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Die historischen Themen von Kloster Dragomirna reichen von den Kirchenbauten und der Befestigungsanlage bis zu den Handschriften im Klostermuseum. Im nahe gelegenen Umfeld liegt außerdem ein Buchenreservat. So treffen Kulturgeschichte und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte aufeinander.

Kirchen und Befestigungsanlage

Die Große Kirche des Klosters Dragomirna war 1609 fertiggestellt und wurde am 1. September desselben Jahres geweiht. Ihre Architektur verbindet traditionelle Elemente des moldauischen Stils mit Einflüssen aus den Nachbarländern. Die Fassaden bestehen aus unbearbeitetem Stein; die dekorativen Pilaster sind aus behauenen und polierten Steinblöcken gearbeitet. Die Kirche ist 9,60 Meter breit, ihre Turmspitze erreicht 42 Meter Höhe.

Originale byzantinische Fresken sind nur im Naos und am Altar der Großen Kirche erhalten. Die Kleine Kirche, die ehemalige Einsiedlerkirche des Klosters, besitzt eine offene polygonale Vorhalle auf Säulen. Die Inschrift über ihrem Eingang datiert den Beginn des Klosters auf das Jahr 1602. Damit bezeichnet die Inschrift den Klosterbeginn, während 1609 das Fertigstellungs- und Weihejahr der Großen Kirche markiert.

Zur befestigten Anlage gehören ein Glockenturm und vier Wehrtürme an den vier Ecken der Umfriedung. Herrscher Miron Barnovschi ließ die Befestigungsmauern 1627 errichten; sie sind ungefähr 11 Meter hoch. Der Maßstab der Anlage zeigt sich auch im Vergleich: Die Mauern sind etwa 11 Meter hoch, die Turmspitze der Großen Kirche erreicht 42 Meter.

Klostermuseum und Handschriften

Das ehemalige Egumenia- beziehungsweise Refektoriumsgebäude beherbergt heute das Klostermuseum. Zu dessen Bestand gehören Manuskripte aus den Jahren 1609, 1610, 1611 und 1616. Wenn Sie eine bestimmte Handschrift sehen möchten, prüfen Sie vorab, ob sie aktuell ausgestellt ist.

Eine Psalterhandschrift aus Dragomirna von 1616 ist auf Pergament geschrieben und umfasst 25 Lagen. Die Malschule des Klosters fertigte nach dem Vorbild dieser illustrierten Handschrift Reproduktionen ihrer Illustrationen und Texte an. Manuskripte aus der in Dragomirna bestehenden Schule für Kalligrafen und Miniaturmaler werden im Klostermuseum aufbewahrt.

Waldreservat und Orientierung

Das Kloster liegt innerhalb von Befestigungsmauern; in einem nahe gelegenen See spiegelt sich die Anlage. Das Buchenreservat im nahen Umfeld ist zu etwa 97 Prozent natürlichen Ursprungs und umfasst ungefähr 134,80 Hektar. Der als „Trei meri“ bekannte Waldweg führt auf einer Strecke von 1,6 Kilometern zum Reservat. Da sich Wegoberfläche und Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.

Fântâna Doamnei liegt etwa einen Kilometer nördlich des Klosters am Bächlein Dragomirna, neben dem Weg, der vom Dorf Dragomirna in den Wald führt. Die offizielle Anfahrt führt durch Mitocu Dragomirnei; etwa drei Kilometer nach dem Ort erreichen Sie das Kloster. Diese Angabe beschreibt die Anfahrt nach dem Ort, nicht den 1,6 Kilometer langen Waldweg zum Reservat.

Radfahren in der Umgebung

Ein im April 2026 aktualisierter Routenatlas führt die Fahrrad-Rundroute Dragomirna–Călinești–Dragomirna mit 45,8 Kilometern und der Einstufung „mittelschwer“. Die Strecke verläuft über Wald- und Schotterwege und durchquert Wälder, Hügel und Dörfer der Umgebung. Für eine Fahrrad-Rundroute ist der Start in der Nähe des Sees beim Kloster verortet. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Streckenbedingungen und die Routenangaben.

Weitere Reiseziele entdecken: Gura Humorului, Şcheia, Frasin, Văleni-Stânișoara, Suceava, Şaru Dornei, Pojorâta, Frumosu

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Suczawa.

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