Im Palácio da Brejoeira begegnen sich Alvarinho-Kultur und Baugeschichte: Das große neoklassizistische Herrenhaus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen und etwa dreißig Jahre später fertiggestellt. Hier werden Alvarinho-Wein und authentischer Bagaceira-Schnaps hergestellt. Monçãos Weinidentität reicht zugleich über einzelne Erzeugnisse hinaus.
Alvarinho und lokale Küche
Das Museu do Alvarinho präsentiert Monção als „Wiege des Alvarinho“ und vermittelt Einblicke in das Gebiet und seine Bevölkerung. Seine Ausstellung stellt die Subregion Monção und Melgaço als einzigartiges Gebiet der Alvarinho-Erzeugung sowie Alvarinho als gastronomisches Qualitätsprodukt vor. Damit wird Wein nicht nur als Produkt, sondern auch als Teil der regionalen Kultur greifbar.
Auch die Küche bietet konkrete Anknüpfungspunkte. Lombelo à S. Jorge verbindet Bicas, sämigen Reis mit Rübstiel und Wurstwaren, saftiges Fleisch sowie eine Reduktion aus Alvarinho-Wein. Zur Gastronomie von Monção gehören außerdem unter anderem Lachs, Neunauge, Maifisch, Huhn und verschiedene Räucherwaren. Cordeiro à Moda de Monção wird hier auch Foda à Monção genannt. Das traditionelle Mahl im Umfeld der Senhora da Cabeça in Cortes ist ebenfalls von der lokalen Gastronomie geprägt.
Bauwerke und ihre Geschichten
Die Torre de Lapela reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück und erhebt sich etwa 35 Meter über dem Flussbett des Minho. Ein weiterer Blick auf den Fluss eröffnet sich bei einem Spaziergang entlang der Fortaleza de Monção, auch Muralhas de Monção genannt: Von dort sehen Sie den Minho und das galicische Ufer. Die Fortaleza ist seit dem 16. Juni 1910 als Nationaldenkmal klassifiziert.
Auch Sakralbauten bewahren unterschiedliche Kapitel der Geschichte. Die Igreja Matriz ist eine romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Kapellen erinnern an Deu-la-Deu Martins und Dom Vasco Marinho. Die Igreja de Longos Vales, auch Igreja de São João Baptista genannt, gehört zu einem ehemaligen Kloster der Regularkanoniker des heiligen Augustinus, das Dom Afonso Henriques 1197 gründete. In ihrem Kirchhof befinden sich anthropomorphe Gräber, die in den Fels gehauen und 1998 entdeckt wurden.
Das Mosteiro de Merufe ist ein romanisches Kloster. Das frühere Convento das Irmãs Bentas diente Pilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela als Unterkunft. Eine andere Form religiöser Baukunst zeigt das Santuário de Nossa Senhora dos Milagres: Die manieristische Kapelle am Ort Ermida entstand Ende des 16. Jahrhunderts. In der Casa do Arco lebte der aus Monção stammende Dichter João Verde. Das Cine Teatro João Verde wurde nach einer umfassenden Sanierung am 25. April 2013 wiedereröffnet.
Wege, Landschaft und Ausblicke
Die Ecopista do Rio Minho verläuft zwischen Valença und Monção entlang einer ehemaligen Eisenbahnstrecke und wurde auf 17 Kilometer erweitert. Unterwegs bietet sie Ausblicke auf das Flussbett des Minho, die umliegenden Weinberge und Galicien. Die Strecke verbindet damit eine Spur der früheren Eisenbahn mit weiten Landschaftsblicken. Vor einer Tour empfiehlt es sich, die aktuellen Streckenbedingungen zu prüfen.
Auch Santo António Vale de Poldros in Monção ist in die Rad- und Wanderroute Rota das Aldeias do Alto Minho einbezogen. Diese Route ist vor Ort nicht ausgeschildert und wird anhand eines GPS-Tracks genutzt; prüfen Sie deshalb die Routendateien vor dem Aufbruch. Am Castro de São Caetano führt eine Wanderung mit einem Aufstieg zur Spitze. Von dort reichen die Ausblicke über das Tal des Minho, Weinberge, Täler und Berge Monçãos. Das Castro ist ein als Nationaldenkmal klassifiziertes, bedeutendes befestigtes Siedlungsareal der protohistorischen Kultur im Nordwesten der Iberischen Halbinsel.
Feste und Thermalgeschichte
Die Romaria de Nossa Senhora da Cabeça in Cortes ist eng mit den Osterfeierlichkeiten verbunden; ihre Termine variieren mit dem Osterkalender. Pilger ziehen zum Heiligtum im Ort Bouças in Monção. Zur Romaria gehören religiöse Feiern ebenso wie Petiscos, geselliges Beisammensein unter Bäumen und eine abendliche Verbena. Einzelne Programmdetails können variieren.
Eine weitere historische Spur führt zum Thermalwasser von Monção, dessen Nutzung bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Der Parque das Caldas de Monção ist um eine von Zedern und Linden gesäumte Allee angelegt. Sie verbindet das alte Badehaus mit kleinen Aufenthaltsbereichen und macht den Aufbau des Parks unmittelbar nachvollziehbar.
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