Seen, Wander- und Radrouten sowie die St.-Laurentius-Kirche geben Gutkowo mehrere konkrete Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Für Ihre Planung lassen sich die Gewässer und ihre jeweiligen Merkmale gut unterscheiden.
Ukiel- und Redykajny-See
Im Nordwesten Olsztyns liegt der Ukiel-See zwischen den Stadtteilen Dajtki, Gutkowo und Likusy. Mit 412 Hektar Fläche und 43 Metern Tiefe ist er der größte und tiefste See der Stadt. Der Redykajny-See liegt an der Grenze zwischen Gutkowo und Redykajny und ist Olsztyns nördlichstes Gewässer.
Am Redykajny-See gibt es mehrere naturbelassene, unbewachte Strände, die über Waldwege durch Kiefernwälder erreichbar sind. In der Nähe des Sees schützt das Naturschutzgebiet Redykajny Moore und ihre Vegetation. Während der Ukiel-See vor allem durch seine Fläche und Tiefe eingeordnet wird, gehören beim Redykajny-See die Lage an der Stadtteilgrenze und die beschriebenen Strandzugänge zum Bild. So können Sie Ihren Schwerpunkt danach wählen, welche dieser konkreten Merkmale Sie interessiert.
Auch die Geschichte Gutkowos ist mit Erholung am Wasser verbunden: In der Zwischenkriegszeit hatte der Ort teilweise eine Erholungsfunktion für Olsztyn; damals verkehrte hier ein Ausflugsschiff.
Wandern und Radfahren
Der schwarze Alojzy-Śliwa-Wanderweg ist laut Routenbeschreibung 18,5 Kilometer lang und Olsztyns längster Wanderweg. Länge und Rangfolge können sich ändern, wenn Routen überarbeitet werden. Der Weg ist nach Alojzy Śliwa (1885–1969) benannt, einem ermländischen Dichter, Prosaschriftsteller, Publizisten und gesellschaftlichen Aktivisten. Vom Gutkowo-Abschnitt führt die Route weiter in Richtung des ehemaligen Dorfes Łupstych am Ukiel-See. Anschließend verläuft sie auf einem Waldweg am Ufer entlang in Richtung des Stadtteils Dajtki.
Eine andere Möglichkeit auf zwei Rädern ist der 21,9 Kilometer lange Radweg Dywity–Barkweda–Dywity. Er ist eine Freizeit- und Besichtigungsroute und führt über Redykajny und Gutkowo. Die Radtour „Szlakiem olsztyńskich jezior“ verläuft auf einem Radweg am Ufer des Ukiel-Sees entlang und führt an der Zatoka Kopernika (Gutkowska) vorbei. Die Angaben beschreiben unterschiedliche Routen und Aktivitäten; eine Kilometerzahl sagt hier nichts über die jeweilige Fahr- oder Gehzeit aus.
Das Gestüt Ataman in Gutkowo bietet Reitunterricht an. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Bedingungen des Angebots. Auch vor einer Radtour oder dem Aufbruch auf den Wanderweg sollten Sie die aktuellen Wegverhältnisse prüfen.
St.-Laurentius-Kirche und Ortsgeschichte
Die spätgotische St.-Laurentius-Kirche ist aus rotem Backstein auf einem steinernen Sockel errichtet. Sie entstand zwischen 1375 und 1400 und zählt zu den ältesten Baudenkmälern Olsztyns; nur die St.-Jakobs-Kirche im Stadtzentrum ist älter. Der verzierte Turm aus Mauerwerk und Holz stammt aus dem Jahr 1778.
Auch die Ausstattung bietet viele konkrete Details: Altäre, Kanzel, Orgel, Beichtstuhl und Weihwasserbecken sind barock gestaltet. Hauptaltar und Seitenaltäre aus dem 18. Jahrhundert sind erhalten. 2007 begann man, mittelalterliche Wandmalereien unter dem Putz freizulegen.
Direkt neben der Kirche liegt ein Friedhof, auf dem unter anderem Alojzy Śliwa begraben ist. Sein Name verbindet diesen Ort mit dem gleichnamigen Wanderweg, dessen Verlauf durch Gutkowo hinaus in Richtung Łupstych und Dajtki weiterführt.
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