Zwei Parks, verbunden durch die Avenue of Heroes, geben dem Brâncuși Monumental Ensemble in Târgu Jiu seinen räumlichen Aufbau. Das Ensemble entstand 1937 und 1938 zum Gedenken an die Menschen, die bei der Verteidigung der Stadt im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen. Auch die Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus liegt auf dem Verlauf der Achse. Hier stehen abstrakte Skulptur, Landschaftsarchitektur, Ingenieurwesen und Stadtplanung in einem gemeinsamen Zusammenhang. Wer sich für Kunst im Stadtraum interessiert, begegnet in Târgu Jiu einem Werk, dessen Gestaltung und Gedenken zusammengehören.
Kunst, Dorfmuseum und Klostergeschichte
Eine andere Form des Entdeckens bietet das Museum der Volksarchitektur in Curtișoara. Dort lassen sich mehr als 30 alte Holzhäuser und Gehöfte erkunden, die zu einem Freilicht-Dorfmuseum zusammengestellt wurden. Zum Museum gehören auch das Tătărescu-Ensemble, die aus dem Jahr 1821 stammende Kirche Johannes des Täufers und historische wasserbetriebene Anlagen. Die Häuser und Gehöfte vermitteln einen Eindruck davon, wie vielfältig die traditionelle Volksarchitektur in den Sammlungsbestand eingebettet ist; die Kirche und die Anlagen ergänzen diesen Blick um weitere historische Zeugnisse.
Auch einzelne Orte verbinden Baugeschichte mit einem längeren historischen Zusammenhang. Das Casa Muzeu „Constantin Brâncuși“ in Hobița ist ein Denkmal der Volksarchitektur aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Kloster Tismana wurde vom heiligen Nikodemus mit Unterstützung des Woiwoden Radu I. gegründet, dessen Regierungszeit mit 1377 bis 1383 angegeben wird. Das Kloster Lainici besitzt eine Sammlung religiöser Gegenstände und alter Bücher.
Beim Kloster Polovragi kommt zur Klostergeschichte eine besondere Beziehung zur Höhlenlandschaft hinzu: Es liegt nahe den Cheile Oltețului und der Peștera Polovragi und verwaltete die Höhle 300 Jahre lang. Höhlenforscher haben in der Peștera Polovragi etwa zehn Kilometer Gänge kartiert; für Besucher zugänglich sind 800 Meter Galerie. So lassen sich an diesem Ort die Größenordnung des erforschten Höhlensystems und der tatsächlich zugängliche Abschnitt klar unterscheiden.
Karst und geschützte Berglandschaften
Die Cheile Sohodolului sind eine etwa zwölf Kilometer lange Karstlandschaft im Vâlcan-Gebirge zwischen Runcu und Poiana Contului. Das Gebiet ist über die Nationalstraße 67D erreichbar und kann mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß durchquert werden. Wer die Landschaft nicht nur als Durchquerung betrachtet, findet im Sohodol-Tal auch ein floristisches Schutzgebiet mit Pflanzenarten, die in der rumänischen Flora selten sind.
Im Nordosten des Kreises Gorj liegt auf dem Verwaltungsgebiet der Gemeinde Polovragi außerdem die Cheile Oltețului, Teil eines national geschützten Naturgebiets. Der Nationalpark Defileul Jiului zeigt eine andere Berglandschaft: Zu seinen geschützten Merkmalen zählen Felsen, kalkhaltige Steilwände, Gipfel, Schluchten, Wasserfälle, alpine Wiesen und Wälder. Die Landschaft wechselt damit zwischen markanten Felsformen, offenen Flächen und bewaldeten Bereichen.
Wege und Aktivitäten im Defileul Jiului
Im Nationalpark führen Wanderwege durch Teile von 22 Lebensräumen von nationalem und europäischem Interesse. Thematische Wege bieten Ausblicke auf Wälder, Lichtungen, sonnige Weiden sowie auf steilere und sanftere Bergkämme. Für eine andere Perspektive auf den Park informiert das Besucherzentrum in Bumbești Jiu über Tourismus, die Biodiversität der verwalteten Schutzgebiete und die Geschichte der Region.
Auf ausgewiesenen Abschnitten des Flusses Jiu kann im Nationalpark Rafting betrieben werden; der Zugang kann Parkregeln und Einschränkungen unterliegen. Radfahren ist derzeit auf dem Zufahrtsweg Plaiului Bumbești möglich, den die örtliche Gemeinschaft anerkannt hat. Die beiden Aktivitäten sind also an konkrete Flussabschnitte beziehungsweise einen benannten Weg gebunden. Wenn Sie eine davon einplanen, beziehen Sie diese Bedingungen in Ihre Orientierung ein.
Transalpina und Rânca
Die Transalpina (DN 67C) ist Rumäniens höchstgelegene Straße. Sie verbindet Novaci in Gorj mit Sebeș im Kreis Alba und überquert das Parâng-Gebirge. Für die Straße können saisonale Einschränkungen gelten; informieren Sie sich vor der Fahrt über die Befahrbarkeit.
Von Novaci aus ist der Bergort Rânca über die Transalpina erreichbar. Rânca liegt auf 1.600 Metern Höhe und bietet fünf Skipisten, von denen eine über eine Beleuchtungsanlage für den Nachtbetrieb verfügt. Da sich die Pisteninfrastruktur ändern kann, empfiehlt es sich, deren aktuellen Stand zu prüfen, wenn Sie diese in Ihre Reiseplanung aufnehmen.
Weitere Reiseziele entdecken: Săcelu, Rânca, Târgu Jiu, Novaci, Polovragi, Ţânţăreni, Turcineşti, Muşeteşti, Aninoasa, Tismana, Dobriţa, Țicleni, Runcu, Baia De Fier, Arcani, Aninişu din Deal, Turburea.
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