Eine markante architektonische Besonderheit in Troița ist der freistehende Glockenturm der Holzkirche: Er hat ein offenes Erdgeschoss, eine schmale Galerie mit Bögen und ein steil geneigtes Dach. Zusammen mit Casa Tolnay, der unitarischen Kirche in Sânvăsii und der Geschichte von Nyárádszentlászló ergeben sich verschiedene historische Anknüpfungspunkte für eine Reise nach Galesti. Im Kreis Mureș zählt die Gemeinde Găleşti zu den Gemeinden mit einer sehr hohen Konzentration an gebautem Kulturerbe von nationalem kulturellem Interesse.
Baudenkmäler und unterschiedliche Zeitschichten
Die Casa Tolnay in Găleşti ist ein historisches Denkmal aus dem 17. Jahrhundert. Eine andere Epoche repräsentiert die unitarische Kirche in Sânvăsii, ein historisches Denkmal aus dem 14. bis 15. Jahrhundert. Ein Grab über der Kirchenmauer enthielt eine Münze, die Béla III zugeschrieben wird. Auf dieser Grundlage wird der Bau der Kirche in das späte 12. oder frühe 13. Jahrhundert datiert. Die Datierung verweist damit auf eine ältere Baugeschichte als die zeitliche Einordnung als Denkmal.
Auch die Cetatea de la Găleşti – Singervára gehört zu den historischen Themen der Gegend: Die Befestigungsanlage aus römischer und mittelalterlicher Epoche liegt auf einem Hügel südlich des ehemaligen Dorfes Sânvăsii. Casa Tolnay, Kirche und Befestigungsanlage stehen so für unterschiedliche Formen des gebauten und archäologischen Erbes. Die Ortsangabe der Anlage hilft dabei, sie von der Kirche im Dorf zu unterscheiden.
Kirchenarchitektur in Troița und Nyárádszentlászló
Der Glockenturm der Holzkirche in Troița ist freistehend und durch seine Bauform klar beschrieben: Das Erdgeschoss ist offen, darüber liegt eine schmale Galerie mit Bögen, abgeschlossen von einem steil geneigten Dach. Diese Merkmale geben einen konkreten Blick auf die Architektur der Kirche, ohne sie mit den anders datierten unitarischen Kirchen gleichzusetzen.
Nyárádszentlászló liegt in der mittleren Niraj-Region und gehört administrativ zur Gemeinde Găleşti. Die dortige unitarische Kirche verbindet romanische und gotische Architekturelemente. In ihrer gotischen Sakristei wurden zwischen 2009 und 2015 Wandmalereien freigelegt, die im siebenbürgischen Kontext als außergewöhnlich wertvoll gelten. Schon 1332 ist der Ort im päpstlichen Zehntverzeichnis unter der Namensform Sancto Ladislao belegt.
Auch der Kirchhof trägt zur historischen Einordnung bei. Dort befindet sich der Stamm einer Manna-Esche, deren Alter auf 350 bis 400 Jahre geschätzt wird. Zwei Linden wurden 1896 anlässlich der Jahrtausendfeier der ungarischen Landnahme von 896 gepflanzt. Zusammen erzählen Kirche, Malereien, Namensbeleg und Bäume von verschiedenen Aspekten der Ortsgeschichte: Architektur, Überlieferung und dem gewachsenen Umfeld des Kirchhofs.
Wanderungen und Anreise planen
Für eine Reise mit Bewegung bieten sich zwei unterschiedlich beschriebene Wege an. Das pilgerähnliche Wanderlager Via Unitariana führt entlang des Niraj bis zu den unteren Ausläufern des Gurghiu-Gebirges und berührt unter anderem Nyomát und Nyárádszentlászló. Die kulturhistorische EKE-Wanderroute führt von Nyárádremete über Mikháza, Jobbágytelke, Nyárádszereda und Nyárádszentlászló nach Berekeresztúr. Bei der Via Unitariana ist der pilgerähnliche Charakter genannt; bei der EKE-Route gibt die Abfolge der Orte eine konkrete Orientierung zum Verlauf. Prüfen Sie vor einer Planung die aktuellen Termine der Wanderangebote.
Für die öffentliche Verkehrslinie 020 ist eine 26 km lange Verbindung von Târgu Mureș über Acățari nach Troița verzeichnet. Prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Fahrplan. So können Sie die beschriebenen Kulturorte und Wanderangebote mit dem für Ihre Reise relevanten Linienverlauf und Zeitplan abgleichen.
Weitere Reiseziele entdecken: Gallendorf, Comuna Ibănești, Comuna Brâncovenești, Comuna Acățari, Orașul Sovata, Santana de Mures, Gornesti
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mures.