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Mühlenkultur in Jaracz

Der Powiat Obornicki liegt unmittelbar nördlich der Agglomeration Poznań und grenzt an Warta, Wełna und Flinta. Einen prägnanten Zugang zu seiner Mühlengeschichte bietet Jaracz: Dort liegt das Mühlenmuseum an der Wełna, am östlichen Rand der Puszcza Notecka. Zum eingetragenen Kulturerbe des Powiats gehört der Komplex der Mühlensiedlung in Jaracz.

Zwei Bildungsangebote des Mühlenmuseums richten sich an unterschiedliche Gruppen. Vorschulkinder und Grundschüler lernen im Mitmachkurs „Od ziarenka do bochenka“ die Herstellung von Mehl mit Stampfern, Handmühlen und Sieben kennen. Ein weiteres Unterrichtsangebot richtet sich an Studierende technischer Hochschulen und Schüler weiterführender Schulen. Es stellt Wasser als Energiequelle anhand des in Betrieb befindlichen Kleinwasserkraftwerks Jaracz vor, das eine Leistung von 45 kW hat. Die Angebote setzen unterschiedliche Akzente: auf die handwerkliche Mehlherstellung und auf Wasser als Energiequelle.

Radwege und Naturräume

Bei den Radwegen stehen unterschiedliche Bezugspunkte im Vordergrund. Der Radweg „Bagna Chlebowo“ beginnt und endet auf dem Gelände des Museums für Mühlen- und wasserbetriebene ländliche Industrieanlagen in Jaracz und führt zum Naturschutzgebiet Bagna Chlebowo. Der Radweg „Rezerwaty“ ist etwa 90 km lang, beginnt an der Schwimmhalle in Oborniki und führt zum Naturschutzgebiet „Wełna“ in Jaracz.

Auch die Wełna taucht in unterschiedlichen Zusammenhängen auf: Das Mühlenmuseum in Jaracz liegt am Fluss, während das ichthyologische Naturschutzgebiet Słonawy einen 1 km langen Abschnitt der Wełna umfasst. Der Fluss fließt durch Oborniki bis zu seiner Mündung. In Oborniki bietet die Obornicki Water Sports Association – APLAGA Möglichkeiten für Kajakfahren, Motorbootsport und Segeln. So begegnen Ihnen im Powiat sowohl Fluss- und Naturschutzthemen als auch Wassersport.

Kirchen, Rathaus und Wege durch Oborniki

In Rogoźno ist die Kirche des heiligen Vitus eine dreischiffige, pseudobasilikale Kirche. Ihre heutige Form wurde der Überlieferung zufolge um 1526 errichtet. Ebenfalls in Rogoźno befindet sich das Regionalmuseum Wojciecha Dutkiewicz, und zwar im denkmalgeschützten klassizistischen Neuen Rathaus. Das Gebäude wurde 1826–1828 errichtet und 1911–1913 erweitert. Kirche und Rathaus setzen unterschiedliche historische Zeitmarken: eine überlieferte Bauform des frühen 16. Jahrhunderts und ein klassizistisches Gebäude des 19. Jahrhunderts mit späterer Erweiterung.

In der Gmina Oborniki weist ein historisch-pädagogischer Weg mit 33 Tafeln auf sehenswerte Orte in Oborniki und Umgebung hin. Zu den Stationen gehört die gotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Oborniki aus der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Die Tafeln und die einbezogene Kirche geben dem Weg seinen kulturhistorischen Schwerpunkt; der 90 km lange Radweg „Rezerwaty“ ist dagegen über seine Länge, seinen Start an der Schwimmhalle und sein Ziel in Jaracz beschrieben.

Verkehr und Reiseplanung

Auch die Verkehrsachsen sind auf Ebene des Powiats beschrieben: Der Powiat Obornicki liegt an der Nationalstraße Poznań–Koszalin und an einer Eisenbahnstrecke, die die Hauptstadt Großpolens mit Pommern Środkowe verbindet. Für Ihre Reiseplanung können Sie die unterschiedlichen Schwerpunkte der Orte berücksichtigen: Mühlenmuseum und Radwege in Jaracz, Architektur in Rogoźno sowie Natur, historische Orientierung und Wassersport in Oborniki. So lässt sich die Auswahl danach ausrichten, welche Themen Sie während Ihres Aufenthalts besonders interessieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Oborniki, Rogoźno, Maniewo, Wargowo, Jaracz, Konin, Gnesen, Rawitsch.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Großpolen.

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