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Târpești verbindet mehrere klar unterscheidbare kulturelle Themen: ein Wohnhaus mit Masken, Kostümen und naiven Skulpturen, eine Freiluftausstellung mit Holz- und Steinarbeiten sowie einen archäologischen Fundplatz. Die Casa cu măști steht für Baugeschichte und Aufführungsausstattung; die Curtea cu sculpturi rückt die Bildhauerei von Neculai Popa in den Mittelpunkt. Für Reisende durch Ținutul Neamțului ist Casa Popa ein touristisches Ziel.

Ein Wohnhaus mit Masken und Kostümen

Die Casa cu măști ist ein Wohnhaus, das Vasile und Elena Popa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichteten. Im Haus befinden sich Masken und Kostüme von Neculai und Elena Popa für Aufführungen zu Weihnachten und Neujahr sowie naive Skulpturen aus Holz und Stein. Damit treten unterschiedliche kulturelle Aspekte nebeneinander: die Geschichte des Wohnhauses, die Ausstattung für Aufführungen und bildnerische Arbeiten aus zwei Materialien. Der Bezug zu Weihnachten und Neujahr gibt den Masken und Kostümen einen konkreten Aufführungskontext. Wer sich für Architektur interessiert, kann die Bauzeit des Hauses in den Blick nehmen; wer eher an Aufführungskultur interessiert ist, findet in den Masken und Kostümen einen anderen Zugang. Der Wohnhauscharakter und die darin befindlichen Objekte bieten so unterschiedliche Ansatzpunkte.

Bildhauerei unter freiem Himmel

Seit Anfang der 1970er Jahre ist die Curtea cu sculpturi eine Freiluftausstellung mit Holz- und Steinarbeiten des naiven Künstlers Neculai Popa. Die Werke sind 1 bis 2,5 Meter groß. Material und Maßstab bieten zwei konkrete Vergleichspunkte: Holz steht neben Stein, und die Maße reichen von einem bis zweieinhalb Metern. Der Zugang zur Curtea cu sculpturi erfolgt durch ein monumentales, aus Eichenholz geschnitztes Tor. In das Tor sind etwa 23 menschliche Figuren integriert. Auch am Zugang spielen Material und figürliche Gestaltung eine Rolle; die Ausstellungsarbeiten selbst umfassen Holz und Stein.

Volkstheater als Thema

Die Steinskulpturen von Neculai Popa greifen Themen aus dem Volkstheater auf, darunter Împăratul Irod und Iancu Jianu. So geht es bei den Arbeiten nicht nur um das Material Stein, sondern auch um die Stoffe, auf die sie Bezug nehmen. In der Casa cu măști stehen Masken und Kostüme für Aufführungen zu Weihnachten und Neujahr; in den Steinskulpturen treten Volkstheater-Themen als Motive hervor. Diese Gegenüberstellung verbindet zwei Facetten der Aufführungskultur, ohne sie gleichzusetzen: einmal begegnet sie über Masken und Kostüme, einmal über die Themen der Bildhauerei. Wer sich für kulturelle Bezüge interessiert, kann die Arbeiten daher sowohl nach Material als auch nach ihren Motiven betrachten.

Ein archäologischer Blick auf Târpești

Der Fundplatz Târpești–Râpa lui Bodai ergänzt die Kunst- und Baugeschichte um ein archäologisches Thema. Eine bei der UNESCO am 14. April 2026 eingereichte Beschreibung ordnet dem Fundplatz die Phasen Precucuteni II, Precucuteni III und Cucuteni A zu. Damit stehen in Târpești unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte nebeneinander: Wohnhaus und Aufführungsausstattung, Freiluftbildhauerei und archäologische Phasen. Die Namen der drei Phasen benennen dabei den archäologischen Bezug des Fundplatzes.

Für die Wahl eines kulturellen Schwerpunkts lässt sich Târpești so gut ordnen: Die Casa cu măști verbindet Wohnhausgeschichte mit Aufführungsausstattung und naiver Kunst; die Curtea cu sculpturi steht für Freiluftbildhauerei, Materialien und Maße; der Fundplatz eröffnet den archäologischen Blick. Casa Popa ist ein touristisches Ziel für Besucher, die durch Ținutul Neamțului reisen.

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