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Seit der Jungsteinzeit lebten im Gebiet von Ourique agropastorale Gemeinschaften. Ourique liegt zwischen der Alentejo-Ebene und der Serra Algarvia; auch die Flüsse Mira und Sado gehören zum regionalen Kontext. Ihre archäologischen Zeugnisse reichen von gemeinschaftlichen Begräbnisstätten bis zu einer befestigten Siedlung, die bis ins späte Mittelalter bewohnt war.

Eine lange Geschichte an der Cola

Der Circuito Arqueológico da Cola bewahrt Zeugnisse vom Leben und Tod früherer Gemeinschaften. Zu den markanten Orten zählt Castro da Cola, das seit 1910 als Nationaldenkmal klassifiziert ist. Die befestigte Siedlung war von der Bronzezeit bis ins späte Mittelalter bewohnt. Sie liegt auf einem Hügel an der Ribeira de Marchicão, nahe dem Rio Mira. Die archäologischen Fundstätten des Circuito wurden unter anderem durch ihre Nähe zum Rio Mira und durch oberirdisch anstehende Mineralvorkommen geprägt. Diese Vorkommen wurden vom Chalkolithikum bis wahrscheinlich ins Mittelalter ausgebeutet.

Nekropolen und Spuren des Alltags

Eine andere Zeitspanne erschließt die archäologische Stätte Atalaia: Die mehrgliedrige Nekropole umfasst sechs Bereiche und wurde von der Bronzezeit bis zur Eisenzeit genutzt. Während die Besiedlung von Castro da Cola bis ins späte Mittelalter reicht, liegt der Schwerpunkt bei Atalaia auf Bronze- und Eisenzeit. Für die Planung wichtig: Atalaia ist für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen nicht zugänglich; vor Ort werden keine Führungen angeboten. Berücksichtigen Sie diese Bedingungen, wenn Sie Atalaia in Ihre Ausflugsplanung aufnehmen.

Das Grabmonument Fernão Vaz 1 ist eine gemeinschaftliche Begräbnisstätte aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. und entstand während des voll entwickelten Neolithikums. Bei den Artefakten vom Fundort Cortadouro steht eine andere Seite des Alltags im Vordergrund: Sie zeigen, dass sich die chalkolithische Gemeinschaft dort der Weberei und der Kupfermetallurgie widmete. Nora Velha 1 wiederum ist ein chalkolithisches Tholos-Grabmonument mit einem kreisförmigen Innenraum von 3,5 Metern Durchmesser.

Auch das CACMB – Centro de Arqueologia Caetano de Mello Beirão – inventarisiert, erforscht, bewahrt und vermittelt das archäologische Kulturerbe der Region. Sein erstes Tätigkeitsprogramm befasste sich mit umfangreichem Material aus dem votiven Depot von Garvão aus der zweiten Eisenzeit.

Prozessionen und Kulturtermine

Die Romaria de Nossa Senhora da Cola verbindet religiöse Verehrung mit Gesang, Fröhlichkeit und geselligem Zuprosten. Üblicherweise findet sie am 7. und 8. September im Santuário da Cola in Ourique statt; prüfen Sie die Termine vor einem geplanten Besuch. Bei den Festas de Santa Maria ziehen Hunderte Menschen in einer Prozession durch die Straßen von Ourique. Die Procissão do Enterro do Senhor beginnt in der Kirche Santa Maria, der Pfarrkirche, und führt durch die wichtigsten Straßen des Ortes. Während diese beiden Prozessionen durch Ourique führen, ist die Romaria am Santuário da Cola verortet.

Das Cine-Teatro Sousa Telles in Ourique wurde 1899 eingeweiht und bietet regelmäßig ein aktuelles Kinoprogramm sowie weitere kulturell bedeutende Veranstaltungen. Kino und Veranstaltungen ergänzen die Prozessionen und religiösen Feiern um eine andere Form des Kulturlebens.

Weitere Reiseziele entdecken: Ourique, Garvão, Moita, Zambujeira Do Mar, Beja, Corte Do Pinto, Aljustrel, Vidigueira.

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