Câmpulung Moldovenesc erstreckt sich über 12 km beiderseits des Flusses Moldova, in der Schlucht zwischen den Obcinele Bucovinei und den Stânişoarei-Bergen. Fluss und Gebirgsgruppen sind markante geografische Bezugspunkte der Stadt. Zum Charakter des Reiseziels gehören unterschiedliche Themen: Holzkunst und religiöse Baugeschichte ebenso wie Naturschutz, Panorama und Wintersport.
Holzkunst und historische Wohnformen
Das Muzeul Arta Lemnului wurde 1936 gegründet und ist das einzige Museum in Rumänien, das ausschließlich der Holzkunst gewidmet ist. Es verfügt über 19 Ausstellungssäle und einen Freiluftbereich mit zwei traditionellen Häusern. Eines davon ist ein hutulisches Haus aus dem 17. Jahrhundert, das andere stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die unterschiedlichen Entstehungszeiten setzen einen konkreten Rahmen für die historischen Wohnformen neben dem Thema Holzkunst.
Die Ethnografische Sammlung „Ioan Grămadă“ erweitert den historischen Blick um die Atmosphäre eines traditionellen bukowinischen Hauses aus dem späten 19. Jahrhundert. Sie wurde 1999 für die Öffentlichkeit eröffnet. So reichen die Einblicke in traditionelle Wohnkultur von Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert bis zu einem bukowinischen Wohnhaus des späten 19. Jahrhunderts.
Religiöse Baugeschichte
Auch zwei Bauwerke geben Einblicke in die religiöse Geschichte des Ortes. Der Templul Havre Gah ist eine jüdische Kultstätte in der Arboroasa-Straße Nr. 1, nahe dem Lebensmittelmarkt, und wurde 1894 erbaut. Die römisch-katholische Kirche in Câmpulung Moldovenesc entstand bereits 1815 im Auftrag von Kaiser Franz I. Sie wurde aus Stein und Ziegeln nach einem Entwurf aus Wien errichtet und zählt zu den ältesten Zeugnissen der katholischen Gemeinschaft in der Region. Der Vergleich der Baujahre, 1815 und 1894, macht den zeitlichen Abstand zwischen den beiden Baugeschichten deutlich.
Berglandschaft und Schutzgebiete
Die Landschaft zeigt sich in unterschiedlichen Formen und Höhen. Das Rarău-Massiv erreicht 1.650 m. Das Naturschutzgebiet Pietrele Doamnei umfasst 568 ha und besteht aus drei Kalksteinobelisken, die bis zu 1.633 m hoch sind. Piatra Șoimului liegt auf 1.470 m und bietet ein 360°-Panorama über das Bistrița-Tal, die Munceii Rarăului und das Giumalău-Gebirge. Damit stehen Gebirgshöhe, markante Kalksteinformen und ein Panorama über benannte Landschaftsräume als unterschiedliche Naturthemen nebeneinander.
Ein weiteres geologisches Schutzgebiet ist Cheile Moara Dracului. Es umfasst 10 ha und liegt am nordöstlichen Fuß des Rarău, am Oberlauf des Bachs Valea Caselor. Vom Zentrum Câmpulung Moldovenesc ist es 10,5 km entfernt. Die jahrhundertealten Ulmen am Pârâul Morii gelten als Naturdenkmal. Sie sind etwa ein halbes Jahrtausend alt und liegen an der Gebietsgrenze zwischen Câmpulung Moldovenesc und der Gemeinde Sadova.
Ein Winterthema
Die Skipiste „Rarău“ ergänzt die Natur- und Kulturthemen um eine konkrete Wintersportoption. Sie ist 2.850 m lang und als leicht bis mittelschwer eingestuft.
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