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Graudenz liegt an einem der höchsten Weichselufer; der Höhenunterschied beträgt mehr als 30 Meter. In die Böschung sind die Getreidespeicher eingebaut, sodass sich die Topografie als Teil der Stadtgestalt lesen lässt. Die ersten gemauerten Speicher entstanden hier im 14. Jahrhundert. Ufer, Hang und Speicherarchitektur ergeben so einen konkreten Zugang zur Geschichte des Ortes: Wer diese Bauform betrachtet, begegnet zugleich einem markanten Merkmal der Landschaft und einem Thema, das im Muzeum Handlu Wiślanego weitergeführt wird.

Speicher und Weichselgeschichte

Das Muzeum Handlu Wiślanego befindet sich in den historischen Speichern Nr. 33 und 35 in der Spichrzowa-Straße. Die Gebäude wurden 2020 bis 2021 instand gesetzt. Inhaltlich stellt das Museum den durch Graudenz verlaufenden Weichselweg als Handelsroute dar. So treffen Ausstellungsthema und Gebäude aufeinander: Die Fluss- und Handelsgeschichte wird in historischen Speichern vermittelt, die selbst zu den charakteristischen Bauwerken der Stadt gehören.

Eine weitere historische Perspektive bieten die archäologischen Ausstellungen. Sie zeigen Grabbeigaben aus Friedhöfen und Siedlungen in der Umgebung von Graudenz aus der Zeit römischer Einflüsse. Die Funde sind auf den Zeitraum vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. datiert. Das Muzeum im. ks. dr. Władysława Łęgi und sein Zweig, das Muzeum Handlu Wiślanego, sind von Dienstag bis Sonntag geöffnet. An Feiertagen gelten 2026 gesonderte Ausnahmen; prüfen Sie die Besuchszeiten, wenn Ihr Besuch auf einen Feiertag fällt.

Stadtmauer, Festung und Klostergeschichte

Die Brama Wodna wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet und in die Stadtmauer von Graudenz eingebaut. Die mittelalterlichen Stadtmauern hatten fünf Tore und zehn Türme. Diese Zahlen geben dem einzelnen Tor einen größeren Rahmen: Es war Teil einer Befestigung mit mehreren Toren und Türmen. Die Zitadelle bildet den Hauptteil des Festungskomplexes Twierdza Grudziądz. Zitadelle und Festungskomplex sind dabei zusammengehörige, aber nicht deckungsgleiche Ebenen. Einen anderen historischen Gebäudetyp repräsentiert der Pałac Opatek, die ehemalige Klosterpforte des Benediktinerinnenordens.

Park und Orientierung

Der Park Miejski ist als Natur- und Landschaftskomplex ausgewiesen. Bei seiner Revitalisierung wurde der frühere Rosengarten, das ehemalige Rosarium, wiederhergestellt. Im Park gibt es außerdem einen Spielplatz und militärische Ausstellungsstücke: darunter einen T-34-Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg, Panzerabwehrgeschütze und ein Flugzeug. So stehen hier die Wiederherstellung eines früheren Gartenelements und militärische Exponate als unterschiedliche Themen nebeneinander.

Bei der Annäherung an Graudenz fällt die 1.098 Meter lange Straßen- und Eisenbahnbrücke auf. Für den Besuch der Góra Zamkowa und des Turms Wieża „Klimek“ ist der Zugang kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Von November bis Februar gelten Besuchszeiten von 9:00 bis 16:00 Uhr, im März und Oktober von 9:00 bis 18:00 Uhr sowie von April bis September von 9:00 bis 20:00 Uhr. Die saisonalen Zeiten können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch.

Weitere Reiseziele entdecken: Grudziadz, Gołębiewo, Inowrocław, Włocławek, Żniński, Lipno, Brodnicki, Tuchel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kujawien-Pommern.

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