entspannen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Bedingungen vor Ort. Das Punnuk Festival im Hapao River in Hungduan stellt ein Tauziehen in den Mittelpunkt. In Kiangan, Ifugao, zeigt das Nagacadan Open-Air Museum traditionelle Ifugao-Häuser, Artefakte und kulturelle Darstellungen.
Der Magat-Maris Wetlands Eco-Tourism Park, auch Alfonso Lista Birdwatching Site genannt, ist ein Vogelbeobachtungsgebiet und ein wichtiger Rastplatz entlang des East Asian-Australasian Flyway. Zusammen mit den Wäldern, Riffen und Kulturlandschaften der Philippinen bildet er einen weiteren, klar unterscheidbaren Blick auf die Natur des Landes.
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