Glod verbindet eine historische Holzkirche mit einer eigenständigen Handwerkstradition und Wegen durch das Slătioara-Tal. Für die Planung gibt es unterschiedliche Ansätze: zwei Wanderwege von jeweils 3,6 Kilometern, eine längere Tour zur Biserica Dracilor und auf den Măgura Glodului sowie einen Fahrradweg, der nach Glod zurückführt. Auch die textile Arbeit und die Geschichte der Walkmühlen gehören zum kulturellen Bild des Ortes.
Die Holzkirche Sfântul Nicolae
Die Holzkirche „Sfântul Nicolae“ ist in der nationalen Denkmalliste von 2010 als historisches Denkmal unter der Kennnummer MM-II-m-A-04581 eingetragen. Als Baujahr ist 1700 angegeben. Errichtet wurde sie von einer Gruppe wandernder Handwerker aus Moldawien. So treffen bei diesem Bauwerk zwei besondere Aspekte zusammen: seine frühe Entstehungszeit und die Herkunft der Handwerker, die es schufen.
Tal, Fluss und Gebirgskette
Glod liegt am Oberlauf des Slătioara-Tals und nordwestlich des Măgura Mare in der vulkanischen Kette des Țibleș. Der Fluss Slătioara mündet zwischen Strâmtura und Bârsana in die Iza.
Südwestlich von Glod, nahe der Straße nach Feredeauă, liegt ein schwefelhaltiger, kohlensäurehaltiger Borcut mit starken Travertinablagerungen. Er ist ein weiteres benanntes Merkmal der Umgebung. Das Gebiet der Mineralquellen von Glod war historisch mit schwefelhaltigen, salzhaltigen und kohlensäurehaltigen Quellen verbunden; an diesen wurde früher empirische Balneotherapie betrieben.
Wege mit unterschiedlichen Zielen
Die beiden Wanderwege mit einer Länge von jeweils 3,6 Kilometern unterscheiden sich durch Markierung und Verlauf. Ein mit einem roten Punkt auf weißem Grund markierter Weg verbindet Glod, das Slătioara-Tal, Izvorul Cald und Borcut. Der zweite Weg ist mit einem roten Kreuz auf weißem Grund gekennzeichnet und verbindet Glod und das Tal mit der Șaua Măgura Glodului. Bei gleicher Länge führen die Routen damit zu unterschiedlichen genannten Punkten; für die Auswahl zählen hier Ziel und Markierung, nicht ein Längenunterschied.
Eine längere Radstrecke führt von Glod durch das Slătioara-Tal, über die Șaua Măgura Glodului nach Poienile Izei und zurück nach Glod. Ihre Länge beträgt 11,5 Kilometer. Anders als bei den Wanderwegen ist der Rückweg nach Glod Teil der beschriebenen Strecke.
Für die Wanderung von Glod zur Biserica Dracilor und auf den Gipfel Măgura Glodului sind etwa 10 Kilometer und vier bis fünf Stunden angegeben. Planen Sie diese Zeitspanne für die Tour ein und prüfen Sie Zugang und Wegverhältnisse vor Ort. Die ungefähre Streckenlänge und Dauer geben einen Planungsrahmen; sie sind keine exakte Zeitangabe für jeden Besuch.
Textilien und Walkmühlen
In Glod werden țoluri, pănură für Winterkleidung und cergi gewebt. Cergi und pănură werden in Walkmühlen zwischen acht und 48 Stunden lang gewalkt. Dabei schrumpfen sie um 20 Zentimeter und werden dichter. Das Zusammenspiel aus Weben und anschließendem Walken zeigt, wie konkrete Arbeitsschritte zu den überlieferten Textilien gehören.
Auch kunstvoll verzierte Schaffellmäntel sind mit Glod verbunden: Kürschner fertigen sie dort an. Eine weitere historische Dimension bilden die wasserbetriebenen Walkmühlen. Im Jahr 2017 gab es in Glod zwölf davon. Zu den damals besonders gut instand gehaltenen und ständig funktionierenden Anlagen gehörten die Walkmühlen der Familien Maria Roşca, Măricuţa Dunca, Ileana Vlad und Maria Marchiş. Ebenfalls 2017 wurden die Mühlen zum Waschen von Teppichen, țoluri und Rohwolle genutzt.
Glod und das maramureșische Volkslied
Glod ist das Heimatdorf der Brüder Petreuș. Sie gelten seit mehr als einem halben Jahrhundert als besonders geschätzte Botschafter des maramureșischen Volkslieds. Damit reicht der kulturelle Bezug des Ortes neben der Holzkirche und dem Textilhandwerk auch in die Musiktradition. Zusammen mit den unterschiedlichen Wegen ergeben sich mehrere eigenständige Themen, an denen Sie Ihre Entdeckung Glods ausrichten können.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Comuna Strâmtura.