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Kaszczor bietet mehrere Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Baugeschichte an zwei Kirchen, historische Mühlen, einen Aussichtsturm sowie Wege zu Fuß und mit dem Rad. Der Ort liegt malerisch zwischen Hügeln und Wäldern an der Młynówka Kaszczorska. So können Sie kulturelle Entdeckungen mit einer Landschafts- oder Routenwahl verbinden.

Kirchen und historische Zeitschichten

Die ehemalige evangelische Kirche wurde 2011 restauriert und dient heute als Galerie und Konzertsaal. Ihre heutige kulturelle Funktion unterscheidet sich von ihrer früheren Nutzung als Kirche. Die Kirche św. Wojciecha bildet dazu einen anderen historischen Schwerpunkt: Sie ist spätbarock und wurde von 1764 bis 1777 errichtet. Sie steht an der Stelle einer hölzernen Kirche aus dem späten 16. Jahrhundert.

Auch ihre Ausstattung verbindet unterschiedliche Zeitabschnitte. Zum Hauptaltar gehört ein Renaissance-Kruzifix aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, das älter ist als der heutige Kirchenbau. Neben der Kirche steht eine barocke Sandsteinfigur des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1745. Ihre Datierung liegt ebenfalls vor den Baujahren der spätbarocken Kirche. Im weiteren zeitlichen Rückblick war Kaszczor im 13. Jahrhundert der erste Sitz des Zisterzienserklosters.

Mühlen, Landschaft und Aussicht

Der wiederaufgebaute Aussichtsturm bietet ein Panorama von Kaszczor und der näheren Umgebung. Zwei hölzerne Bockwindmühlen ergänzen die historischen Bezugspunkte im Ort: eine stammt aus dem Jahr 1859, die andere aus dem Jahr 1761. Die Mühle von 1761 liegt einen Kilometer östlich der anderen. Damit lassen sich die beiden Bauwerke sowohl anhand ihrer unterschiedlichen Datierungen als auch ihrer Lage zueinander einordnen. Die Jahreszahlen der Mühlen lassen sich mit der Bauzeit der spätbarocken Kirche św. Wojciecha vergleichen: Die Mühle von 1761 liegt vor der Bauphase von 1764 bis 1777, die Mühle von 1859 danach. So ordnen sich Mühlen und Kirchenbau in eine gemeinsame zeitliche Folge ein.

Zu Fuß oder mit dem Rad

Der gelb markierte Wanderweg von Wieleń über Kaszczor und Śmieszkowo nach Sława ist 14,4 Kilometer lang. In Kaszczor überquert er die Młynówka Kaszczorska und führt an der denkmalgeschützten Kirche św. Wojciecha vorbei. So verbindet der Weg eine Flussquerung mit einem konkreten Bau- und Kulturdenkmal entlang der Route.

Mit dem Rad führt der 18,8 Kilometer lange Szlak Kaszczorski von Wieleń über Kaszczor, Mochy und Biała Góra zurück nach Wieleń. Seine größere Streckenlänge und die Rundführung unterscheiden ihn vom gelb markierten Wanderweg. Prüfen Sie vor der Abfahrt die örtliche Beschilderung. Von Wieleń aus kann Kaszczor außerdem über eine sichere, einen Kilometer lange Fahrradverbindung erreicht werden; prüfen Sie die Routenbedingungen vor Ort.

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