Das Indalsälvens delta ist Schwedens größtes Küstendelta. Ein südlicher Teil davon ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier prägen Kanäle, Sandstrände und eine artenreiche Vogelwelt das Naturerlebnis: Im Delta können Sie auf naturnahen Kanälen paddeln und Vögel beobachten. Zu den dort brütenden Arten zählen unter anderem Küstenseeschwalben, Rohrammern und Rosenfinken. Im Frühjahr und Herbst rasten außerdem viele Zugvögel.
Wege durch unterschiedliche Landschaften
Im Naturschutzgebiet Indalsälvens delta gibt es eine drei Kilometer lange Rundwanderung. Ein weiterer Weg führt vom Parkplatz über zwei Hängebrücken nach Smackgrundet: Er ist 1,5 Kilometer lang und barrierearm. Smackgrundet ist in Timrå als Meeresbadestelle ausgewiesen. So lassen sich eine Wanderung und ein Ziel am Wasser gedanklich verbinden, ohne dass beide Wege dieselbe Strecke beschreiben. Das Schutzgebiet ist von der E4 zwischen Sörberge und Söråker aus gut ausgeschildert. Die Bushaltestelle Deltavägen E4 liegt etwa 600 Meter vom Parkplatz entfernt.
Auch Åstön bietet eine andere Küstenperspektive. Das Naturschutzgebiet bewahrt eine etwa 15 Kilometer lange, ungewöhnlich ununterbrochene Küstenstrecke. Frühere Militärstraßen eignen sich dort zum Wandern und Radfahren, auch mit Kinderwagen. In Söråker verlaufen am Meer etwa drei Kilometer beleuchtete Geh- und Radwege. Wer eher kurze Wege am Wasser sucht, findet damit eine andere Art von Ausflug als auf den längeren Küstenstrecken von Åstön.
Das Naturschutzgebiet Fågelsången verbindet Wege und Stege mit Übergängen über Zäune, sodass Spaziergänge durch das Gebiet möglich sind. Die Landschaft umfasst Laubwald, Meeresstrand, kleine Felder und beweidetes Naturweideland. Die verschiedenen Landschaftselemente machen den Spaziergang auch dann interessant, wenn nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit im Mittelpunkt steht.
Industriegeschichte und Spuren der Natur
Lögdö Bruk ist seit 2004 ein kommunales Kulturreservat. Die weitgehend erhaltene Eisenwerksumgebung umfasst das Gelände um die Gebäude und den alten Hochofen. Das Eisenwerk war von 1685 bis 1878 in Betrieb. Zu den erhaltenen Gebäuden zählen eine Kapelle, ein Herrenhaus, eine Scheune und ein Backhaus. Bei einem Besuch begegnen Ihnen so verschiedene Teile des historischen Ensembles, statt nur ein einzelnes Gebäude.
Auch die Umgebung bewahrt bemerkenswerte Naturdetails: Bei Lögdö Bruk stehen 300 bis 400 Jahre alte Kiefern, an denen Spuren des seltenen Käfers Reliktbock zu sehen sind. Für eine Stärkung gibt es in der historischen Eisenwerksumgebung das Sommercafé in der Rättargården. Es serviert Kaffee, Gebäck, Toast, belegte Brote und Eis; der Cafébetrieb ist saisonal.
Die Industriegeschichte setzt sich in Vivstavarv mit einer anderen Folge von Nutzungen fort. Sie begann 1797 mit einer Schiffswerft und umfasste später ein Dampfsägewerk, eine Zellstofffabrik und eine Papierfabrik. Diese Industriegeschichte reicht bis 2007. Eine eigene Baugeschichte erzählt Vivstavarvs kapell: Das Gebäude wurde 1891 als Spritzenhaus, also als damalige Feuerwache, errichtet und 1959 in eine Kapelle umgebaut. Im Sommer ist es über die Sommarkyrkan für Besucher zugänglich.
Kirchengeschichte, Sport und lokale Erlebnisse
Die heutige Timrå kyrka wurde 1796 eingeweiht. Am selben Ort hatten zuvor mittelalterliche Kirchen aus dem 15. und 13. Jahrhundert gestanden. Neben der Kirche wurden außerdem eisenzeitliche Gräber und ein Kammergrab aus dem 4. oder 5. Jahrhundert gefunden. Die unterschiedlichen Zeitspuren reichen damit weit über die Geschichte des heutigen Kirchengebäudes hinaus.
Für ein sportliches Erlebnis ist die SCA Arena die Heimspielstätte von Timrå IK; dort können Besucher Eishockeyspiele besuchen. Die Arena ist mit Bus, Auto und Taxi erreichbar. Da sich Routen und Verkehrsdienste ändern können, empfiehlt es sich, die Anreisehinweise vor dem Besuch zu prüfen. Die Timrå simhall bietet Bahnen für das Schwimmtraining, ein Kinderbecken und einen Ruhebereich. Auch Babyschwimmen mit ausgebildeten Kursleitern gehört zum Angebot; das Programm kann sich ändern.
Weitere Aktivitäten setzen unterschiedliche Akzente: In Lögdö vildmark gibt es Möglichkeiten zum Angeln, Wandern und Paddeln. Auf Riibygård in Bergeforsen werden Ausritte, Reitschulaktivitäten und Reitlager mit Islandpferden angeboten. In Ljustorp stellt ein Hofmeiereibetrieb aus ökologischer Milch aus der näheren Umgebung Käse, Butter und Quark her. Solche Angebote ergänzen die Natur- und Kulturorte um Aktivitäten und lokale Produkte, ohne dass Sie Ihren Aufenthalt auf ein einziges Thema festlegen müssen.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Timrå, Söråker, Ljustorp, Sollefteå, Örnsköldsvik, Bonässund, Ånge, Kramfors.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Västernorrland.