Zum Inhalt

Eine große neugotische Backsteinkirche und ein Freiluftmarkt mit Bezug zu den örtlichen Traditionen geben Nakło Nad Notecią zwei unterschiedliche kulturhistorische Zugänge. Dazu kommen Ausstellungen und Publikationen im Muzeum Ziemi Krajeńskiej sowie ein lokaler Hausname: Der Bau der Chata Szypra könnte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Für die Planung hilft die Unterscheidung: Kirche und Chata Szypra stehen für Architektur und örtliche Baugeschichte, während Museum und Jarmark Themen der Stadt und der Region aufgreifen.

St.-Stanislaus-Kirche: neugotischer Backsteinbau

Die St.-Stanislaus-Kirche in Nakło Nad Notecią war früher eine evangelische Kirche und wurde 1887 im neugotischen Stil erbaut. Das große Bauwerk besteht aus rotem Backstein. Seine Grundform ist die einer dreischiffigen Basilika: Das Langhaus gliedert sich in drei Schiffe, daran schließt der dreiseitig geschlossene Chor an. Vor dem Langhaus steht ein quadratischer Turm. Diese Merkmale bieten mehrere konkrete Anhaltspunkte, um den Bau einzuordnen: die neugotische Gestaltung, das Material und die räumliche Gliederung. Das frühere evangelische Profil und der Baustil beschreiben dabei zwei verschiedene Seiten der Kirchengeschichte.

Museum und lokale Baugeschichte

Im Muzeum Ziemi Krajeńskiej in der Pocztowa-Straße 14 können Ausstellungen besichtigt und Publikationen über Nakło und Krajna eingesehen werden. Damit stehen neben der Architektur eines einzelnen Bauwerks auch Ausstellungen und Texte zu Stadt und Region als Kulturthemen zur Auswahl. Sie unterscheiden sich im Zugang: Im Museum sind es die Ausstellungen, bei den Publikationen die Lektüre über Nakło und Krajna.

Die Chata Szypra ist ein kleines, unauffälliges Haus in der Hallera-Straße 36, das Einheimische so nennen. Es könnte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Im Vergleich zur auf 1887 datierten Kirche ergibt sich damit ein Unterschied in der zeitlichen Einordnung: Bei der Chata Szypra bleibt das mögliche Baualter ausdrücklich vorsichtig zu fassen.

Jarmark Nakielski św. Wawrzyńca

Der Jarmark Nakielski św. Wawrzyńca ergänzt die Architektur- und Museumsthemen um eine Veranstaltung mit Bezug zu den Traditionen der Stadt. Der Freiluftmarkt fördert die Geschichte und Traditionen von Nakło, die krajeńisch-pałuckische Handwerkskunst und die Volkskunst. Seit 2009 findet er Ende Mai statt und gehört fest zum Kulturveranstaltungskalender von Nakło Nad Notecią. Zugleich erinnert er an traditionelle Jahrmärkte und Märkte, die in Nakło noch Anfang der 1970er-Jahre verbreitet waren, sowie an alte Handwerke und bäuerliche Tätigkeiten. So verbindet der Markt einen konkreten Zeitpunkt im späten Mai mit dem Rückblick auf frühere Markt- und Arbeitswelten. Wenn der Jarmark Ihren Besuch bestimmen soll, prüfen Sie den Termin der jeweiligen Ausgabe vor der Planung.

Ein anderer Schwerpunkt: Wassersport

Neben den Kulturthemen gibt es in Nakło Nad Notecią einen Bootsanleger mit einem Verleih für Wassersportausrüstung. Das ist ein anderer Ansatz für die Gestaltung des Aufenthalts als Kirchenbau, Museum oder Markttradition. Wenn Sie eine bestimmte Ausrüstung oder einen konkreten Verleih einplanen, klären Sie Verfügbarkeit und Bedingungen für Ihren Termin am besten vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Kowalewo, Rajgród, Ślesin, Wiele, Szubin, Sadki, Minikowo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nakielski.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.