Bonin bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Entdeckungsreise: die neugotische Kirche „Kościół pw. św. Józefa“, den „Dwór“ mit eklektischen Merkmalen, den Folwark mit seinen Wirtschaftsgebäuden und einen Radweg, der durch den Ort führt. Neben dem Dwór liegt ein Park mit waldähnlichem Charakter und alten Bäumen, die hauptsächlich aus Eichen bestehen. Auf dem Gelände des Folwark ist derzeit ein Reitzentrum in Betrieb. Damit reichen die lokalen Themen von Kirchenkunst und Gutshofgeschichte bis zum Radfahren.
Kirche und örtliche Bezeichnungen
Die Kirche „Kościół pw. św. Józefa“ wurde 1845 errichtet und ist neugotisch. In ihr befindet sich ein manieristischer Altar aus dem 17. Jahrhundert, der aus einer älteren Kirche stammt. Bau und Ausstattung verweisen somit auf unterschiedliche Zeitebenen: Der Kirchenbau gehört ins 19. Jahrhundert, der Altar ist ein älteres Ausstattungsstück. Neugotik beschreibt hier die Architektur, Manierismus die Gestaltung des Altars; die Begriffe beziehen sich also auf verschiedene Teile desselben Bauwerks. In der Nähe der Kirche steht außerdem ein altes Gebäude, das als „dom rzemiosła“ bezeichnet wird.
Dwór und Park
Der „Dwór“ in Bonin wurde im 19. Jahrhundert errichtet und weist eklektische Merkmale auf. Eklektische Architektur greift Gestaltungselemente verschiedener Stilrichtungen auf; so lässt sich der Dwór von der neugotischen Kirche unterscheiden, ohne beide Gebäude derselben Stilbeschreibung zuzuordnen. Direkt neben dem Dwór liegt ein Park mit waldähnlichem Charakter. Dort stehen alte Bäume, hauptsächlich Eichen. Damit treten in unmittelbarer Nachbarschaft zwei unterschiedliche Ortsmotive hervor: die Architektur des Gebäudes und der Baumbestand des Parks.
Folwark: Ensemble und heutiger Betrieb
Der „Folwark w Boninie“ besteht aus Wirtschaftsgebäuden und gehört zu einem Gutshof- und Herrenhausensemble, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Eine Scheune und ein Kuhstall des Folwark stehen jeweils in Verbindung mit dem Jahr 1880. Auf dem Gelände des Folwark ist derzeit ein Reitzentrum in Betrieb. So treffen eine historische Einordnung der Wirtschaftsgebäude und eine gegenwärtige Nutzung desselben Geländes aufeinander.
Radweg und Baugeschichte
Der Radweg „Rowerem po Ziemi Choszczeńskiej“ ist 38 Kilometer lang und führt durch Bonin. Er setzt einen anderen Akzent als die Bauwerke: Kirche, Dwór und Folwark stehen für baugeschichtliche Themen; beim Radweg geht es um eine Strecke durch den Ort. Wer Bonin nach Reiseinteressen auswählt, kann so zwischen einem Schwerpunkt auf Architektur und Geschichte und einem Radbezug unterscheiden.
Choszczeński: historische Bauwerke in Choszczno
Zum übergeordneten Reiseziel Choszczeński gehören auch historische Bauwerke in Choszczno. Die römisch-katholische Kirche zur Geburt der seligen Jungfrau Maria in Choszczno wurde im 14. Jahrhundert von den Johannitern erbaut. In dieser Kirche befinden sich ein keramisches Relief des Jessebaums mit der Genealogie Christi und ein Epitaph aus dem 15. Jahrhundert für den Bürgermeister Mikołaj Rebentisch. Die Wehrmauern von Choszczno stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. An der Ecke der Piastowska- und Wolności-Straße ist ein gotischer Turm des Barbakan-Vorwerks der Steintor-Anlage erhalten. Diese Beispiele aus Choszczno eröffnen einen eigenen mittelalterlichen Themenkreis innerhalb des übergeordneten Reiseziels. Bonins Baugeschichte setzt mit der Kirche von 1845 und dem Gutshofensemble einen anderen architektonischen Akzent.
Weitere Reiseziele entdecken: Drawno, Gostyczyn, Bierzwnik, Choszczno, Dominikowo, Łasko, Skrzaty, Kiełpino.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Choszczeński.