Zum Inhalt

Ulmekärr ist ein Reiseziel mit zwei gut erkennbaren Seiten: einer gegliederten Fels- und Tallandschaft und archäologischen Zeugnissen verschiedener Art. Der Ort liegt strategisch an einer älteren Straßenkreuzung. Zu den örtlichen Zeugnissen zählen ein steingepflastertes Labyrinth, Felsritzungen, eine Wallburg, eine Steinsetzung und Spuren eines kleinen Großsteinbruchgeländes. Wenn Sie bei der Ortswahl Landschaft und Kultur gegeneinander abwägen, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte.

Felsige Höhen und bewaldete Senken

Die Landschaft von Ulmekärr ist vor allem durch hoch gelegenes felsiges Gelände mit anstehendem Fels geprägt. Mehrere größere und kleinere Talsenken durchziehen das Gebiet. Auf den höher gelegenen Felsflächen wachsen spärlich niedrige Bäume und Heidekraut; die tieferen Senken sind dicht bewaldet. Im Südosten sowie am westlichsten Rand liegen tiefer gelegene Flächen mit Acker- und Wiesenland.

Die Höhenlage hilft, die verschiedenen Landschaftselemente einzuordnen: Felsige Flächen, Waldsenken und tiefer gelegenes Acker- und Wiesenland bilden unterschiedliche Teile desselben Gebiets. Ulmekärr lässt sich deshalb nicht auf ein einziges Landschaftsbild reduzieren. Wenn Sie bei der Wahl eines Reiseziels auf Geländeformen und Bewuchs achten, ist gerade dieser Wechsel ein hilfreicher Unterschied.

Labyrinth und archäologische Zeugnisse

Das steingepflasterte Labyrinth bei Ulmekärr ist unbekannten Alters; eine prähistorische Einordnung gilt als wahrscheinlich. Zugleich gilt es als das am besten erhaltene Labyrinth in Bohuslän. Die vorsichtige zeitliche Einordnung und die vergleichende Aussage zur Erhaltung beantworten zwei verschiedene Fragen: Das Alter bleibt offen, während der Erhaltungszustand im regionalen Vergleich hervorgehoben ist. Das Labyrinth liegt an der Straße nach Havstenssund.

Bei Ulmekärr befindet sich außerdem eine Wallburg. Die Steinsetzung KUL Nr. 9 ist als archäologisches Denkmal eingestuft. Diese Zeugnisse ergänzen das Labyrinth um weitere Formen archäologischer Hinterlassenschaften, ohne dass sie alle dieselbe Art oder Einordnung haben.

Felsritzungen Tanum 1916 und Tanum 1917

Bei den Felsritzungen Tanum 1916 und Tanum 1917 helfen Motivbestand und Geländelage, die beiden Fundstellen voneinander zu unterscheiden. Die Felsritzung Tanum 1916 bei Ulmekärr umfasst drei Schiffe und mehrere Schälchen. Die Schiffe deuten auf eine Datierung in die Periode IV der Bronzezeit hin.

Die Fundstelle Tanum 1917 umfasst mindestens zwei bis drei Schälchen und liegt in einer Felsfläche an einem nach Südwesten abfallenden Hang. Im Vergleich stehen bei Tanum 1916 die Schiffe und die vorsichtige Datierung im Vordergrund, bei Tanum 1917 dagegen die Schälchenzahl und die genaue Geländelage. So bleibt auch die zeitliche Deutung an das Merkmal gebunden, das sie stützt.

Spuren des Steinbruchgebiets

Zum Kleinindustriegebiet KUL Nr. 1701:18 gehört ein kleines Großsteinbruchgelände (Tanum 1957) mit Abraumhalden, Spuren von Kränen und Wegen. Diese Merkmale unterscheiden das Gelände inhaltlich von den Felsritzungen und der Steinsetzung: Hier stehen Halden, Kran-Spuren und Wege im Mittelpunkt. Das Kleinindustriegebiet KUL Nr. 18 weist große pädagogische und kulturhistorische Werte auf. Zusammen bilden Landschaft, archäologische Zeugnisse und die Steinbruchspuren ein differenziertes Profil für die Auswahl eines Reiseziels in Ulmekärr.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grebbestad.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.