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Peştera verbindet eine markante Höhle mit Natur- und Geschichtsthemen. Im Mittelpunkt steht die Peștera Bolii, eine natürliche Durchgangshöhle; im Umfeld liegen ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet und die Kalksteinschlucht Cheile Băniței. Hinzu kommen archäologische Bezüge und regionale Burggeschichte. Für die Einordnung des Reiseziels lohnt es sich, zwischen der Höhle, der Schutzlandschaft und dem größeren Umfeld nördlich von Petroșani zu unterscheiden.

Die Peștera Bolii: Durchgangshöhle und Kulturgeschichte

Die Peștera Bolii zählt zu den wenigen natürlichen Durchgangshöhlen dieser Art in Rumänien und kann auf ihrer gesamten Länge durchquert werden. Prüfen Sie die Passagebedingungen vor Ort. Im Inneren gibt es große Höhlenräume und ornamentale Beleuchtung. Am Höhlenausgang trägt der Bach den Namen Galbina. Auch die Kulturgeschichte gehört zum Bild der Höhle: In ihrer größten Kammer wurden bereits in der Zwischenkriegszeit Konzerte veranstaltet.

Schutzlandschaft und Kalkstein

Dealul und Peștera Bolii bilden im Parcul Natural Grădiştea Muncelului-Cioclovina ein nationales Naturschutzgebiet vom gemischten Typ der IUCN-Kategorie IV. Das Schutzgebiet liegt im Șureanu-Gebirge nahe der DN 66 zwischen Deva und Petroșani und umfasst 10,0 ha. Die Höhle ist damit zugleich Teil einer benannten Schutzlandschaft.

Im Umfeld von Peştera liegt außerdem Cheile Băniței, eine 250 bis 300 Meter lange, enge Schlucht zwischen hohen weißen Kalksteinwänden. Sie entstand durch den Einsturz des Dachs einer ehemaligen Höhle. Im Vergleich zu den großen Räumen der Peștera Bolii steht hier ein schmaler Kalksteinkorridor im Vordergrund: Die Naturmotive unterscheiden sich vor allem durch ihre Form.

Archäologische und regionale Geschichte

Die Peștera Bolii war im Äneolithikum bewohnt. Außerdem ist sie mit der archäologischen Siedlungsstätte Aşezarea Coţofeni de la Petroşani verbunden. Zusammen mit den historischen Konzerten in der größten Kammer ergeben sich unterschiedliche kulturelle Bezüge zur Höhle, von früher Besiedlung bis zur Nutzung für Veranstaltungen in der Zwischenkriegszeit.

Im weiteren regionalen Umfeld befindet sich die Cetatea Bănița am westlichen Rand des Beckens Valea Jiului, im höchsten Bereich des Dealul Bolii. Zwischen drei Hügeln gelegen, versperrte sie im Süden den Zugang nach Sarmizegetusa Regia. Die Burg lag nahe einer Route durch die Karpaten zum Pasul Vâlcan und nach Merișor. Dieser Zusammenhang erweitert den Blick von der Höhle auf die historische Landschaft der Region.

Lage und Anreise

Peştera liegt nördlich von Petroșani und ist 6 km von der Stadt entfernt. Der Ort liegt an der Straße, die das Jiului-Tal mit Țara Hațegului verbindet, dort, wo Retezat-Gebirge und Sebeș-Gebirge zusammentreffen. Für die Anreise zur Peștera Bolii gibt es zwei genannte Wege: mit dem Zug über die Haltestelle Halta Peștera Bolii, wenige hundert Meter unterhalb der Höhle, oder über die DN 66 beziehungsweise E 79. Prüfen Sie vor der Reise die Straßen- und Bahnverhältnisse; auch die Bedingungen für die Höhlenpassage sollten Sie vor Ort abklären.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eisenmarkt.

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