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Im Nordosten von Tuchorza liegt ein 6,32 Hektar großer Gutshofpark, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1732 zurückreichen. Im 19. Jahrhundert wurde er in einen Landschaftspark mit Teich und Aussichtshügel umgestaltet. Parkgestaltung, alte Bäume und historische Bauwerke geben dem Ort unterschiedliche Perspektiven auf seine Landschafts- und Baugeschichte.

Gutshofpark und markante Bäume

Zu den bemerkenswerten Bäumen im Gutshofpark gehören eine Eiche mit 400 cm Umfang, eine Buche mit 380 cm und eine Schwarzkiefer mit 330 cm. Die drei Maße beziehen sich auf verschiedene Baumarten und bieten einen konkreten Anhaltspunkt für die besonderen Naturdetails des Parks.

Auch die Umgebung des Parks lässt sich anhand ihrer Gebäude einordnen: An seiner Westseite steht ein Schulgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert. Am südlichen Rand befindet sich ein stilvolles Pastorat aus dem frühen 20. Jahrhundert, das heute als Pfarrhaus genutzt wird.

Zwei Kirchen aus verschiedenen Zeiten

Im Gutshofpark wurde die ehemalige evangelische Kirche St. Peter und Paul 1905–1906 als neobarocker Bau errichtet. Sie ist einschiffig und hat einen fünfseitig geschlossenen Chorraum. Der obere Teil ihres Uhrturms ist achteckig. Im Kirchenraum befinden sich ein neobarocker Orgelprospekt, ein steinernes Taufbecken in neugotischen Formen und Glasfenster im Chorraum.

Die Dreifaltigkeitskirche entstand 1998–1999 an der Stelle einer historischen Holzkirche von 1732. Diese brannte in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar 1997 ab. Der neue Bau ist gemauert und außen mit Brettern verkleidet, damit er der alten Kirche ähnelt. Eine Wetterfahne schmückt den Glockenturm; sie ist das einzige erhaltene Stück der früheren Kirche. Den neuen Altar mit einer Figur der Heiligen Dreifaltigkeit schuf der Posener Bildhauer Roman Kosmala.

Östlich der Kirche St. Peter und Paul steht eine neugotische Grabkapelle der Familie von Kottwitz aus der Zeit um 1880. Die Kirchen und die Kapelle bieten unterschiedliche architektonische Bezugspunkte: neobarocke Formen, neugotische Details und die bewusste Ähnlichkeit eines jüngeren Baus mit seinem historischen Vorgänger.

Kultur und Landschaft im Ort

Die Tuchorzacy bestehen sowohl als Gesangsgruppe als auch als Männerchor. Nördlich von Tuchorza fließt der Fluss Szarka. Diese kulturellen und landschaftlichen Themen ergänzen den Blick auf die Parkanlagen und die Baugeschichte, ohne denselben Schwerpunkt zu setzen.

Westlich des Dorfes, auf einem bewaldeten Dünenhügel an der Straße nach Karna, steht die Gedenkstätte für das Verbrechen von Tuchorza. Sie erinnert an die Hinrichtung von 15 Polen durch Erhängen am 9. Juli 1942.

Radroute und Orientierung

Der Radweg „Drewniane budownictwo ludowe“ führt durch Tuchorza. Er ist 20 km lang; die ungefähre Fahrzeit ohne Pausen beträgt drei Stunden. Die Strecke verläuft über asphaltierte und unbefestigte Wege und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. Wer die Fahrt plant, sollte Pausen zusätzlich zur angegebenen Fahrzeit einrechnen.

Bei der Orientierung ist eine Unterscheidung wichtig: Der nach Tuchorza benannte Bahnhof liegt nicht im Dorf, sondern im weiter südlich gelegenen Dorf Stara Tuchorza. Die Ortsangabe Stara Tuchorza hilft, den Bahnhof vom Reiseziel Tuchorza auseinanderzuhalten.

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung für Tuchorza können Sie zunächst entscheiden, ob die Reise vor allem der Park- und Kirchenbaugeschichte oder auch der Radtour gelten soll. Die Route bringt eine eigene, ungefähr dreistündige Aktivität ohne Pausen mit; das lässt sich als separater Baustein der Reiseplanung berücksichtigen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wilcze, Solec Nowy, Wolsztyn, Boruja, Chorzemin, Grójec Mały, Kopanica, Godziszewo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wollstein.

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