Am 15. August erreicht der jährliche Ablass im Sanktuarium Matki Bożej Kodeńskiej zum Fest Mariä Himmelfahrt seinen Höhepunkt. Kodeń liegt am Bug; neben der Marienwallfahrt prägen historische Kirchen, ein kunstvoll angelegter Kräutergarten und Aktivitäten am Wasser das Bild des Ortes. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte helfen Ihnen, Kodeń passend zu Ihren Reiseinteressen einzuordnen.
Wallfahrt und Baugeschichte
Der jährliche Ablass beginnt am 14. August; Tausende Pilger nehmen daran teil. Das Marienheiligtum zieht seit Jahrhunderten Pilger aus ganz Polen an. Organisierte Gruppen, die das Sanktuarium besuchen, melden sich an der Klosterpforte an. Klären Sie die aktuellen Gruppenarrangements vorab direkt mit dem Sanktuarium.
Die Pfarrkirche św. Anny wurde 1629–1635 im Stil der Spätrenaissance erbaut. Gemeinsam mit der orthodoxen Kirche erinnert sie an die multikulturelle Geschichte der Gegend. Die Friedhofskapelle św. Wawrzyńca entstand 1683–1685 durch das Engagement von Kazimierz Władysław Sapieha. Das historische Brama Unicka befindet sich an der ul. Sławatyckiej.
Kalwaria, Schloss und Marienkräutergarten
Zu den Überresten von Kodens Sapieha-Schloss gehören Fundamente, Erdwerke aus dem 17. Jahrhundert und ein Arsenal aus dem 16.–17. Jahrhundert. Die Stationen des Kreuzwegs der Kalwaria Kodeńska verlaufen auf erneuerten Wällen, die die Kirche Ducha Świętego und das ehemalige Schloss umgeben. Die Kapelle der Kirche Świętego Ducha ist Teil des Kreuzwegs. In der Kirche wird das Kruzifix Ukrzyżowany Uśmiechnięty verehrt, das Christus mit heiter lächelndem Gesicht zeigt.
Für Besuchergruppen lässt sich ein weltlicher Führer bestellen, der über das Gelände der Kalwaria und zu den Ruinen des Sapieha-Schlosses führt. Stimmen Sie die Organisation direkt mit dem Sanktuarium ab.
Der Marienkräutergarten ist als Labyrinth aus sich entfaltenden Rosenblütenblättern angelegt. Seine Form soll an den Rosenkranz erinnern und den Marienwallfahrtsort hervorheben. Zur Anlage gehören ein Hauptbrunnen und vier kleinere Brunnen, auf denen grundlegende Glaubenswahrheiten buchförmig dargestellt sind. Auch Kräuter prägen das Besuchsangebot: Frische und getrocknete Kräuter können probiert oder gekauft werden, außerdem gibt es Kräutertee. Wenn Sie dafür gezielt planen, klären Sie die aktuelle Verfügbarkeit vorab.
Am Bug: Radfahren, Kajak und Erholung
Neben dem Rozlewisko Genezaret, am Waldrand, befindet sich eine Grotte mit der Muttergottes von Fatima. Von der Hafenanlegestelle aus führt eine Tretbootfahrt durch das Rozlewisko Genezaret und hinaus auf den Stausee. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Betriebstermine. Der Hafen von Paweł Sapieha dient der Erholung und lädt zum Angeln ein.
Auch Rad- und Wanderwege entlang des Bug gehören zu den Möglichkeiten in Kodeń; hinzu kommen Kajakfahrten und Erholung am Fluss. Der Green Velo – Wschodni Szlak Rowerowy führt ebenfalls durch den Ort. Der Abschnitt in der Woiwodschaft Lublin ist etwa 351 Kilometer lang und verläuft unter anderem über Janów Podlaski, Kostomłoty, Kodeń, Jabłeczną, Sławatycze und Włodawę. Wer eine Radtour plant, sollte vor dem Aufbruch die aktuellen Routeninformationen prüfen. So lässt sich die regionale Fernroute von den örtlichen Rad- und Wanderangeboten unterscheiden.
Den passenden Schwerpunkt für die Übernachtung wählen
Kodeń bietet Anknüpfungspunkte für beide Interessen. Wählen Sie das Reiseziel nach dem Schwerpunkt, der Ihnen wichtig ist, und klären Sie für Aktivitäten mit Terminen oder wechselnder Verfügbarkeit die aktuellen Bedingungen.
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