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Für Zagnańsk lassen sich Naturdenkmäler und Sakralgeschichte als zwei unterschiedliche Schwerpunkte betrachten. Die Eiche „Dąb Bartek“ ist seit 1954 gesetzlich als Naturdenkmal geschützt. Bei der Eiche befindet sich in Zagnańsk an der Woiwodschaftsstraße 750 im Forstrevier Bartków, Abteilung 65, ein Erholungs-, Tourismus- und Bildungsort. Die Pfarrkirche der Heiligen Rosalia und des heiligen Martin ergänzt diese Perspektive mit mehreren Bauphasen, erhaltener Ausstattung und konkreten Erinnerungszeichen. Sie können den Aufenthalt an Naturthemen, an der Kirchengeschichte oder an beidem ausrichten.

Naturdenkmäler und ökologische Themen

Das Schutzjahr 1954 bezeichnet den Beginn des gesetzlichen Naturdenkmal-Status, nicht das Alter des Baumes. Ein Lehrpfad in Zagnańsk vermittelt Wissen über die polnische Tier- und Pflanzenwelt, Ökosysteme und Umweltschutz. Dąb Bartek lenkt den Blick auf ein einzelnes geschütztes Naturdenkmal; der Lehrpfad behandelt dagegen breiter gefasste ökologische Themen. Wenn Sie Naturthemen auswählen, können Sie sich danach richten, ob Ihnen ein konkreter Baum oder Zusammenhänge von Tier- und Pflanzenwelt, Ökosystemen und Umweltschutz wichtiger sind.

Zu den Naturdenkmälern in Zagnańsk gehört außerdem eine geschützte Baumallee mit Eiben, Ahornbäumen, Eschen, Linden und Lärchen. Für die ältesten Bäume wird ein Alter von 300 Jahren geschätzt. Anders als bei Dąb Bartek steht hier nicht ein einzelner Baum, sondern eine Gruppe verschiedener Arten im Mittelpunkt. Die Zahl von 300 Jahren ist eine Schätzung für die ältesten Bäume, keine Altersangabe für die gesamte Allee.

Kirchengeschichte in mehreren Zeitschichten

Die Pfarrkirche der Heiligen Rosalia und des heiligen Martin wurde 1668–1676 errichtet. Danach folgten zwei Erweiterungen: von 1898 bis 1908 nach Westen und von 1951 bis 1953 nach Osten. Die Jahresfolgen unterscheiden den ursprünglichen Bau von den beiden späteren Eingriffen; auch die Richtungen markieren zwei eigene Bauphasen. So lässt sich die Entwicklung des Kirchengebäudes anhand von drei klar abgegrenzten Zeiträumen einordnen.

Erhalten sind barocke Seitenaltäre der Kirchenpatrone. Die Kuppel zeigt eine zeitgenössische Polychromie mit Szenen aus dem Leben der heiligen Rosalia und des heiligen Martin. Beide Heiligen prägen damit sowohl die Altäre als auch die Bildmotive der Kuppel, allerdings in unterschiedlichen künstlerischen Formen. Wer sich für sakrale Ausstattung interessiert, findet hier neben den Bauphasen einen eigenen Zugang zur Kirche.

In der Kirche wird eine Fahne aufbewahrt, die seit 1861 bei patriotisch-religiösen Kundgebungen vor dem Januaraufstand getragen wurde. Neben der Kirche steht ein Glockenturm aus dem Jahr 1900. Seine Gedenktafel erinnert an die 1914–1921 gefallenen Einwohner der Pfarrei. Die Fahne und die Tafel stehen für unterschiedliche historische Bezüge: Die Fahne gehört zu den Kundgebungen vor dem Januaraufstand, die Tafel erinnert an die gefallenen Einwohner der Pfarrei.

Am Parkplatz der Pfarrei steht auf einem Sockel eine steinerne Figur des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1774. Dieses Jahr liegt nach der Errichtung der Kirche 1668–1676, aber vor den Erweiterungen ab 1898 und dem Glockenturm von 1900. Die Figur ergänzt die Baugeschichte um ein weiteres datiertes Objekt im Umfeld der Pfarrei.

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