Im befestigten Ensemble des Castelo de Moura treffen mehrere Kapitel der Stadtgeschichte aufeinander. D. Dinis ließ die Befestigungsanlagen wiederaufbauen und verlieh der Stadt 1295 ihre erste Stadtrechtsurkunde. Während der Restaurationskriege wurde das Castelo in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit einer Linie aus Bollwerken und Ravelins verstärkt. Zum Ensemble gehören ein rechteckiger Bergfried und ein Rundturm mit einer im 19. Jahrhundert hinzugefügten Uhr.
Festung, Kirchen und Geschichte
Innerhalb des ummauerten Bereichs von Castelo de Moura liegt die Kirche des Klosters São Domingos. Sie enthält ein manuelinisches Grabmal der Brüder Pedro und Álvaro Rodrigues. Die Pfarrkirche Igreja de São João Baptista, auch Igreja matriz de São João Baptista de Moura, wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Cristóvão de Almeida errichtet. Ihre drei überwölbten Schiffe sind durch acht Spitzbögen voneinander getrennt, die auf zwei Reihen oktogonaler Pfeiler ruhen. Die Igreja matriz de São João Baptista de Moura ist durch ein Dekret vom 13. Juni 1932 als Nationaldenkmal klassifiziert. Die Mouraria zählt zu den größten und am besten erhaltenen maurischen Vierteln Portugals.
Das Karmelkloster Igreja e Convento do Carmo wurde 1251 gegründet und war das erste von den Karmeliten gegründete Kloster in Portugal und auf der Iberischen Halbinsel. Das Museu de Arte Sacra befindet sich in der Igreja-Colegiada de São Pedro aus dem 17. Jahrhundert. Im Museu Municipal de Moura reicht das bewahrte archäologische Material von der Vorgeschichte bis zum 18. Jahrhundert. Zur Geschichte des Museums gehört auch die Schenkung eines Teils der Kunstsammlung Alberto Gordillos an die Stadtverwaltung von Moura.
Olivenkultur, Wein und Themenrouten
Das Lagar de Varas do Fojo ist eines der seltenen erhaltenen Beispiele für ein Lagar de Varas auf der Iberischen Halbinsel. Es bewahrt die traditionelle Olivenölherstellung, bei der ausschließlich Tierkraft als Antrieb eingesetzt wurde. Einen anderen Akzent setzt der Jardim das Oliveiras „Miguel Hernández“: Der 2012 eröffnete spielerisch-pädagogische Ort vermittelt die Kultur des Olivenbaums und des Olivenhains. Verarbeitungstechnik und die Vermittlung der Olivenkultur stehen so als unterschiedliche Zugänge nebeneinander.
Zur Weintradition von Moura gehören Vinho de Talha sowie Weiß- und Rotweine. Die Gemeinde Moura ist in die Rota dos Vinhos do Alentejo eingebunden. Außerdem ist sie Teil der kulturellen Tourismusroute Rota do Manuelino und der Route Terras da Moura Encantada. Weinroute und Kulturwege bieten damit unterschiedliche thematische Blickwinkel auf die Gemeinde.
Natur, Wasser und Aktivitäten
Die Herdade da Contenda ist Lebensraum für eine der größten wildlebenden Populationen des Iberischen Rothirsches. Ein Netz aus sechs Wanderwegen und Vogelbeobachtung als Besucheraktivität sprechen Reisende mit unterschiedlichen Naturinteressen an. Der Weg Contenda ao luar beginnt am Mirante.
Auch die Landschaften und der große Alqueva-See gehören zu den Anknüpfungspunkten für einen Aufenthalt in der Gemeinde. Die Praia fluvial do Lago in Moura am Alqueva-See verfügt über Sand- und Rasenbereiche, zwei schwimmende Becken, natürlichen Schatten, Schutzhütten und Picknicktische. Prüfen Sie vor dem Besuch, welche Einrichtungen für Ihren Termin verfügbar sind. Zum Aktivitätsangebot der Moura-Alqueva Nautical Station zählen Wakeboarden und Wasserski. Da sich das Angebot ändern kann, prüfen Sie bitte vor der Reise, ob diese Aktivitäten an Ihrem Termin angeboten werden.
Festtage und Anreise
Im Juli finden in Moura die Feste zu Ehren der Nossa Senhora do Carmo statt. Auch die Feira do Artesanato von Moura bietet einen wiederkehrenden Anlass für einen Besuch: Sie findet jährlich statt. Wenn Sie eine Reise auf eines der Feste abstimmen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.
Von Lissabon aus ist Moura über die Straßen IP7, N114 und N384 erreichbar; die Strecke beträgt 210 km. Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuelle Routenführung und die Straßenbedingungen.
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