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Der Haparanda-Archipel ist Schwedens östlichster Archipel. Lange Sandstrände, flache Meeresbuchten und üppige Laubwälder prägen die Inselwelt; auch ihre Flora und Fauna ist artenreich. Im Nationalpark gehören Sandskär, Selkä-Sarvi und Heikinkari sowie kleinere Inseln und Schären dazu. Zu den prägenden Naturmotiven zählen weitläufige Sandstrände, eine artenreiche Vogelwelt und deutlich erkennbare Spuren der Landhebung.

Archipel und Wege zu verschiedenen Jahreszeiten

Im Sommer verkehren Ausflugsboote von der Cementkajen im Zentrum Haparandas zu zwei Inseln im Haparanda-Archipel. Da der Betrieb saisonal ist, lohnt es sich, den Fahrplan vor dem Besuch zu prüfen. Auf Seskarö zeigt sich ein anderer saisonaler Wechsel: Während der Sommersaison bietet das Gebiet Seskarö Trails etwa 60 Kilometer markierte Wege zum Wandern und Mountainbiken. Im Winter werden dort etwa 50 Kilometer Winterwege und Skiloipen präpariert.

Zu Seskarö Trails gehören außerdem mehrere Kilometer Kajakrouten und zehn Rastplätze. Wer eher zu Fuß unterwegs sein möchte, findet mit dem Vuono-Wanderweg eine weitere Möglichkeit: Der Weg ist etwa 15 Kilometer lang und kann je nach Saison zum Spazierengehen, Laufen oder Skifahren genutzt werden. Er führt durch alte Heuwiesen und an kulturhistorischen Überresten vorbei. So begegnen sich auf derselben Wegstrecke Landschaft und Spuren früherer Nutzung.

Der Struve-Bogen und Perävaara

Eine besondere Verbindung von Landschaft und Wissenschaftsgeschichte führt zum Messpunkt Perävaara. Der Struve-Bogen ist ein Weltkulturerbe: Seine Kette von Messpunkten wurde zwischen 1816 und 1855 genutzt, um Form und Größe der Erde zu bestimmen. Perävaara ist der einzige schwedische Messpunkt des Struve-Bogens, an dem eine Markierung erhalten ist.

Von einer Nebenstraße führt ein 400 Meter langer Fußweg zum Messpunkt. Informationstafeln stehen am Parkplatz, am Wegbeginn und direkt bei der Markierung. Damit unterscheiden sich die praktische Orientierung und der Maßstab deutlich vom rund 15 Kilometer langen Vuono-Wanderweg. Am Perävaara steht der einzelne Messpunkt im Mittelpunkt; beim Vuono-Weg gehören alte Heuwiesen und kulturhistorische Überreste zum Wegverlauf.

Kulturgeschichte in Kukkola und Kukkolaforsen

In Kukkolaforsen gehören zwei wasserbetriebene Mühlen zur Kulturbyn: Die untere stammt aus der Zeit um 1840, die obere aus den 1850er-Jahren. Auch die Delningsboden, bekannt als Jakopuoti oder Glockenhaus, erzählt von der Geschichte Kukkolas. Das Gebäude wurde 1889 erbaut und zählt zu den kulturhistorisch wertvolleren Gebäuden des Ortes.

Eine weitere Tradition ist das Fischen mit einem langen Kescher, das in Kukkolaforsen seit Jahrhunderten ausgeübt wird. Im Torneälven werden dabei hauptsächlich Felchen und Lachse gefangen. Im Tornedalens Fiskemuseum können Besucher mehr über die Flussfischerei und darüber erfahren, was sich unter der Wasseroberfläche des Torneälven befindet. Das Tornedalen museum wiederum ist seit 2014 ein gemeinsames Museum für Haparanda und Tornio. Die beiden Museen setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: das eine auf Flussfischerei, das andere auf die gemeinsame Museumsbeziehung der Städte.

Stadtbild und Naturorientierung

HaparandaTornio ist eine grenzüberschreitende Zwillingsstadt an der Grenze zwischen Schweden und Finnland; die Europastraße E4 verläuft durch die Zwillingsstädte. In Haparanda gehören außerdem zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum zum Stadtbild. Auf Straßen und Plätzen finden sich Statuen, Skulpturen und Denkmäler.

Für die Orientierung zu Naturzielen enthält die mobile Naturkartan-App der Gemeinde Haparanda Informationen zu Naturschutzgebieten, Badestellen, Angelplätzen, Wanderwegen und Schneemobilwegen. So lassen sich die unterschiedlichen Themen der Region – von Küstenlandschaft und Wegen bis zu Kulturgeschichte – gezielt weiter erkunden.

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