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Leksand liegt am Ufer des Siljan und verbindet eine eindrucksvolle Mittsommertradition mit historischen Höfen, Musikgeschichte und Wegen durch Natur- und Kulturlandschaften. Vom Glockenturm beginnt die Via Sacra, ein kurzer Pilgerweg entlang der Kirchhalbinsel. In den Tälern der Gemeinde liegen Dörfer und Fäbodar, deren Geschichte und lokale Traditionen über Jahrhunderte gewachsen sind. So können Sie Leksand über unterschiedliche Entdeckungen kennenlernen, statt den Besuch auf einen einzelnen Ort zu beschränken.

Mittsommer und gewachsene Traditionen

Die Mittsommerfeier in Leksand vereint Kirchenboote, Spielleute, Ringtänze, Trachten und Tänze um den Maibaum. Sie findet jedes Jahr statt; die einzelnen Programme variieren. Rund 30.000 Besucher kommen jährlich ins Ortszentrum, wobei die ungefähre Zahl von Jahr zu Jahr schwanken kann. Gropen, auch Sammilsdal genannt, ist für die Feier besonders bedeutsam. Die bekannte Toteisgrube entstand beim Abschmelzen des Inlandeises – hier treffen also ein geologisches Merkmal und ein wichtiger Teil der Mittsommertradition aufeinander.

Auch die Täler von Leksand erzählen von einer langen Ortsgeschichte. Dort liegen einzigartige Dörfer und Fäbodar mit Ursprüngen im Mittelalter. Dicht stehende traditionelle Holzhäuser, lokale Erzählungen und über Jahrhunderte gewachsene Traditionen prägen den kulturellen Charakter dieser Orte.

Höfe, Architektur und Musik

Die Leksands Hembygdsgårdar liegen nahe der Kirche oberhalb der Uferabbrüche am Österdalälven. Zu den Höfen gehören zahlreiche Holzbauten aus verschiedenen Jahrhunderten; sie gelten als ältester Heimatmuseums-Hof in Dalarna. Insgesamt gibt es in der Gemeinde sechs Heimatmuseums-Höfe. Sie sind im Sommer für Besucher geöffnet, und auf einigen werden täglich Führungen angeboten. Da die Öffnungsregelungen saisonal sind, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Angaben.

Ein anderer Blick auf die lokale Geschichte bietet Hildasholm in Leksand: Dort ist ein Haus aus dem Jahr 1910 erhalten, ebenso Gärten, die von der Arts-and-Crafts-Bewegung geprägt und mit Axel und Hilda Munthe verbunden sind. Führungen durch Haus und Garten werden saisonal angeboten. Auf Alfvéngården ist Hugo Alfvéns Wohnhaus erhalten; außerdem befindet sich dort die größte Sammlung seiner Kunst. Im Sommer veranstaltet Alfvéngården Konzerte und bietet sommerliche Führungen an. Die Konzertprogramme wechseln jährlich.

Bei Käck & Hedbys Smide können Besucher den Herstellungsprozess in der Schmiede beobachten, die in ihrem ursprünglichen Zustand bewahrt wurde. Prüfen Sie vor dem Besuch die Öffnungsregelungen. Einen anderen Zugang zu Handwerk und regionalen Produkten bietet der Bäckereiladen mit Café von Leksands Knäckebröd. Dort gibt es Knäckebrot sowie lokal erzeugten Käse, Milch, Würste, geräucherte Delikatessen, Konfitüren und Fruchtgetränke; das Sortiment kann sich ändern. Die Knäckerian serviert saisonal Pizzen aus dem eigenen Knäckebrot.

Siljanslandschaft und Natur erleben

In der Gemeinde Leksand gibt es 33 Naturschutzgebiete, von denen 15 von der Gemeinde ausgewiesen wurden. Die Zahl kann sich ändern, wenn Schutzgebiete neu ausgewiesen oder bestehende Ausweisungen angepasst werden. Zur geologischen Einordnung der Landschaft trägt auch der Siljan Geopark bei: Er ist Schwedens erster nationaler Geopark und umfasst 24 priorisierte Geosites, von denen einige in der Gemeinde Leksand liegen.

Für Wanderwege, Fahrradrouten sowie Natur- und Kulturlandschaften verweist die Gemeinde Besucher auf die App Naturkartan. Im Naturschutzgebiet Siljansnäs lässt sich die Landschaft über Wanderwege erkunden. Ein Waldweg ist etwa 1,6 Kilometer lang und führt durch Fichtenwald und über eine Wiese mit Blick auf Siljansnäs. Auf dem Björkberget steht ein 32 Meter hoher Turm, der dazu anregt, sich die Kräfte vorzustellen, die die Landschaft der Siljansbygden geprägt haben.

Naturum Dalarna bietet Ausstellungen über die Natur in Dalarna, Wölfe, die Entstehung des Siljan durch einen Meteoriteneinschlag und den Fluss Dalälven. Außerdem gibt es dort einen kostenlosen Aussichtsturm mit Blick auf den Siljan. Die Ausstellungsthemen und der Blick auf die Landschaft bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um Natur, Geologie und regionale Umgebung in den Mittelpunkt zu stellen.

Radstrecken und weitere Erlebnisse

Die Leksandsturen umfasst Fahrradrunden, die an der Kyrkallén im Zentrum von Leksand beginnen und enden. Je nach Strecke sind sie 30 bis 40 Kilometer lang. Die östliche Leksandsturen ist etwa 30 Kilometer lang, führt durch offene Natur- und Kulturlandschaften und ist als familiengeeignete Route ausgewiesen. In Siljansnäs gibt es außerdem vier Cross-Country-Radwege mit unterschiedlicher Topografie. Sie führen durch alten Wald und Kulturlandschaften und bieten Ausblicke auf den Siljan. Die dortigen Radrunden beginnen und enden an der Hütte des Siljansnäs Skid- och löparklubb, etwa 300 Meter von der Dorfkirche entfernt.

Leksand Sommarland bietet 48 Attraktionen und Aktivitäten, darunter einen Wasserpark und Karussells. Der Mix kann sich zwischen den Saisons ändern. Damit stehen neben den historischen Höfen, den Wegen und den kulturellen Entdeckungen auch Angebote mit einem anderen Schwerpunkt zur Wahl. Welche Themen Sie vertiefen, können Sie nach Ihren Interessen ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Insjön, Leksand, Siljansnäs, Tällberg, Hjortnäs, Djura, Borlänge, Falun.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dalarnas Län.

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