Für einen Aufenthalt in Mittelstadt lassen sich Natur- und Kulturmotive gut unterscheiden: Lacul Albastru verbindet ein geschütztes Gebiet mit jahreszeitlich wechselnden Farben, am Dealul Minei steht das Panorama vom Gipfel im Mittelpunkt. Fahnen in der Biserica romano-catolică Sf. Maria, die Töpfertradition und die Vâltori in Chiuzbaia eröffnen weitere Blickwinkel. So können Sie den Aufenthalt an den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
Seen, Gipfel und Hochlagen
Lacul Albastru ist ein nationales Schutzgebiet auf dem Verwaltungsgebiet der Stadt Baia Sprie. Der See liegt am Südhang des Dealul Minei auf 530 m Höhe. Seine Farbe verändert sich je nach Jahreszeit: Im Frühling, besonders im April und Mai, erscheint er blau und türkis, im Sommer smaragdgrün und im Herbst grünlich-braun. Die Farbveränderungen werden mit Eisensulfat erklärt.
Zwischen 1919 und 1920 entstand der See durch Wasseransammlung infolge des Einsturzes einer Mine oder von Arbeiten an der Oberfläche. Seine Entstehung lässt sich damit auch unter dem Blickwinkel der Bergbaugeschichte betrachten.
Lacul Bodi liegt auf 731 m am Fuß des Vârful Mogoșa, der auch Muntele Negru genannt wird. Ein anderes Landschaftsprofil bietet der Vârful Igniș: Er erreicht 1.307 m und liegt auf einem vulkanischen Plateau mit markanten Felsformationen sowie Heidelbeer- und Preiselbeersträuchern. So stehen hier ein See am Bergfuß und ein Plateau mit Felsen und Sträuchern als unterschiedliche Landschaftsmotive gegenüber.
Bergbau, Fahnen und Handwerk
Der Traseul Minier Principal führt auf den 730 m hohen Gipfel des Dealul Minei; von dort bietet sich ein Panorama der Umgebung. Der Weg Puțul Francisc și Borcut führt zu den Ruinen des Puțul Francisc. Diese sind nicht stabilisiert. Die Ziele unterscheiden sich damit deutlich: Hier ist es das Gipfelpanorama, dort der benannte Ruinenort. Zusammen mit der Lage des Lacul Albastru am Südhang lassen sich so verschiedene Punkte am Dealul Minei unterscheiden.
In der Biserica romano-catolică Sf. Maria sind zwei Bergmannsfahnen aus den Jahren 1886 und 1889 sowie die Fahne der Töpferzunft aus dem Jahr 1852 ausgestellt. Die Ausstellung stellt damit Zeugnisse des Bergbaus und des Töpferhandwerks nebeneinander.
Baia Sprie hat eine langjährige Töpfertradition; Daniel Leș gilt als letzter Töpfer der Stadt. Die Fahne der Töpferzunft und die Einordnung Daniel Leș' als letzter Töpfer machen die Tradition sowohl über ein historisches Objekt als auch über eine konkrete Person greifbar.
Auch in Chiuzbaia gibt es vier funktionsfähige Vâltori. Sie werden zum Waschen genutzt und sind zugleich lokale touristische Attraktionen. Ihre Verbindung von praktischem Gebrauch und Besucherrolle setzt einen anderen Akzent als die ausgestellten Fahnen: Hier stehen funktionsfähige Anlagen im Mittelpunkt.
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