Zwei Kapellen und eine moderne Kirche geben Stykóws religiöser Baugeschichte unterschiedliche Zeit- und Formbezüge. Die beiden Kapellen sind nicht nur verschieden datiert, sondern auch durch andere architektonische Details gekennzeichnet. Die moderne Kirche ergänzt diesen Blick um eine jüngere Chronologie von Baubeginn, Fertigstellung, Segnung und Weihe. So lässt sich die Ortsgeschichte in mehreren klar unterscheidbaren Etappen betrachten.
Die Kapelle Matki Boskiej Różańcowej
Die Kapelle Matki Boskiej Różańcowej wurde 1880 errichtet. Sie ist aus Mauerwerk gebaut und verputzt. Pilaster gliedern die Wände, ein breites Traufgesims verläuft darüber; oben befindet sich ein viereckiger Dachreiter. Das Portal am Eingang ist rechteckig. Pilaster sind flache, säulenähnliche Wandvorlagen, die eine Fläche gliedern. Ein Traufgesims bildet einen vorspringenden, horizontalen Abschluss an der Dachkante; ein Dachreiter ist ein turmartiger Aufbau auf dem Dach. Das Portal bezeichnet den gestalteten Eingangsbereich. Diese Begriffe helfen, die äußeren Merkmale der Kapelle auch ohne bauliche Fachkenntnisse nachzuvollziehen.
Bis 1990 diente die Kapelle als Messkapelle. Zu ihrer Geschichte zählen Maiandachten und Oktoberandachten, die dort seit ihrer Gründung gefeiert wurden. Die Messfunktion dauerte bis 1990; die Andachten gehören zur Geschichte der Kapelle seit ihrer Gründung.
Eine ältere Kapelle gegenüber der Kirche
Eine alte Kapelle gegenüber der Kirche in Styków stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr rechteckiger Bau ist aus Ziegeln gemauert und verputzt; an den Seitenwänden befinden sich zwei halbrunde Fenster. Das hohe Dach ist mit Brettern verkleidet und trägt einen Dachreiter mit eisernem Kreuz. Hier prägen Fensterform, Dachverkleidung und Kreuz die Beschreibung des Bauwerks. Der rechteckige Grundriss und die halbrunden Fenster verbinden gerade und gerundete Formen; das hohe, verkleidete Dach setzt dazu einen anderen Schwerpunkt als die verputzten Wände. Im Vergleich unterscheiden sich die Kapellen sowohl in ihrer Zeitstellung als auch in ihren hervorgehobenen Bauteilen.
Die moderne Kirche und ihre Chronologie
Die moderne Kirche in Styków steht auf ebenem Gelände. Ihr Bau begann 1985 und wurde 1988 abgeschlossen. Bischof Ignacy Tokarczuk segnete die Kirche 1988; die Weihe erfolgte 2013. Fertigstellung und Segnung gehören somit ins Jahr 1988, während die Weihe einen späteren Abschnitt der Kirchengeschichte markiert. Diese unterschiedlichen Schritte geben der Geschichte der Kirche eine klarere zeitliche Einordnung: Bauabschluss und Segnung fielen zusammen, die Weihe folgte später.
Styków geografisch einordnen
Styków liegt etwa drei Kilometer vom Zentrum von Głogów Małopolski entfernt und zwischen Überresten des Sandomierz-Urwalds. Der Bezug zum Zentrum und die Lage im Landschaftsraum beantworten verschiedene Fragen bei der Zielwahl. Wenn Sie ein Hotel für Ihren Aufenthalt suchen, können Sie diese geografische Einordnung neben dem kulturhistorischen Schwerpunkt der Kapellen und der Kirche berücksichtigen. So lässt sich abwägen, ob die sakrale Ortsgeschichte oder der landschaftliche Zusammenhang für Ihre Reiseentscheidung wichtiger ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Bachórz, Jasionka, Hyżne, Strażów, Dynów, Głogów Małopolski, Malawa, Nowy Kamień.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rzeszowski.