Zum Inhalt

Die befestigte Altstadt von Sighișoara und die geschützten Wälder im Oberen Mureș-Tal eröffnen zwei unterschiedliche Perspektiven auf Mures: hier ein herausragendes Zeugnis siebenbürgisch-sächsischer Kultur, dort Vogel-, Pflanzen- und Tierarten in Nadel- und Laubwäldern. Auch Jugendstil, Museumsbestände und die Entstehung eines Salzsees setzen eigene Akzente.

Sighișoara: Stadtgestalt und Kulturgeschichte

Das historische Zentrum von Sighișoara ist ein herausragendes Zeugnis der Kultur der Siebenbürger Sachsen. Zugleich gilt es als Beispiel einer kleinen befestigten Stadt in der Kulturgrenzregion zwischen dem lateinisch geprägten Mitteleuropa und dem byzantinisch-orthodox geprägten Südosteuropa. Diese Verbindung macht den Ort besonders interessant: Die Stadtgestalt steht nicht allein, sondern gehört zu einem größeren kulturellen Zusammenhang.

Zum historischen Stadtbild der Zitadelle gehören Türme, gepflasterte Straßen, alte Häuser und eine gotische Kirche. Eine überdachte Holztreppe mit 172 Stufen bildet ein markantes bauliches Detail. Der Uhrturm setzt dazu einen anderen Maßstab: Er ist 65 Meter hoch, hat fünf Ebenen und eine offene Galerie. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier konkrete Formen und Maße statt bloßer Stilbezeichnungen – von der Treppe bis zur Gliederung des Turms.

Jugendstil und Museen in Târgu Mureș

Der zwischen 1911 und 1913 errichtete Kulturpalast ist Teil des Jugendstil-Ensembles im Stadtzentrum von Târgu Mureș. Seine Innen- und Außendekoration umfasst Secessions-Buntglasfenster, Zsolnay-Fliesen und Mosaike ebenso wie Stein- und Stuckornamente, Fresken und vergoldete Malereien. Die verschiedenen Materialien und Techniken geben der Architektur mehrere Ebenen: Neben der Gestaltung des Gebäudes zählen auch die dekorativen Details zu seinem Charakter.

Besucher können im Kulturpalast das Foyer und das Treppenhaus, den Spiegelsaal sowie den Kleinen und den Großen Saal besichtigen. Zum Angebot gehören außerdem die Galerie klassischer ungarischer Kunst, die Galerie rumänischer moderner Kunst und Gedenkausstellungen. Galerien können wegen Konservierungsarbeiten oder vorübergehender Schließungen zeitweise ausgenommen sein. Ein Aufzug erleichtert Menschen mit Gehbehinderungen oder eingeschränkter Mobilität den Zugang zu den oberen Ebenen; seine Nutzung hängt von der betrieblichen Verfügbarkeit ab. Wenn Ihnen einzelne Galerien oder der Zugang zu den oberen Ebenen wichtig sind, prüfen Sie diese Bedingungen vor Ihrem Besuch.

Das Ethnografie- und Volkskunstmuseum befindet sich im aus dem 18. Jahrhundert stammenden Toldalagi-Palast. Seine Sammlungen umfassen Trachten und Heimtextilien, Gegenstände aus Holz, Keramik, Metall und Knochen sowie religiöse Objekte. Hinzu kommen Ikonen auf Holz und Glas und zeitgenössische Werke. So stehen im selben Museum unterschiedliche Materialien und Ausdrucksformen nebeneinander; der Blick reicht von Alltagsgegenständen bis zu religiöser Kunst.

Schlossgeschichte und Landschaftsräume

Das Teleki-Schloss in Gorneşti wurde zwischen 1771 und 1778 im Grassalkowich-Stil an der Stelle einer ehemaligen mittelalterlichen Festung errichtet. Seine Architektur lässt sich an mehreren klaren Angaben fassen: Das Schloss hat 52 Räume und 365 Fenster, sein Grundriss ist U-förmig, und über dem Empfangssaal befindet sich eine zentrale Kuppel. Die Bauzeit des Schlosses und die frühere Festung am selben Ort gehören zu unterschiedlichen Kapiteln der Geschichte.

Das Schutzgebiet Oberes Mureș-Tal liegt im Nordosten des Kreises Mureș und umfasst die Verwaltungsgebiete von Stânceni, Lunca Bradului, Răstolița und Deda. Im Naturpark Oberes Mureș-Tal werden Vogel-, Pflanzen- und Tierarten in artenreichen Nadel- und Laubwäldern geschützt. Wandern, Radfahren und Rafting sind dort passende Aktivitäten; Rafting bietet sich besonders im Frühjahr an. Damit stehen Naturbeobachtung und Bewegung neben den architektonischen Entdeckungen, ohne dass Sie sich auf eine einzige Art des Reisens festlegen müssen.

In Sovata gilt Lacul Ursu als der größte heliothermische Salzsee der Welt. Seine Entstehung fällt in die Jahre 1875 bis 1880: Zunächst löste sich ein Salzmassiv allmählich auf, anschließend kam es zu Bodeneinstürzen. Die zeitliche Abfolge macht die geologische Geschichte des Sees besonders anschaulich. Bei der Suche nach einem Hotel für Mures können Sie Ihren Schwerpunkt daher nach den Entdeckungen setzen, die Ihre Reise prägen sollen: befestigte Stadtgeschichte, Jugendstil und Sammlungen, Naturaktivitäten oder die Entstehung eines Salzsees.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Galesti, Santana de Mures, Targu Mures, Sowata, Schässburg, Gheorghe Doja, Chibed, Absdorf, Burgfeld, Corunca, Reen, Rohrdachen, Saschiz, Ugern, Sângeorgiu De Mureş, Ungheni, Lunca Bradului, Daneș, Hetiur, Weissenkirch, Târnăveni, Gorneşti, Maia, Weichseldorf, Feleag, Săcalu De Pădure, Eremitu, Gornesti, Comuna Acățari, Comuna Ibănești, Curteni, Comuna Brâncovenești, Orașul Sovata, Bistra Mureşului, Trei Sate, Răstolița, Schaas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rumänien.