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Die steinerne Kirche im Zentrum von Forshaga wurde 1919 bis 1920 erbaut. Ihr Altaraufsatz stammt aus dem Jahr 1696 und war ein Geschenk der Gemeinde Grava. Bauzeit und Ausstattung bringen so unterschiedliche historische Momente in einem Bauwerk zusammen.

Geschichte zwischen Kirche und Flößerei

Die Geschichte von Forshaga und Skived reicht bis ins Mittelalter zurück. In der Gemeinde Forshaga prägten Lachsfischerei, Industrie und Flößerei die Landschaft und die Siedlungen. Forshaga war eine alte Industriegemeinde, in der die Zellstoff- und Papierindustrie große Bedeutung hatte. Am Forshagaforsen gilt das Gewässer als eines der besten in Nordeuropa zum Lachsfischen. Diese verschiedenen Spuren geben der Ortsgeschichte ihre Spannweite: vom älteren Erbe der Kirche bis zu den Industrien und Tätigkeiten, die das Leben in der Gemeinde prägten.

Auch Schul- und Handwerksgeschichte gehören zu den kulturellen Themen vor Ort. In einer Heimathof-Anlage in Forshaga gibt es ein Schulmuseum. Eine Heimathof-Anlage in Forshaga beherbergt außerdem eine Backstube zum Backen von Tunnbröd.

Unterwegs auf der Klarälvsbanan und durch Waldgebiete

Die Klarälvsbanan führt von Karlstad über Forshaga und Deje nach Uddeholm. Ein Abschnitt verläuft durch das Zentrum von Forshaga. Sie können die Klarälvsbanan zum Radfahren, Wandern, Inlineskaten oder Rollskifahren nutzen. Damit ist die Strecke nicht auf eine einzige Art des Unterwegsseins festgelegt; der Verlauf durch Forshaga bietet zugleich einen konkreten Bezug zum Ort.

Bei SISU-gården, einer Sport- und Freizeitanlage in Forshaga, gibt es beleuchtete Laufstrecken. Die fünf beziehungsweise zehn Kilometer langen Strecken führen durch abwechslungsreiches Waldgelände mit Überresten von Hausgrundrissen und Köhlerplätzen. Neben diesen Laufstrecken gibt es dort auch eine Mountainbike-Strecke. Beim Heimathof in Skived liegt ein Bewegungsgebiet mit drei Trainingsstrecken.

Eine andere Waldperspektive bietet die Umgebung des Abborrtjärn: Sie besteht aus offenem Wald mit Nadel- und Laubbäumen. Ein 1,5 Kilometer langer Weg führt rund um den See. In der Gemeinde Forshaga ist Norra Hyn ein wichtiges Rast- und Brutgebiet, vor allem für Enten und Watvögel. So stehen neben den Strecken für Bewegung auch unterschiedliche Landschafts- und Naturthemen im Mittelpunkt.

Zwei Kulturpfade, zwei unterschiedliche Längen

Der Kulturpfad am Forshaga-Kanal führt an den Schleusen entlang des befestigten Kanaluferwegs. Insgesamt ist er etwa 750 Meter lang. Neben der Schleuse informiert eine Tafel über die Geschichte des Kanals. Der Kulturstigen i Mölnbacka setzt einen anderen Schwerpunkt: In der Gemeinde Forshaga führt die fünf Kilometer lange Strecke an 15 Orten vorbei, die Geschichten über Menschen, Umgebungen und Ereignisse erzählen, welche die Gegend geprägt haben. Der Längenunterschied hilft bei der Orientierung zwischen dem kürzeren Kanalpfad und der längeren Route in Mölnbacka.

An jedem Halt des Kulturstigen i Mölnbacka stehen Tafeln mit Informationen und historischen Bildern. Die Informationen sind auch auf Englisch verfügbar. Während am Forshaga-Kanal Schleusen und die Geschichte des Kanals den Weg prägen, verteilt Mölnbacka seine Erzählungen auf 15 Orte. Beide Pfade verbinden damit Bewegung mit einem Blick auf die Geschichte ihrer jeweiligen Umgebung.

Ein gastronomischer Halt

Für die Essensplanung gibt es mit der Gamla Kraftstationen ein konkretes Angebot: Sie umfasst ein Bio-Café und ein Mittagsrestaurant. Zusammen mit den Kulturpfaden, den unterschiedlichen Strecken und den historischen Orten ergibt sich in Forshaga eine Auswahl an Entdeckungen, die sich nach Ihren Interessen zusammenstellen lässt.

Weitere Reiseziele entdecken: Olsäter, Forshaga, Deje, Mangskog, Grums, Kristinehamn, Långserud, Skillingsfors.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Värmland.

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