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Die Suceavaer Thronfestung verbindet mittelalterliche Geschichte mit einer Dauerausstellung zu Waffen, Wappen moldauischer Fürsten und Bojaren sowie zum mittelalterlichen Schatz der Moldau. Fast 200 Jahre lang war die Festung die wichtigste Residenz der moldauischen Fürsten. So treffen hier die Zeugnisse höfischer Herrschaft auf die Gegenstände und Zeichen, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Dorfleben und regionale Traditionen

Ein anderer Blick auf die Bukowina eröffnet sich im Bukowiner Dorfmuseum. Dort zeigen traditionelle Bauernhäuser und Gemeinschaftsgebäude, wie Gebäude zum Bild eines Dorfes gehören; außerdem widmet sich das Museum regionalen Beschäftigungen, Handwerken und der Lebensweise der Menschen in der Bukowina. In Werkstätten werden traditionelle Handwerkstechniken für Kinder und Touristen vorgeführt und vermittelt. Während die Festung die Geschichte der Fürsten in den Mittelpunkt rückt, lenkt das Dorfmuseum den Blick auf Arbeit, Handwerk und Alltag.

Auch das Hanul Domnesc in Suceava verbindet historische Architektur mit einer regionalen Ausstellung. Das Gebäude wurde 1627 urkundlich erwähnt und war ursprünglich das Haus des moldauischen Fürsten Miron Barnovschi. Seine Dauerausstellung präsentiert sechs ethnografische Zonen des Kreises Suceava: Fălticeni, Humor, Dorna, Rădăuți, Câmpulung Moldovenesc und Suceava. Im Erdgeschoss rekonstruiert das Museum eine Herberge aus dem 18. und 19. Jahrhundert, mit zeitgenössischer Einrichtung und Gegenständen aus den Bereichen Verkehr und Jagd. Die Zonen-Ausstellung und die rekonstruierte Herberge setzen damit unterschiedliche Akzente: einmal regionale Vielfalt, einmal die Gestaltung eines historischen Gasthauses.

Klöster, Kirchen und besondere Bauformen

Die Klöster der Bukowina zeigen unterschiedliche Verbindungen von Baukunst und Geschichte. Sucevița vereint byzantinische und gotische Elemente mit Formen, die an die alten moldauischen Holzkirchen anknüpfen. Moldovița wurde 1532 als festungsartiges Ensemble gegründet und 1537 ausgemalt. Voroneț ist für das weltweit einzigartige „Blau von Voroneț“ bekannt, das als Hintergrund der Außenfresken erscheint. Statt einer einheitlichen Bauform begegnen Ihnen hier verschiedene architektonische und künstlerische Merkmale.

Das Kloster Arbore gehört zum UNESCO-Welterbe. Luca Arbore gründete die Kirche, die zunächst als Familiengrablege genutzt wurde. In Cacica ergänzen zwei andere Zeugnisse das Bild: Die römisch-katholische Kirche wurde 1904 von der örtlichen polnischen Gemeinschaft erbaut und erhielt 2000 den Rang einer Basilica Minor. Das Salzbergwerk Cacica zählt zu den ältesten europäischen Gewinnungsstätten für aus Sole rekristallisiertes Salz; der Förderschacht Ferdinand wurde 1791 eröffnet.

Auch das Kloster Putna verbindet Kulturgeschichte mit praktischer Orientierung. Hier beginnt in der Bukowina die Via Transilvanica; ihr Bukowina-Abschnitt ist 144 Kilometer lang. Das Kloster liegt ungefähr 1,5 Kilometer vom Bahnhof Putna entfernt. Wenn Sie die Bahn als Bezugspunkt für Ihren Besuch nutzen, können Sie diese kurze Entfernung bei der Planung berücksichtigen.

Natur und Aktivitäten in der Region

Für Naturinteressierte lohnt sich der Blick auf den Urwald von Slătioara: Er gehört seit dem 7. Juli 2017 zum UNESCO-Welterbe und ist Teil des Natura-2000-Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung Rarău–Giumalău. Ein anderes Höhenziel ist der Pietrosul. Mit 2.100 Metern ist er der höchste Gipfel des Călimani-Gebirges und von Gura Haitii aus erreichbar.

Das Rarău-Massiv ist über drei Straßen erreichbar und bietet Möglichkeiten für unterschiedliche Aktivitäten: Radfahren, Trekking und Reiten ebenso wie Skitouren, Freeride, Offroad-Aktivitäten, Eisklettern, Alpinismus, Sportklettern und Paragliding. Die Vielfalt reicht damit von Wegen und Touren bis zu Kletter- und Wintersportarten. Der 144 Kilometer lange Bukowina-Abschnitt der Via Transilvanica setzt dazu einen eigenen Rahmen für längeres Unterwegssein; er ist nicht mit einer einzelnen Aktivität gleichzusetzen.

In Ciocănești sind traditionelle Motive auf die Außenfassaden der Häuser gemalt. Das Museum „Arta Lemnului“ in Câmpulung Moldovenesc zeigt Exponate zu regionalen Beschäftigungen, Holzverarbeitung, Flößerei, Jagd und Fischerei sowie zu verschiedenen Gebrauchsgegenständen aus dem Haushalt. Zusammen machen diese Orte sichtbar, wie stark die Entdeckungen der Bukowina von konkreten Themen geprägt sind: historische Bauwerke, Handwerk, Landschaft und unterschiedliche Formen, die Region zu erleben.

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