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Die Präsenz der Ribeira de Odivelas beeinflusste die Wahl des Standorts für das Mosteiro de Odivelas. Diese Verbindung von Fluss und Klostergründung eröffnet einen konkreten Zugang zur Geschichte des Ortes: Nicht allein das Bauwerk zählt, sondern auch die Landschaft, die seine Standortwahl mitprägte.

Klostergeschichte und Bauzeugnisse

Das Memorial de Odivelas ist als Nationalmonument eingestuft. Es handelt sich um einen Torbogen, dessen Errichtung möglicherweise ins 14. Jahrhundert fällt. Eine verbreitete Theorie besagt, dass das Memorial genutzt wurde, um den Leichnam von König Dinis von Santarém zum Mausoleum im Kloster zu überführen.

Auch die Biblioteca Municipal D. Dinis erzählt von älteren Nutzungen: Sie befindet sich in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das früher zur Quinta de Nossa Senhora do Monte do Carmo gehörte. Das Anwesen wurde landwirtschaftlich und zur Erholung genutzt. In der ehemaligen Kapelle der Bibliothek sind ein vergoldeter Altaraufsatz, eine Kanzel mit einer Schale aus dem 18. Jahrhundert sowie der Grabstein von Gil Vaz Lobo erhalten. Architektur und einzelne Ausstattungsstücke geben hier unterschiedliche Anhaltspunkte für die Bau- und Nutzungsgeschichte.

Die Quinta do Espírito Santo ist ein Palastgebäude aus dem 18. Jahrhundert, das im 19. Jahrhundert umgestaltet wurde. Zu ihr gehören ein kleiner geometrisch angelegter Garten und zwei Brunnen: Einer ist mit Fliesen, der andere mit Muschelwerk verziert. Im Inneren befinden sich Wandmalereien, deren Bildprogramm von neoklassizistischen Vorbildern inspiriert und an das Landleben im Raum Lissabon angepasst wurde. So treffen in der Beschreibung dieses Gebäudes formale Gartengestaltung, dekorative Details und eine regionale Ausprägung klassischer Bildideen zusammen.

Gärten und kulturelle Projekte

Der Jardim da Música umfasst 17.000 m² und liegt im Umfeld des Rathauses von Odivelas, der früheren Quinta da Memória. Im Garten wachsen einheimische Baumarten, Rasenflächen und aromatische Pflanzen. Ein Amphitheater ist für kleinere Aufführungen vorbereitet. Damit gehören zu diesem Ort sowohl gestaltete Grünflächen als auch ein für Aufführungen eingerichteter Raum.

Das Projekt des Centro de Exposições de Odivelas sieht Räume für kulturelle Nutzungen und Arbeitsateliers für Künstler verschiedener kultureller Sparten vor. Im Projekt sind außerdem eine Cafeteria und eine Terrasse im Zusammenhang mit dem Jardim da Música und dem Platz vorgesehen.

Marmelada Branca und Klostertradition

Die Marmelada Branca de Odivelas IGP verbindet eine genau umrissene Herstellung mit einer langen lokalen Überlieferung. Sie wird ausschließlich durch das Kochen von Quittenmark mit weißem Zucker, Wasser und Zitronensaft hergestellt. Das abgegrenzte geografische Gebiet der IGP ist auf die Gemeinde Odivelas beschränkt. Zugleich gilt die Marmelada Branca als jahrhundertealtes Erbe der Bernhardinerinnen des Mosteiro de São Dinis de Odivelas. So führt eine lokale Spezialität von ihrer Rezeptur zurück zur Klostergeschichte und verbindet Esskultur mit einem konkreten Teil des kulturellen Erbes.

Orientierung für Ihren Aufenthalt

Auch die Verkehrsorientierung kann in Ihre Wahl einer Basis einfließen: Die Metrostation Odivelas wird von der Gelben Linie bedient. Für die Planung eines Aufenthalts stehen damit unterschiedliche Aspekte nebeneinander – die Bau- und Klostergeschichte, die Gärten, das geplante kulturelle Projekt und eine konkrete Metroanbindung.

Weitere Reiseziele entdecken: Odivelas, Póvoa de Santo Adrião, Caneças, Sobral De Monte Agraço, Vila Franca De Xira, Alenquer, Oeiras, Lourinhã.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lissabon.

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