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Acht Holzkirchen, unterschiedliche architektonische Epochen und verschiedene Regionen: Das UNESCO-Ensemble der Holzkirchen von Maramureş vereint diese Vielfalt an einem Thema. Wer sich für Baukunst und Geschichte interessiert, findet hier keinen einheitlichen Typ, sondern Kirchen, die unterschiedliche Zeiten und Gegenden repräsentieren. Dazu kommen Museen und Erinnerungsorte, die Maramureş aus weiteren Blickwinkeln erschließen.

Holzkirchen und Zeugnisse der Geschichte

Auch der Fröhliche Friedhof von Săpânța verbindet einen konkreten historischen Anfang mit einem umfangreichen Ensemble. Die ersten Kreuze entstanden 1935; heute stehen mehr als 850 Kreuze auf dem Kirchhof. Der Ort ist zugleich ein Freilichtmuseum. Die Zahl der Kreuze vermittelt den Umfang des Ensembles, während das Entstehungsjahr einen zeitlichen Bezugspunkt setzt.

Eine andere Form des Erinnerns begegnet Ihnen im Memorial Sighet. Das ehemalige Gefängnis ist heute als Museumsbereich gestaltet. In den einzelnen Zellen finden sich thematische oder chronologische Darstellungen zur politischen Repression im 20. Jahrhundert. So stehen hier nicht Kirchenbau oder Dorfarchitektur, sondern die Geschichte politischer Repression und ihre Einordnung im Mittelpunkt.

Museen: Architektur, Alltag und Sammlungen

Das Dorfmuseum Maramureşean „Mihai Dăncuş“ bildet ein Ensemble mit mehr als 30 Denkmälern bäuerlicher Architektur. Es wurde als regionaltypisches Dorf konzipiert: Das Konzept greift die Entwicklung von einer verstreuten Siedlungsform zu einem geschlossenen Dorf auf. Architektur und Siedlungsform gehören damit zusammen; der Rundgang durch das Ensemble lässt sich als Begegnung mit beiden Themen verstehen.

Das Ethnografische Museum von Maramureş besitzt umfangreiche Sammlungen zu Hauswirtschaft, Trachten und volkstümlicher Architektur. Hinzu kommen Teppiche, Textilien, Volksmasken sowie Ikonen auf Glas, Leinwand und Holz. Das Maramureş-Museum ist in einem historischen Baudenkmal untergebracht, das 1730 im Barockstil errichtet wurde. Zu seinen Themen zählen die Ausstellung „Sighetu-Marmației – 680“ und eine Sammlung zur Flora und Fauna von Maramureş.

Als erstes Museum von Maramureş gilt das Hausmuseum „Dr. Ioan Mihalyi de Apşa“ mit Kunstgalerie. In vier Räumen werden originale Möbel, eine Bibliothek sowie eine umfangreiche Sammlung von Gemälden und Dokumenten gezeigt. Für Ihren Besuch lässt sich so ein anderer Schwerpunkt setzen als bei den Sammlungen zu bäuerlichem Alltag und regionaler Architektur: Hier stehen die Räume und ihre Möbel, Bücher, Bilder und Dokumente im Vordergrund.

Landschaft, Natur und Wege

Der Naturpark Munții Maramureșului ist ein geschütztes Gebiet. Zu seinen Zielen gehören die Bewahrung der Landschaft und lokaler Traditionen sowie die Förderung eines Tourismus, der auf diesen Werten beruht. Ein besonderer Naturraum ist der Tăul Morărenilor mit terrestrischen und aquatischen Lebensräumen sowie reproduktiv isolierten Pflanzen- und Tierarten. Auch botanisch ist der Ort bemerkenswert: Er ist der einzige Ort in Rumänien, an dem Schwarzerle, Grünerle und Grauerle gemeinsam wachsen.

Die Schmalspurbahn der Mocănița ist insgesamt 56 Kilometer lang. Davon verlaufen 43 Kilometer entlang des Vaser; weitere Abschnitte führen an den Nebenflüssen Novăț und Ștevioara entlang. Diese Aufteilung benennt sowohl die Länge der Bahnstrecke als auch den Verlauf an den genannten Gewässern.

Erlebnisse zu Fuß, mit dem Fahrrad und in der Küche

Der Drumul Maramureșului bietet mehr als 700 Kilometer Natur- und Kulturerlebnisse, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden können. Ein ausgewiesener eintägiger Abschnitt ist 24 Kilometer lang und führt zwischen Poienile de sub Munte und Vișeu de Sus. Die Gesamtlänge und der einzelne Tagesabschnitt geben unterschiedliche Orientierung für die Planung. Da veröffentlichte Streckenangaben und Dauer sich ändern können, prüfen Sie vor einer konkreten Tour den aktuellen Routenstand.

Der Drumul Maramureșului führt außerdem ein Besuchserlebnis auf, bei dem traditionelle Küche gelernt und ein Tag in der Gospodăria – In Tierti verbracht werden kann. Wenn Sie dieses Angebot in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, klären Sie vorab, ob es für Ihren Reisezeitraum verfügbar ist.

Orientierung vor Ort

Das Dorfmuseum Maramureşean „Mihai Dăncuş“ liegt auf dem Dealul Dobăieş, etwa 500 Meter von der DN18 entfernt. Die DN18 führt zu den Tälern von Iza und Mara. Damit sind sowohl die ungefähre Entfernung des Museums zur Straße als auch die Verbindung der Straße zu diesen Tälern benannt – zwei konkrete Punkte, die Ihnen bei der räumlichen Einordnung Ihrer Entdeckungen helfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Baia Mare, Ocna Sugatag, Borşa, Botiza, Vadu Izei, Bârsana, Sighetu Marmaţiei, Mittelstadt, Cavnic, Băile Borşa, Strâmtura, Săcălaşeni, Călineşti, Remeţi, Ieud, Săpânța, Onceşti, Săcel, Vișeu De Sus, Staţiunea Borşa, Desești, Târgu Lăpuș, Recea, Ruscova, Poienile Izei, Leordina, Sarasău, Comuna Desești, Comuna Remeți, Moisei, Municipiul Baia Mare, Vișeu De Jos, Comuna Ocna Șugatag, Orașul Târgu Lăpuș, Orașul Ulmeni, Comuna Satulung, Comuna Strâmtura, Suciu de Sus, Săliștea de Sus, Coltău, Coruia, Firiza, Seini, Comuna Bogdan Vodă, Orașul Seini, Satu Nou de Jos, Giulești, Petrova, Hoteni, Lăpușel.

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