Schweden zählt 31 Nationalparks, die ganzjährig täglich geöffnet sind. Dazu kommen Orte und Traditionen, die ganz verschiedene Kapitel der Landesgeschichte sichtbar machen. Wer Natur und Kultur gemeinsam in den Blick nimmt, entdeckt nicht nur eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, sondern unterschiedliche Arten, eine Reise zu gestalten: draußen auf Wegen, zwischen Wasser und Inseln oder beim Besuch eines historischen Ortes.
Von Urwaldlandschaften bis zum Meerespark
Der Tyresta-Nationalpark schützt eine Landschaft mit Grabenbrüchen, Urwald, felsigen Aufschlüssen und Seen. Zugleich ist er das größte verbliebene Urwaldgebiet südlich des Flusses Dalälven. Im Nationalpark Åsnen prägen dagegen Inseln, Wälder und Feuchtgebiete ein Seenarchipel; Spuren früher menschlicher Besiedlung ergänzen das Landschaftsbild. Die beiden Beispiele zeigen, wie Naturerlebnisse auch unterschiedliche historische Bezüge einschließen können.
Im Kosterhavet, Schwedens erstem marinen Nationalpark, bestehen die Lebensräume überwiegend aus Wasser und Unterwassergebieten. Besucher können zwischen Kelpwäldern und Seegraswiesen tauchen oder schnorcheln; im Sommer sind dort auch Schwimmen und Schnorcheln möglich. Die Kosterbåtarna verbinden Strömstad ganzjährig mit dem Nationalpark, die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Da Fahrpläne variieren können, prüfen Sie am besten die Abfahrten für Ihren Besuch.
Wanderwege und Erlebnisse am Wasser
Schweden hat mehr als 400 markierte Wanderwege, von kurzen Spaziergängen bis zu Fernwanderwegen. Viele sind gut markiert und mit Bohlenwegen sowie klarer Beschilderung ausgestattet. Auch bei der Anreise gibt es eine allgemeine Orientierung: Viele Ausgangspunkte schwedischer Wanderwege sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ein bestimmtes Beispiel ist die 220 Kilometer lange Göta Canal Trail, die in sieben Abschnitte unterteilt ist. Die Hälfte verläuft auf einem autofreien Kanaluferweg, die andere Hälfte auf kleineren asphaltierten Landstraßen. So wechseln innerhalb derselben Route zwei klar benannte Wegoberflächen. Die Treidelpfade am Göta-Kanal bieten außerdem eine Wanderroute entlang des Kanals. An Rastplätzen ist Zelten erlaubt; dort gibt es auch Trockentoiletten.
Auch das Jedermannsrecht gehört zur Orientierung für Aktivitäten im Freien. Es gilt an Land und auf dem Wasser und ermöglicht unter anderem Kajakfahren, Kanufahren und Stand-up-Paddling. In Schutzgebieten können örtliche Einschränkungen gelten. Wer mehrere Aktivitäten in die Reise einbezieht, sollte diese Einschränkung mitdenken, statt aus dem allgemeinen Recht auf uneingeschränkten Zugang zu jedem Gebiet zu schließen.
Geschichte, die verschiedene Formen annimmt
Die Hansestadt Visby ist ein erhaltenes mittelalterliches, befestigtes Handelsstädtchen in Nordeuropa und zugleich eine lebendige Stadt. Zum Welterbe Decorated Farmhouses of Hälsingland gehören sieben große Holzhöfe mit reich dekorierten Innenräumen. Beide Beispiele erzählen von gebauten Orten, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten: hier das mittelalterliche Handelsstädtchen, dort die aufwendig gestalteten Innenräume der Höfe.
In Falun gehört der als Great Pit bekannte gewaltige Bergbauaushub zum Welterbe Mining Area of the Great Copper Mountain. Die Landschaft veranschaulicht die Kupferproduktion in der Region seit mindestens dem 13. Jahrhundert. Der Great Pit und die historische Bedeutung der Kupferproduktion geben dem Welterbe einen anderen Akzent als die Stadtgeschichte Visbys oder die Innenräume der Höfe in Hälsingland.
Gammelstads kyrkstad ist Schwedens größte und am besten erhaltene Kirchstadt. Besucher können ihre Geschichte durch Ausstellungen, Informationstafeln, einen Audioguide und gebuchte Führungen kennenlernen. Wenn Sie besonders an einer Führung oder am Audioguide interessiert sind, prüfen Sie vor dem Besuch das aktuelle Angebot.
Im Februar findet jedes Jahr der Jokkmokk Winter Market statt, dessen Geschichte mehr als 400 Jahre zurückreicht. In Jokkmokk befindet sich außerdem das Ájtte Mountain and Sámi Museum, das wichtigste Museum und Archiv für die samische Kultur in Schweden. Samisches Duodji wird aus natürlichen und überschüssigen Materialien gefertigt, darunter Holz, Rinde sowie Rentierhaut, Geweih und Knochen. Eingelegte und fermentierte Lebensmittel gehören bis heute zur schwedischen Ernährung. Suovas ist geräuchertes Rentierfleisch und wurde 2003 Schwedens erstes Slow Food Presidia-Produkt.
Ein Schwerpunkt für die Reise- und Hotelsuche
Die Beispiele reichen von Wanderwegen und marinen Lebensräumen bis zu Stadtgeschichte, Handwerk und Esskultur. Legen Sie Ihre gewünschten Ziele fest und richten Sie die Suche nach Hotels anschließend an dem Reiseziel aus, das Sie erkunden möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Gotland, Stockholm, Blekinge, Halland, Skåne, Värmland, Västra Götaland, Öland, Östergötland, Jönköping, Uppsala, Södermanland, Kronoberg, Kalmar, Örebro, Västerbotten, Norrbotten, Västmanland, Dalarnas Län, Gävleborg, Västernorrland, Jämtland.