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Eine Holzkirche aus dem Jahr 1790 und eine benachbarte steinerne Kirche geben der Baugeschichte in Comuna Horodnic De Sus einen konkreten Anker. Hinzu kommen Winterbräuche rund um Epiphanias und die Waldschutzreserve Pădurea Voivodeasa. Wer einen Aufenthalt plant, kann so unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Sakralbauten, Festtraditionen oder Natur.

Holz- und Steinkirchen

Die Holzkirche „Sfântul Dumitru“ steht im Zentrum von Horodnic de Sus auf dem Dorffriedhof. Sie wurde 1790 auf dem Dealul Osoi errichtet und im selben Jahr geweiht. Direkt neben ihr steht auf dem Friedhof die steinerne Kirche „Sf Dimitrie“. Sie entstand 1889 und wurde 1952 wiederaufgebaut. Die beiden Kirchen verbinden damit einen gemeinsamen Ort mit unterschiedlichen Baugeschichten: Bei der Holzkirche stehen Errichtung und Weihung im selben Jahr, bei der steinernen Kirche gehören Baujahr und späterer Wiederaufbau zusammen.

Epiphanias und Winterbräuche

Zur örtlichen Tradition der Epiphanias-Wasserweihe gehören Eiskreuze und eine Prozession des ganzen Dorfes. Auch das Essen ist Teil des Brauchs: Dazu zählen gesegnete Kolatschen, gekochter Weizen, gekochte geräucherte Früchte und weitere Fastenspeisen. So gehören religiöse Feier, Prozession und traditionelle Speisen zu einem gemeinsamen Festzusammenhang. Die Winterbräuche von Horodnic de Sus werden bis heute nahezu unverändert bewahrt.

2014 wurde bei einer Șezătoare der Beginn der Feldarbeit mit dem symbolischen Ziehen der ersten Furche gefeiert. Im selben Jahr kamen bei einer Șezătoare in Horodnic de Sus Löffelschnitzer, Opankenmacher, Töpfer, Textilarbeiterinnen und Wollverarbeiter sowie Sänger und Instrumentalisten zusammen. Diese Beispiele geben Einblick in verschiedene Seiten des örtlichen Brauchtums: den Jahreslauf der Arbeit ebenso wie Handwerk, Textilien und Musik.

Waldschutzreserve und Museum

Die Waldschutzreserve Pădurea Voivodeasa umfasst 101,9 Hektar. Ein Teil des Waldes liegt im Distrikt 5 Hardic der Comuna Horodnic De Sus. In der Pădurea Voivodeasa wurde ein seltenes Exemplar der Weymouth-Kiefer (Pinus strobus) festgestellt. Die geschützte Waldfläche ermöglicht ökologischen, wissenschaftlichen und Forschungstourismus. Damit kommt neben dem kirchlichen und kulturellen Erbe ein naturkundlicher Schwerpunkt hinzu.

Auch das Museum „Emil Ianuș“ ergänzt den Blick auf die lokale Kultur. Es umfasst zwölf Räume aus Holz. Emil Ianuș nutzte außerdem Baumwurzeln für Skulpturen; zur Sammlung des Museums gehören traditionelle Handtücher. Holz taucht damit sowohl bei der Holzkirche als auch in den Museumsräumen auf, während die Skulpturen und Textilien weitere Aspekte des Kunsthandwerks zeigen.

Unterkunft und Reiseplanung

Hanul Voievozilor liegt an der DN2E zwischen Suceviţa und Putna, am Ortsausgang von Horodnic de Sus. Die Unterkunft bietet Touristen traditionelle Abende mit Volkstrachten an und verfügt dafür über eine eigene Sammlung von 30 Trachten. Wenn Sie einen Aufenthalt gerade wegen eines solchen Abends erwägen, fragen Sie den Termin am besten vorab beim Haus an.

Auch Putna lässt sich als weiteres Reiseziel in die Planung aufnehmen: Von Comuna Horodnic De Sus können Touristen dorthin aufbrechen. So lassen sich bei der Wahl des Aufenthalts unterschiedliche Interessen berücksichtigen, vom örtlichen Kulturerbe bis zu einem möglichen Ausflug in die Region.

Weitere Reiseziele entdecken: Horodnic De Sus, Comuna Sucevița, Comuna Straja, Câmpulung Moldovenesc, Comuna Mănăstirea Humorului, Comuna Cornu Luncii, Comuna Arbore, Comuna Păltinoasa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Suczawa.

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