Zum Inhalt

In Złotów treffen verschiedene Spuren der Stadtgeschichte auf Wege am Wasser und im Grünen. Der Działyński-Palast, der markierte Grundriss der 1938 zerstörten Synagoge und die Promenade am Jezioro Miejskie setzen unterschiedliche Akzente. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie abwägen, ob Sie vor allem Baugeschichte, Erinnerungsorte, Sammlungen oder Aktivitäten im Freien suchen.

Baugeschichte im Stadtbild

Der Działyński-Palast entstand an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil und mit einer Parkanlage. In den 1830er-Jahren wurde er auf Initiative der Hohenzollern nach einem Entwurf des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel umgebaut. An ihm lassen sich damit die ursprüngliche Bauphase und eine spätere Umgestaltung unterscheiden. Neben der ehemaligen evangelischen St.-Stanislaus-Kostka-Kirche steht ein weiteres Zeugnis des 19. Jahrhunderts: das rote Backsteingebäude des ehemaligen Gerichts von 1866.

Das Rathaus von Złotów entstand 1914 nach einem Entwurf von Adolf Behr. Das Gebäude in der ul. Domańskiego 5 stammt aus dem Jahr 1905, hat eine Jugendstilfassade und beherbergte den Sitz des V. Bezirks des Bundes der Polen in Deutschland. Im Vergleich zum klassizistischen Palast stehen hier die Jugendstilfassade und die frühere institutionelle Nutzung im Vordergrund; das Rathaus ergänzt diese Auswahl um den Entwurf von 1914.

Erinnerungsorte und Kunst

An der neugotischen Rochuskirche von 1904 liegen ein stillgelegter evangelischer Friedhof mit einem 1998 errichteten Lapidarium sowie ein Soldatenfriedhof für die 1945 in den Kämpfen um die Złotowszczyzna gefallenen Soldaten. Am Plac Paderewskiego ist der Grundriss der 1938 zerstörten Synagoge markiert. So begegnet die Stadtgeschichte sowohl in erhaltenen Bauten als auch in einer sichtbaren Spur eines verlorenen Gebäudes. In der Kirche Mariä Himmelfahrt befindet sich das Altarbild „Koronacja Najświętszej Marii Panny“, das Paulus Hack 1666 malte. Vor dem Kreisverwaltungsgebäude steht seit 1957 das Piast-Kołodziej-Denkmal; es gilt als einziges seiner Art in Polen.

Das Muzeum Ziemi Złotowskiej ergänzt diese Orte um archäologische, historische und ethnografische Sammlungen mit Bezug zur Stadt und ihrer Umgebung. Weniger als die Hälfte der Bestände ist ausgestellt.

Wasserwege und Zwierzyniec

Die 4 km lange Fuß- und Radpromenade verläuft am etwa 47 ha großen Jezioro Miejskie; den See können Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden. Die Promenade führt zum Półwysep Rybacki, wo ein Pflanzenlabyrinth und Informationstafeln zur Stadtgeschichte, zu den in Złotów herrschenden Adelsfamilien sowie zu archäologischen Funden liegen. An der Promenade befinden sich auch ein hölzerner Steg über die Głomia und eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Stadtpanorama.

Der Szlak Złotowskiego Jelenia führt mit neun Stationen und zwölf Informationstafeln durch die Altstadt in Richtung Zwierzyniec, einem parkartigen Wald- und Erholungskomplex sowie Sitz der Forstverwaltung Złotów. Im Park führen fünf mit Informationstafeln markierte Lehrpfade: Poznawcza, Żabia, Łowiecka, Leśna und Dendrologiczna. Damit stehen neben der Uferpromenade auch ein Themenweg durch die Altstadt und mehrere benannte Wege im Park als unterschiedliche Möglichkeiten für Zeit im Freien zur Wahl. Wenn Sie den Steg, die Plattform oder einen Lehrpfad fest einplanen, prüfen Sie vor dem Besuch kurz den aktuellen Zustand.

Weitere Reiseziele entdecken: Skórka, Głomsk, Radawnica, Okonek, Jastrowie, Łąkie, Zakrzewo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Flatow.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.