Der Jiul de Vest fließt durch Lupeni; südlich der Stadt liegt das Vâlcan-Massiv. Der Bergort Straja befindet sich im nördlichen Teil des Gebirges auf 1.300 bis 1.400 Metern Höhe und etwa 8 km von Lupeni entfernt.
Lupeni und Straja: zwei Ortslagen
Die Gondelbahn Straja ermöglicht den touristischen Zugang zum Ferienort und verläuft über eine Strecke von mehr als 2,5 km. Wenn Sie sie für Ihre Anreise einplanen, prüfen Sie die Betriebszeiten vorab. Die unterschiedlichen Ortslagen sind auch bei der Reiseplanung relevant: Das Skigebiet und der Ferienort liegen in Straja, während der Jiul de Vest durch Lupeni fließt.
Wintersport und Mountainbikewege
Das Skigebiet Straja umfasst ungefähr 26 Kilometer und 12 Skipisten, die jeweils mit einer Seilbahnanlage und künstlicher Beschneiung ausgestattet sind. Dabei sind Gebietsgröße und einzelne Abfahrt zu unterscheiden: Die Pârtia Straja allein ist 8,1 Kilometer lang. Sie führt vom Vârful Straja auf 1.868 Metern bis zur Talstation der Gondelbahn auf 750 Metern. Die Infrastruktur kann sich durch Umbauten verändern; prüfen Sie deshalb vor Ihrer Planung die aktuellen Angaben.
Auch Mountainbikewege gehören zum Angebot in der Umgebung. Der Traseul Lupilor ist ein ungefähr 4 Kilometer langer Mountainbikeweg im Ferienort Straja bei Lupeni. Der Traseul Baloo ist 3,2 Kilometer lang, gehört zur Disziplin All Mountain/Enduro und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. So lassen sich für die Planung konkrete Streckenlängen mit den jeweils genannten Aktivitätsmerkmalen verbinden.
Kirchen, Kultur und Erinnerungsorte
Die Kirche „Sfintele Femei Mironosițe“ in Lupeni wurde zwischen 1906 und 1908 im neobyzantinischen Stil errichtet und besitzt einen barocken Glockenturm. Die Kirche „Sf. Ierarh Nicolae“ entstand zwischen 1922 und 1928. Ihr Grundriss ist dreikonchig, mit halbrunden Apsiden. Älter ist die römisch-katholische Kirche auf dem Muntele Carmel: Sie wurde zwischen 1842 und 1848 im klassizistischen Stil erbaut und enthält eine Orgel von Mátisfalvi Szocs Sámuel. Die Bauzeiten dieser drei Kirchen reichen damit vom 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert; zugleich unterscheiden sich ihre architektonischen Merkmale.
Bei der Peștera Belona am Hügel Straja in Lupeni ist eine Siedlung aus dem Neolithikum und Äneolithikum archäologisch verzeichnet. Der Palatul Cultural Lupeni, heute auch Palatul Cultural „Minerul“ genannt, wurde von der Societatea Anonimă Română „Lupeni“ nach dem Vorbild des Goldenen Saals der Wiener Philharmoniker errichtet.
Auch die Bergbaugeschichte ist an Erinnerungsorten präsent. Das Denkmal Lupeni 29 schuf der Bildhauer Ion Irimescu 1968; es stellt den Bergarbeiterstreik von 1929 im Jiu-Tal dar. Ein separates Gedenk- und Bestattungsdenkmal erinnert an die Bergleute, die am 27. April 1922 bei einem schweren Grubenunglück in der Mina Aurelia ums Leben kamen. Die beiden Orte beziehen sich somit auf unterschiedliche Ereignisse und Daten.
In Straja wurde 1999 das Schitul din Straja gegründet. Zu der Anlage gehören eine Holzkirche und mehrere Mönchszellen. Der 54 Meter lange Tunelul sfinților ortodocși verbindet die Holzkirche mit dem Ferienort Straja; im Tunnel sind religiöse Szenen und ein orthodoxer Kalender gemalt.
Traditionen und Veranstaltungen
Die Nedeia Sânzienelor findet jedes Jahr am 24. Juni im Bergort Straja bei Lupeni statt. Das traditionelle Fest unter freiem Himmel ist mit Ernte, Vegetation und Fruchtbarkeit verbunden. Dazu gehört ein Pferdewettbewerb, bei dem die Reiter authentische rumänische Tracht aus ihrer jeweiligen Herkunftsregion tragen müssen.
Ein weiterer jährlicher Brauch in Straja ist die Prozession „Drumul Crucii“, die dort seit 2000 durchgeführt wird. Für sie ist kein bestimmter Wochentag genannt. Im Dezember veranstaltet Lupeni das Festivalul Crailor. Dabei kommen Gruppen von Weihnachtssängern aus dem Jiu-Tal und ein großes Publikum zusammen. Diese Termine und Traditionen ergänzen die Ausflüge zu Architektur- und Erinnerungsorten um einen saisonalen Blick auf das kulturelle Leben der Region.
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